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Document Freedom Day – Projekt LiMux ausgezeichnet

(30.3.2011) Für ihren Einsatz für Offene Standards und Freie Software erhält die Stadt München im Rahmen der weltweiten Kampagne „Document Freedom Day“ von der Free Software Foundation Europe (FSFE) eine Auszeichnung, die Münchens IT-Bürgermeisterin Christine Strobl jetzt entgegen nahm. „Die Landeshauptstadt München zeigt vorbildlich, was eine große deutsche Stadtverwaltung mit Freier Software erreichen kann. Mit dem LiMux Projekt nimmt München bei der Nutzung Offener Standards eine Vorreiterrolle in Deutschland und in Europa ein. Wir wünschen uns, dass diese moderne und offene Einstellung viele Nachahmer findet“, hob Karsten Gerloff, Präsident der FSFE, bei einer kleinen Feier im Münchner Rathaus hervor, an der auch die städtische IT-Beauftragte Gertraud Loesewitz, der Leiter des IT-Bereichs Karl-Heinz Schneider, LiMux-Projektleiter Peter Hofmann, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LiMux-Projektteams, der Referate sowie Vertreter der Open Source Community München teilnahmen. „München ist eine bürgernahe, flexible und offene Stadt. Dies spiegelt sich auch im Einsatz von Offenen Standards und Freier Software wider. Mit dem Einsatz von OpenSource Software stärken wir aber auch den Wirtschaftsraum München, indem wir den vielen Münchnern IT-Dienstleistern die Möglichkeit geben, an der Entwicklung mitzuarbeiten“ erläutert Bürgermeisterin Strobl Münchens Motivation für LiMux.

„LiMux“ ist derzeit Deutschlands größtes Linux-Projekt im Public Sektor. Mit ihm stellt die Landeshauptstadt München bis 2013 rund 80 Prozent ihrer 15.000 PC-Arbeitsplätze auf das freie Betriebssystem Linux um. Alle PC-Arbeitsplätze sind bereits seit 2009 mit einer offenen Bürokommunikation (OpenOffice.org, Thunderbird, Firefox) ausgestattet und knapp 6.000 Rechner sind auf das Münchner Linux Betriebssystem umgestellt. Die Landeshauptstadt hat zudem das einheitliche Dokumentenvorlagensystem ‚WollMux’ entwickelt, das als freie Software unter der European Union Public License (EUPL) veröffentlicht ist und anderen Nutzern als Offener Standard kostenlos zur Verfügung steht (www.wollmux.org).

Die FSFE ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Förderung Freier Software und der Arbeit für Freiheit in einer sich entwickelnden digitalen Gesellschaft widmet. Laut FSFE bestimmt der Zugang zu Software, wer an einer digitalen Welt teilhaben darf, und wer nicht. Die Arbeit der FSFE für Offene Standards hat das Ziel, künstliche Barrieren und Abhängigkeiten zu verhindern und die freie Wahl zwischen unterschiedlichen Herstellern und Technologien zu fördern.

Der DocumentFreedomDay ist eine weltweit von unterschiedlichen Trägern und Sponsoren initiierte Kampagne, um auch eine nicht-technische Öffentlichkeit auf das Thema der Offenen Standards aufmerksam zu machen. Nach elf teilnehmenden Städten im vergangenen Jahr ist es das Ziel, dieses Jahr 25 Städte weltweit in die Kampagne für Offene Standards zu integrieren.

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Foto: Aus Anlass des Document Freedom Days (DFD) übergibt Karsten Gerloff, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE) (2.v.l.), Münchens IT-Bürgermeisterin Christine Strobl eine Auszeichnung für das LiMux-Projekt und den Einsatz der Stadt für Offene Standards und Freie Software. An der Feier im Rathaus nahmen auch die IT-Beauftragte der Stadt, Gertraud Loesewitz (1.v.l.), und der Leiter des IT-Bereichs, Karl-Heinz Schneider (1.v.r.), teil.
(Foto: Nagy/Presseamt)

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