OB Ude plädiert in Brüssel für offene Software-Standards
(10.6.2008) Auf Einladung der EU-Kommissarin für Wettbewerb,
Neelie Kroes, kam Oberbürgermeister Christian Ude
nach Brüssel, um über Münchens sehr gute
Erfahrungen beim Einsatz von freier Software und der Nutzung offener
Standards zu berichten. Im Rahmen der
Veranstaltung „Being Open About Standards” legte OB Ude dar, dass
die Landeshauptstadt München durch ihre Entscheidung für freie Software
und offene Standards den Wettbewerb im Softwaremarkt vor allem für
kleine und mittelständische Unternehmen attraktiver gestaltet.

OB Ude: „Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind
unserer Ansicht nach in Deutschland und Europa im Bereich der IT breit
aufgestellt und bieten eine Vielzahl innovativer Lösungen. Im bisherigen
Projektverlauf investierten wir bereits im Rahmen von Ausschreibungen
in die nationale und europäische Wirtschaft. Bei der Entscheidung für
die andere Alternative wäre nicht gewährleistet, dass diese
Investitionen Unternehmen der EU zugute kommen.”
Gleichzeitig begrüßte OB Ude die Ankündigung der Firma Microsoft,
künftig in ihren Produkten neben demhauseigenen Format „Office OpenXML
(OOXML)” auch den offenen ISO-Standard „Open Document Format
(ODF)” zu unterstützen. Im Hinblick auf die bereits im März geäußerten
Bedenken gegenüber Microsofts OOXML ist OB Ude „gespannt, wann
dieser Ankündigung auch Taten folgen, die unseren Ansprüchen an
Interoperabilität gerecht werden. Die EU-Kommission ist meines Erachtens
an dieser Stelle gefordert, den freien und fairen Wettbewerb auch weiterhin zu gewährleisten.”