Olympiabewerbung 2018: Planungswettbewerb für das Olympische
Dorf und das Mediendorf – Darstellung des 1. Preisträgers
(10.12.2010) Am 2. Dezember wurde der Planungswettbewerb für die Entwicklung
des Olympischen Dorfes und des Mediendorfes an der Dachauer
Straße und Schwere-Reiter-Straße westlich des Olympiaparks durch ein
hochkarätig besetztes internationales Auswahlgremium an Fach- und
Sachpreisrichtern entschieden. Erster Preisträger ist das Büro Leon Wohlhage
Wernik Architekten, Berlin, mit dem Büro ST raum a. Landschaftsarchitekten,
ebenfalls aus Berlin.
Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Dr. Thomas Jocher fällte
seine Enscheidung einstimmig und gab folgende Bewertung ab (Auszug
aus dem Protokoll): „Das städtebauliche Konzept versteht es auf überzeugende
Weise, das Thema Landschaft in der Stadt und Architektur in der
Landschaft weiterzuentwickeln. Sechs Punkthochhausgruppen bilden ein Ensemble in der Parklandschaft und lassen so eine großzügige Freiraumgestaltung
und Durchlässigkeit zum Olympiapark zu.
Auf kongeniale Art und Weise wird das Thema der architektonischen Landschaft
neu aufgegriffen, ohne sich an die existierenden Bauten von 1972
anzubiedern. Die Freiraumqualitäten und starken Bezüge zum Olympiapark
werden nicht nur aufgenommen, sondern in etwas Neues umgesetzt.
Durch die architektonische Sprache und die Verbindung mit dem Thema
Energie – Fotovoltaik etwa in der Fassade – liefert die Arbeit darüber hinaus
einen gelungenen Beitrag zum innovativen Wohnungsbau in München. Positiv zu bewerten ist, dass 95 Prozent des als ,sehr erhaltenswert’ eingestuften
Baumbestandes berücksichtigt wurde.
Die Gebäude prägen durch ihre ovale Ausformung markant den Ort und
erzielen so ein starkes dynamisches Image für das Olympische Dorf,
ohne in vordergründige zeichenhaftige Architektur abzugleiten. Die vorgeschlagenen
Baukörper sind gleichermaßen geeignet, die Funktionen für
das olympische Dorf wie für eine dauerhafte Wohnnutzung zu erfüllen.“
Das Preisgericht hat nach Durchsicht aller 39 Arbeiten einstimmig empfohlen,
den mit dem ersten Preis ausgezeichneten Entwurf als Planungskonzept
für das Olympische Dorf und das Mediendorf während der Olympischen
und Paralympischen Winterspiele München 2018 zu verwenden.
Nach Meinung der Jury sollte dieser Entwurf der Bauleitplanung für das
Areal der beiden Dörfer zugrunde gelegt werden.
Somit wurde mit dem Wettbewerb für die Olympischen und Paralympischen
Winterspiele 2018 ein überzeugendes und nachhaltiges Planungskonzept
gefunden, das der Bedeutung und Qualität des bestehenden
Olympiageländes entspricht und dieses adäquat ergänzt. Das Olympische
Dorf und das Mediendorf haben dabei den Anspruch, modellhaft Planung
und Realisierung von Wohnungsquartieren der Zukunft zu zeigen. Dabei
werden anspruchsvolle Ziele zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen
berücksichtigt.
Besonderer Wert wurde auf die Entwicklung eines Konzeptes gelegt, das
sowohl für Olympische Spiele wie auch für die Nachnutzung überzeugt.
Nach den Winterspielen werden die beiden Quartiere mit etwa 1.300 Wohnungen
dem Münchner Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt.
Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Pressedienst der Landeshauptstadt München mit Terminen,

weiteren Meldungen und mehr