Schriftzug LiMux


Die Stadt München setzt auf offene Standards

Offene Standards erlauben auch Menschen die Teilhabe an der IT, die sich lizenzpflichtige Programme nicht leisten wollen oder können.

Der Stadtrat hat 2003 beschlossen, die Arbeitsplatz-PCs der Stadtverwaltung auf freie Software und offene Standards umzustellen - sowohl die Bürosoftware als auch die Betriebssysteme. Damit hat die Verwaltung den Auftrag erhalten diese strategische Entscheidung umzusetzen. Das Projekt LiMux ist hierbei federführend.

Der erste Teil des Stadtratsauftrages ist seit Jahresende 2009 erfüllt. Die Münchner Stadtverwaltung nutzt seitdem flächendeckend das OpenDocument Format (ODF), den offenen Standard für Dateiformate von Bürodokumenten wie Texten, Tabellen, Präsentationen, Zeichnungen, Bildern und Diagrammen.

Damit ist die Landeshauptstadt München weltweit Vorreiterin in der Nutzung offener Standards.

Mux-mit-ZeitungAber was ist mit dem Rest der Welt?

Die Verbreitung des ODF ist außerhalb Münchens Stadtverwaltung noch sehr unterschiedlich. Doch auch Bundes- und EU - Behörden unterstützen die Kommunikation mit offenen Standards zunehmend:

  • Frau Rogall-Grothe ist IT-Beauftragte der Bundesregierung und fordert den Einsatz offener Standards. Schon weil ihrer Meinung nach niemand zum Kauf einer bestimmten Software gezwungen werden sollte. HeiseOnline berichtete.
  • Frau Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, will Hersteller zur Offenlegung von Datenformaten zwingen. HeiseOnline berichtete.
  • Der aktuelle Koalitionsvertrag hält auf Seite 102 fest: "Wir prüfen, wie die IT des Bundes sich künftig an offenen Standards orientieren und dabei auch Open-Source-Lösungen berücksichtigen kann. Hier gelangen Sie zum Koalitionsvertrag.
  • Ende 2008 hat der IT-Rat der Bundesregierung beschlossen, das OpenDocument Format schrittweise in der Bundesverwaltung einzusetzen. HeiseOnline berichtete.
  • Neelie Kroes setzt sich 2008 noch in ihrer Rolle als EU-Wettbewerbskommissin für offene Standards ein. HeiseOnline berichtete.
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  • Im Frühjahr 2007 hat die Bundesstelle für Informationstechnik das Kompetenzzentrum Open-Source-Software ins Leben gerufen. Hier erfahren Sie mehr.

Diese Quellen werden laufend aktuell gehalten.