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Branchenfokus

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

Der IT-Standort München boomt dank exzellenter Fachkräfte, hoher Forschungsintensität und intensivem Austausch von Industrie und Anwendungstechnologien

München ist IT-Magnet in Europa

Schon 2014 sah eine Branchenstudie der EU München auf Platz 1 der europäischen Top IKT-Regionen. Seither hat sich die Entwicklung äußerst dynamisch fortgesetzt.

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in München ist ein starker Wachstumstreiber: In zehn Jahren wuchs die Zahl der Beschäftigten in der Region um 56 Prozent – im Stadtgebiet sogar um stolze 78 Prozent. Insgesamt arbeiten in München 11,5 Prozent aller Beschäftigten im IKT-Sektor.

Global player und Marktführer

München ist Magnet für große und innovative IT-Unternehmen: Global Player und Marktführer sind schon vertreten und bauen ihre München-Standorte weiter aus, darunter acht der zehn größten Tech-Firmen weltweit.

Prominente Beispiele sind Amazon Web Services, Apple, Google Deutschland, Huawei, IBM - Watson und Microsoft.

Ebenfalls zentrale Niederlassungen in München haben der CRM-Anbieter Salesforce, Fujitsu mit seinem Digital Transformation Center (DTC), die auf Software für die Baubranche spezialisierte NEMETSCHEK AG, der Produzent von Supercomputern Eviden, Capgemini Technology Services, Cisco Systems, NTT Data Deutschland, der indische Konzern Tech Mahindra, der Halbleiterhersteller Qualcomm, Telefónica Germany – die Liste ist lang. 

Münchens große Tech-Unternehmen

Münchens IT-Branche in Zahlen

SV-Beschäftigte in Stadt und Umland

Prozent Beschäftigungsanteil

Unternehmen

Digitale Gründerszene

Münchens exzellente Universitäts- und Forschungslandschaft mit Entrepreneurship-Zentren und frischen Talenten hat im Bereich IKT eine besonders erfolgreiche Gründerszene entstehen lassen. Diese konnte ihr Finanzierungsvolumen im Jahresvergleich 2020 / 2021 nahezu vervierfachen.

Stärkstes Segment war der Bereich Enterprise Software – hier wurden 1,5 Milliarden Euro investiert. Als besonders stark wachsende Münchner „Scale ups“ sind etwa Personio oder das „Decacorn“ Celonis bereits international bekannt.

  • Mehr zu Gründungen und Start-ups

    Münchens Gründungszene verfügt über ein erprobtes Netzwerk aus erfolgreichen Großunternehmen, etablierten Startups und einer exzellenten Universitäts- und Forschungslandschaft mit herausragenden Talenten und institutionellen Multiplikato­ren.

    sechs Start-up Mitarbeiter*innen in einem Büro

Die Stärken der Münchner IKT-Branche

Embedded Systems, KI und Sicherheitstechnologie sind in München stark. Doch das große Spektrum der Anwendungsfelder entsteht durch Münchens vielseitige Branchenlandschaft mit zahlreichen global players. Neu in den Fokus gerückt ist seit 2021 die Quantentechnologie (s.u.)  

Dynamisches Wachstum zeigt seit langem der Dienstleistungsbereich, also Software, Daten, IT-Services und eCommerce (derzeit 157.554 SV-Beschäftigte, 47.180 Stellen dieser entstanden in den letzten 10 Jahren). Die Digitalisierung treibt das Wachstum, denn die starke Automotive-Branche oder der Bankensektor fragen Fachanwendungen und Beratung nach. Wie überall in Europa waren zuletzt die Bereiche Bauteile, Komponenten und Produktion rückläufig, doch die Wachstumsbereiche in München sind weitaus stärker. 

Die starken Anwendungsbranchen vor Ort - Automotive, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Umwelttechnologien, optische Technologien - setzen eingebettete Systeme („embedded systems“) intensiv zur Steuerung von Maschinen, Geräten und Prozessen ein. Auch der neue Superstar Celonis gründete sich daher in München. Das international gefragte, junge Unternehmen bietet das sogenannte Process Mining, das ermöglicht, digitale Prozesse fortlaufend zu optimieren.

Die Bayerische Staatsregierung / die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Max Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, LMU und TUM haben 2021 die Forschungsinitiative Munich Quantum Valley gestartet. Seither treiben der Munich Quantum Valley e.V. und das MCQST – Munich Center for Quantum Science and Technology die Forschung, Entwicklung und Ausbildung die Quantenwissenschaften in München voran. 300 Mio. Euro Forschungsmittel von Freistaat und Bund sind für einen Zeitraum von 10 Jahren bereitgestellt. An den Plänen für zukünftige Quantenrechner beteiligt sind auch das Leibniz-Rechenzentrum und das Walther-Meißner-Institut in Garching bei München, wo sich schon der Supercomputer SuperMUC befindet.

Öffentliche und private Initiativen treiben die Digitalisierung und Vernetzung der Akteure voran. In München finden sich etwa das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B), die Vereine Isarnetz e.V. und Digitale Stadt München e.V. oder der Münchner Unternehmer Kreis IT. Bayern Innovativ – die von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft etablierte „Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH“ übernimmt ebenfalls eine wichtige Rolle dabei, Innovationen im Bereich IKT und Digitalisierung zu fördern.

München bietet zahlreiche nationale und internationale Veranstaltungen im Bereich IKT, darunter

  • DLD (Digital Life Design) Conference
  • Münchner Webwoche
  • OOP
  • IM.TOP
  • TDWI München
  • Command Control
  • 48forward Festival
  • Internet World
  • Moonova (bisher Internet World Expo)
  • All Facebook Marketing Conference und All Influencer Marketing Conference
  • Bits & Pretzels, das „größte deutsche Gründerfestival“
  • AWE Europe AR+VR Conference & Expo - weltweit größtes Event zu Augmented und Virtual Reality
  • Online B2B Conference
  • Data Driven Marketing Conference
  • MobileTech Conference, die führende Konferenz für Mobile-Technologien im deutschsprachigen Raum
  • Conference on Quantum Information Processing (QIP)

Der Ausbau der Glasfasernetze im Stadtgebiet verzeichnet schnelle Fortschritte: Hier hat die SWM in Kooperation mit der M-net mit großen Investitionen eine sehr gute Ausgangslage geschaffen; seit Sommer 2021 ist die Telekom zusätzlich mit einem Investitionsprogramm von 500 Mio. Euro bis 2030 aktiv.

Mit knapp 1.500 Mobilfunkstandorten ist München schon heute gut versorgt. Weitere 150 bis 200 zusätzliche Standorte sind derzeit im Stadtgebiet vorgesehen. Ein 2022 durchgeführtes Markterkundungsverfahren ergab, dass Münchens Mobilfunknetz zwar nicht an die Spitze der deutschen Großstädte, aber dennoch auf einem sehr guten Niveau liegt. 

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