Schriftzug Rathaus Umschau

Moschee-Projekt Gotzinger Platz:

OB Ude bedauert Rückzug des Dachverbands DITIB

(23.2.2010) In der Frage des Sendlinger Moschee-Bauprojekts bedauert Oberbürgermeister Christian Ude die Entscheidung des türkischen Dachverbands DITIB, das Vorhaben des Münchner Moscheevereins DITIM finanziell nicht zu unterstützen und damit scheitern zu lassen: "Diese Entscheidung ist für die Stadt schon sehr befremdlich, nachdem der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan persönlich geäußert hatte, er sehe dieses Projekt als so bedeutsam für die in Deutschland lebenden Türken islamischen Glaubens an, dass er selbst zur Grundsteinlegung nach München kommen werde."

Nachweislich habe die Stadt alles in ihrer Macht stehende getan, um die Verwirklichung des Vorhabens zu ermöglichen – von der Suche nach einem verfügbaren Grundstück in akzeptabler Lage bis zur Schaffung von Baurecht und sämtlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen. Stadtpolitik und Stadtverwaltung treffe somit nicht der geringste Vorwurf wegen des Scheiterns des Projekts. OB Ude: "Dies ist wichtig für das Verhältnis zu den Münchner Türken und der gesamten Bevölkerungsgruppe islamischen Glaubens: Die Stadt hat sie nicht im Stich gelassen."

In diesem Zusammenhang dankt der Oberbürgermeister ausdrücklich der SPD und den Grünen, der FDP und den Linken sowie der ÖDP, dass sie sich ohne Wenn und Aber zur Religionsfreiheit in einer weltoffenen Stadt bekannt und weder rechtsextremen Anfeindungen noch konservativen Widerständen nachgegeben hätten.

Volles Verständnis äußerte OB Ude für den Rücktritt des Münchner DITIM-Vorsitzenden Recep Dereli, der sich von der Kölner Zentrale im Stich gelassen fühlt. Für den Zentralverband DITIB wird es nach Udes Ansicht künftig schwieriger werden, deutsche Kommunalpolitiker für die Unterstützung von Bauvorhaben zu gewinnen. Der OB weilt zur Zeit auf der Präsidiumssitzung des Deutschen Städtetags in Ludwigshafen.

Sobald die offizielle Mitteilung des Antragstellers vorliegt, sind alle Themen der Rückabwicklung und der künftigen Nutzung des Areals am Gotzinger Platz im Stadtrat zu behandeln.

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