Schriftzug Rathaus Umschau

Olympiabewerbung 2018: Wettbewerb für Olympisches Dorf und Mediendorf entschieden

(03.12.10) Oberbürgermeister Christian Ude, der bayerische Staatsminister der Finanzen, Georg Fahrenschon, Stadtbaurätin Professorin Dr. (I) Elisabeth Merk, der Vorsitzende des Preisgerichts, Professor Dr. Thomas Jocher, und Jürgen Bühl, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft München 2018, haben am Freitag das Ergebnis des Wettbewerbs für das Olympische Dorf und das Mediendorf vorgestellt.
Die Landeshauptstadt München bewirbt sich zusammen mit dem Markt Garmisch-Partenkirchen, dem Landkreis Berchtesgadener Land sowie dem Deutschen Olympischen Sportbund um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Am 22.Juni 2010 ernannte das IOC München zu Kandidatenstadt.

Simulation: Léon Wohlhage Wernik Architekten, Berlin

Die Landeshauptstadt München und der Freistaat Bayern haben im Einvernehmen mit der Bundesrepublik Deutschland am 09.06.2010 den Planungswettbewerb für die Entwicklung des Olympischen Dorfes und des Mediendorfes an der Dachauer Straße und Schwere-Reiter Straße westlich des Olympiaparkes ausgelobt. Mit dem Wettbewerb wird für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 ein überzeugendes und nachhaltiges Planungskonzept gesucht, das der Bedeutung und Qualität des bestehenden Olympiageländes entspricht und dieses adäquat ergänzt.

Für das ca. 36 ha großes Areal sollten städtebauliche und freiraumplanerische Konzepte mit exemplarischen Bebauungsvorschlägen für den Wohnbereich des Olympischen Dorfes und für das Mediendorf entwickelt werden. Besonderer Wert wurde auf die Entwicklung eines Konzeptes gelegt, dass sowohl im Olympischen als auch im postolympischen Modus überzeugt. Nach den Winterspielen werden die beiden Quartiere mit etwa 1.300 Wohnungen dem Münchner Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt. Bei der Planung waren höchste Qualitätsmaßstäbe anzulegen: Das Olympische Dorf und das Mediendorf haben den Anspruch, modellhaft Planung und Realisierung von Wohnungsquartieren der Zukunft zu zeigen. Dabei sind anspruchsvolle Ziele zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen zu berücksichtigen.

Der Wettbewerb wurde als einstufiger, nicht offener Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt. Im Bewerbungsverfahren wurden insgesamt 55 Arbeitsgemeinschaften ausgewählt, 39 Arbeiten wurden abgegeben.

Am 30.11. und 01.12.2010 tagte unter dem Vorsitz von Herr Professor Dr. Thomas Jocher das Preisgericht. Es wurden Preise für die Teilaufgaben Städtebau und Landschaftsarchitektur für den Gesamtbereich, Wohnungsbau und Freianlagen Olympisches Dorf sowie Wohnungsbau und Freianlagen Mediendorf vergeben.

Das Preisgericht kam in seiner Sitzung zu folgender Empfehlung (Auszüge Preisgerichtsprotokoll):

Zum Städtebau:
"Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, den mit dem ersten Preis ausgezeichneten Entwurf als Planungskonzept für das Olympische Dorf und das Mediendorf während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele München 2018 zu verwenden und der Bauleitplanung für das Areal der beiden Dörfer zugrunde zu legen. Das Konzept des mit dem fünften Preis ausgezeichneten Entwurfs sollte als Ausgangspunkt für die weiter Entwicklung des Bundesbereichs an der Ecke Landshuter Allee / Dachauer Straße dienen."

Zum Wohnungsbau und Freianlagen:
"Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, die Verfasserinnen und Verfasser der für den Wohnungsbau und die Freianlagen im Olympischen Dorf bzw. dem Mediendorf ausgezeichneten Arbeiten bei der jeweiligen Vergabe von Architekten- und Landschaftsarchitektenleistungen zu berücksichtigen."

Die Wettbewerbsarbeiten wurden wie folgt prämiert:

Teilaufgabe Städtebau und Landschaftsarchitektur

  • 1. Preis Leon Wohlhage Wernik Architekten, Berlin /
    ST raum a. Landschaftsarchitekten, Berlin
  • 2. Preis Schneider + Schumacher Architekten, Frankfurt
    Riegler Riewe Architekten, Graz /
    Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich
  • 3. Preis bogevischs büro, München
    Knerer + Lang Architekten, Dresden
    Burger Landschaftsarchitekten, München
  • 4. Preis Sakamoto Laboratory, Tokio
    Architektin Susanne Söldner, Architekt Dirk Stender, München
    Landschaftsarchitekt Markus Roos, München
  • 5. Preis Steidle Architekten, München
    Auböck und Karasz Landschaftsarchitekten

Teilaufgabe Wohnungsbau und Freianlagen Olympisches Dorf

Fünf gleichrangige Preise:


Leon Wohlhage Wernik Architekten, Berlin /
ST raum a. Landschafts-
architekten, Berlin

Schneider + Schumacher Architekten, Frankfurt /
Riegler Riewe Architekten, Graz /
Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich

bogevischs büro, München
Knerer + Lang Architekten, Dresden
Burger Landschaftsarchitekten, München

Sakamoto Laboratory, Tokio
Architektin Susanne Söldner, Architekt Dirk Stender, München
Landschaftsarchitekt Markus Roos, München

Steidle Architekten, München
Auböck und Karasz Landschaftsarchitekten

Teilaufgabe Wohnungsbau und Freianlagen Mediendorf
 

Sechs gleichrangige Preise:

bogevischs büro, München /
Knerer + Lang Architekten, Dresden
Burger Landschaftsarchitekten, München

GMP Architekten, Berlin
Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin

Hascher Jehle Architektur, Berlin
Hutterreimann Landschaftsarchitektur

Schneider + Schumacher Architekten, Frankfurt / Riegler Riewe Architekten, Graz
Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich

Sakamoto Laboratory, Tokio
Architektin Susanne Söldner, Architekt Dirk Stender, München
Landschaftsarchitekt Markus Roos, München

Leon Wohlhage Wernik Architekten, Berlin
ST raum a. Landschafts-
architekten, Berlin

Die Wettbewerbsarbeiten werden in einer Ausstellung gezeigt, die vom 06.12. bis 16.12.2010 von 10.00 bis 20.00 Uhr im Pressebereich des Olympia-Stadions, Spiridon-Louis-Ring 25 stattfindet; die Ausstellungseröffnung findet am 07.12.2010, um 19.00 Uhr statt.

Pressedienst der Landeshauptstadt München mit Terminen,
weiteren Meldungen und mehr

|