Mehr Unabhängigkeit für die Office-Suite OpenOffice.org
Ein Hauptmerkmal von freier Software (Open Source) ist der offene und
für alle frei zugängliche Quelltext. Entwickler aus der ganzen Welt
können Erweiterungen für die Programme schreiben und diese in der Regel
auch einstellen.
In der Vergangenheit der freien Office-Suite
OpenOffice.org war der bisherige Hauptsponsor SUN für die Veränderung
des Quelltextes verantwortlich. Bislang wurden eingereichte
Entwicklungsbeiträge dort mit der bestehenden Version „harmonisiert“
und so der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Seit der Übernahme von SUN durch Oracle
in diesem Jahr ist die Open-Source-Strategie des neuen Eigentümers
Oracle nicht klar. Mit der Gründung der
Stiftung "The Document Foundation" soll die Beteiligung von Entwicklern nun wesentlich
erleichtert werden. Die Stiftung fördert die Entwicklung und
Verbreitung der freien Office-Suite unter dem Namen LibreOffice, da die
Markenrechte für OpenOffice.org bei der Firma Oracle liegen.

Firmen wie Google, Novell und RedHat stehen
hinter der neu gegründeten Stiftung. "Treibende Kraft für das Entstehen der Document Foundation waren
Regierungen von Ländern wie Brasilien, Indien, China und Russland", so
ein
heise online Bericht
nach einem Gespräch mit dem
Open-Source-Evangelisten der Firma Red Hat Jan Wildeboer. Die genannten
Regierungen setzen
wie die
Landeshauptstadt München konsequent auf das Open Document Format
(ODF). „Auch die Landeshauptstadt München, die sich im
Rahmen des Projektes
LiMux schon seit Jahren für mehr Unabhängigkeit, freie Software und
offene Standards einsetzt, begrüßt den konsequenten Schritt“, so
Projektleiter Peter Hofmann. Auf die Umstellung aller PC gestützten
Büroarbeitsplätze der Stadt München auf eine Open Source Suite hat die
Neugründung absehbar keinen Einfluss.
Sicherlich wird über die Gründung
der Document Foundation und ihr Konsequenzen auf dem OpenOffice.org
Kongress (siehe auch
http://www.oookwv.de/) am 16. und 17. November in München mehr zu
erfahren sein.