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![]() Foto: Heribert Mühldorfer Mittlerer Ring Ost
Der Münchner Stadtrat erteilte dem Baureferat im Mai 2003 den
Auftrag, mit den Bauarbeiten für den zweiten von insgesamt drei
Tunneln am Mittleren Ring zu beginnen. Umfangreiche Kanalverlegungen
fanden bereits seit 2000 statt. Im Juli 2003 war es dann
soweit: Die ersten Bohrpfähle für den Tunnel wurden gesetzt.
Komplexe Bauvorgänge unter überaus beengten Raumverhältnissen
so durchzuführen, dass der Verkehrsfluss auf dem
Mittleren Ring, einer Hauptschlagader Münchens, erhalten bleibt,
erforderten eine technische und logistische Meisterleistung. Als
erstes Etappenziel ging im Dezember 2006 der 102 Meter lange
Effnertunnel in Betrieb. Die Verkehrsfreigabe des zirka zwei
Kilometer langen Tunnels unter der Richard-Strauss-Straße und
Einsteinstraße erfolgte termingerecht am 18. Juli 2009.
Die sechs Jahre Tunnelbauzeit haben sich gelohnt: Während der
Verkehr nun fast vollständig unter der Erde rollt, entsteht bis
Ende 2010 an der Oberfläche viel Grün!
Richard-Strauss-Straße
Die Richard-Strauss-Straße wird künftig an der Oberfläche mit
einer Fahrspur pro Richtung in Mittellage geführt. Auf beiden
Seiten wird sie durch Parkbuchten, Radwege, Gehwege und
breite Grünbereiche mit 3er-Baumgruppen – vorgesehen ist eine
Bepflanzung mit Linden – begleitet. Über 900 Bäume werden
dazu im öffentlichen Raum neu gesetzt. Statt wie bisher zirka
66.000 Fahrzeuge/24h werden nur etwa 6.000 Fahrzeuge/24h
diese Straße nutzen. Der Hauptverkehr des Mittleren Rings mit
prognostizierten 96.000 Fahrzeugen/24h verläuft unterirdisch im
neuen Tunnel. Am Böhmerwaldplatz wird ein dicht bepflanzter
Lindenhain bis an die Richard-Strauss-Straße herangeführt und
unterstützt so die Quartiersverbindung vom alten Bogenhausener
Viertel zur Parkstadt. Die Barrierewirkung des Mittleren Rings ist
aufgehoben.
Leuchtenbergring
Am Leuchtenbergring zwischen Einstein- und Prinzregentenstraße
wird laut Prognose des Verkehrsgutachtens der Verkehr
um zwei Drittel auf 25.000 Fahrzeuge/24h zurückgehen. Die
Anzahl der Fahrspuren wird deshalb auf zwei Streifen pro
Richtung mit jeweils einer Abbiegespur an den Kreuzungen
reduziert. So entsteht auf beiden Seiten Platz für breite Gehund
Radwege und Bäume. Auch Parkbuchten werden angelegt.
Vogelweideplatz
Durch die Verlängerung des Seitentunnels zur A94 und die neue
Straßenführung entstand am Vogelweideplatz eine zusammenhängende
Fläche, auf der eine repräsentative Bebauung ermöglicht
werden soll. Die Landeshauptstadt München erstellt derzeit
auf der Basis eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs eine
Planung, die auch die Neugestaltung der eigentlichen Platzfläche
in Verlängerung der Vogelweidestraße umfasst. Um dem
Ergebnis nicht vorzugreifen wird der Vogelweideplatz deshalb
nur "provisorisch" hergestellt. Die Parkplätze bleiben zum größten
Teil erhalten.
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