| 1801 | Als erstem Protestanten verleiht die Stadt auf Anweisung des Kurfürsten, der selbst mit einer Protestantin verheiratet ist, dem Mannheimer Weinwirt Johann Balthasar Michel das Bürgerrecht.
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| 1802 | Der Kurfürst erlässt eine geheime Instruktion zur Aufhebung für die bayerischen Klöster. In München sind davon zunächst sieben Klöster betroffen. |
| 1806 | Im Zuge der Neuordnung Europas durch den französischen Kaiser Napoleon wird das Kurfürstentum Bayern um Franken und Schwaben vergrößert und der bayerische Kurfürst Max IV. Joseph zum König (Max I.) ausgerufen. Bayern hat damit die Größe des heutigen Staatsgebietes erreicht, ist jetzt Königreich und München Königliche Haupt- und Residenzstadt. |
| 1810 | Die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig, des späteren Königs Ludwigs I., mit Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober und ein hierbei veranstaltetes Pferderennen auf einer Wiese vor der Stadt (später "Theresienwiese") werden Anlass für eine jährliche Wiederholung dieses Festes, 1819 erstmals unter städtischer Leitung, des in aller Welt bekannten "Oktoberfestes". |
| 1817 | Bayern schließt mit dem heiligen Stuhl in Rom ein Konkordat. Unter anderem wird festgelegt, dass der seit 1803 verwaiste Bischofssitz von Freising nach München verlegt und das Bistum zum Erzbistum erhoben wird. Die Münchner Frauenkirche wird erzbischöfliche Kathedrale ("Dom"). Im Jahr darauf wird der erste Erzbischof von München und Freising vom König ernannt und vom Papst bestätigt. |
| 1818 | Das Königreich Bayern erhält die erste konstitutionelle Verfassung, die sich ein großer deutscher Staat gegeben hat. Gleichzeitig erscheinen ein Edikt über die protestantische Gesamtgemeinde, ein Edikt über das Indigenat (Staatsbürgerschaftsrecht) - es bleibt bis 1871 in Kraft -, und ein Edikt über die Freiheit der Presse und des Buchhandels. Von letzterer waren allerdings alle politischen Zeitungen und periodischen Schriften politischen und statistischen Inhalts ausgenommen. |
1825- 1848 | | Regierungszeit von König Ludwig I., einem der größten deutschen Kunstinitiatoren, den man auch als den Schöpfer des neuen München bezeichnet: Ihm verdanken die Ludwigstraße, der Odeonsplatz und der Königsplatz ihre Entstehung, ebenso die Residenzbauten am Hofgarten und am Max-Joseph-Platz, die Alte und die Neue Pinakothek, mehrere Kirchen, die Feldherrnhalle, das |  Die
Feldherrnhalle | Siegestor und die
Ruhmeshalle mit der Bavaria über der Theresienwiese. Aber
auchder Bau der ersten deutschen Eisenbahnlinie von Nürnberg nach Fürth 1835 und der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals 1838-1845 sind ihm zu verdanken. 1848 musste er wegen der Affäre mit einer angeblich spanischen Tänzerin abdanken. Wie schon in seinen Kronprinzenjahren vor 1825 setzte er seine Bautätigkeit und sein Mäzenatentum auch nach 1848 bis zu seinem Tod 1868 fort. |
| 1826 | Die 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut in Ingolstadt gegründete Universität, die 1800 unter Kurfürst Max IV. Joseph von dort nach Landshut verlegt worden war, zieht um nach München und trägt seitdem nach ihren beiden Gründern den Namen Ludwig-Maximilians-Universität. Im selben Jahr feierliche Einweihung der Synagoge an der Westenriederstraße. |
| 1835 |
Gründung der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, heute vereinigt mit der Bayerischen Vereinsbank zur HypoVereinsbank. |
| 1836 | Eröffnung der Alten Pinakothek für altdeutsche Malerei mit 1300 Bildern, die verschiedene Zweige des Hauses Wittelsbach in ihren ehemaligen Residenzen Düsseldorf, Mannheim und Zweibrücken zusammengetragen hatten und die hier zusammengeführt wurden.
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| 1839 | Erstmals fährt von München aus eine Eisenbahn. Sie kommt vorläufig auf der Strecke nach Augsburg bis Lochhausen, wenige Kilometer vor München.
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| 1847 | Gründung der Maschinenfabrik Maffei, später mit der Firma Krauss zu Krauss-Maffei vereinigt.
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| 1848 | Revolution mit Rücktritt von König Ludwig I. und Übernahme der Regierung durch seinen Sohn Maximilian II. Bayern erhält als erstes deutsches Land die Pressefreiheit und Geschworenengerichte. Die Sitzungen des Magistrats der Stadt München sind ab jetzt öffentlich.
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| 1850 |  Stich vom Transport der Bavaria | Enthüllung der Bavaria über der Theresienwiese.
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| 1853 | Eröffnung der Neuen Pinakothek für Malerei des 19. Jahrhunderts. Nach starken Kriegszerstörungen 1944 wurde das Gebäude 1975/81 durch einen Neubau ersetzt.
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| 1854 | Erste allgemeine deutsche Industrieausstellung. Der Aufstieg Münchens zur Messestadt beginnt.
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| 1857 | Die Erfindung der Weißwurst in diesem Jahr in einer Gaststätte am Marienplatz darf in das Reich der Fabel verwiesen werden.
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| 1860 | Gründung des TSV (Turn- und Sport-Vereins) 1860. Erst 1902 erhält der Verein auch eine Fußballabteilung.
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1867- 1908 | | Bau des Neues Rathauses am Marienplatz. Sein 85 Meter hoher Turm wurde 1899 bis 1905 errichtet und mit einem Glockenspiel ausgestattet, dem fünftgrößten Europas, mit 43 Glocken. Es stellt Szenen aus der Stadtgeschichte dar (oben: Turnier bei der Hochzeit Herzog Wilhelms V. mit Renata von Lothringen 1568; unten: Schäfflertanz). |  Bau des Neuen
Rathauses |
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| 1868 | Eröffnung der Technischen Hochschule, heute Technische Universität. |
| 1882 | Erste Stromübertragung der Welt von Miesbach nach München durch Oskar von Miller anläßlich der 1. Internationalen Elektrizitätsausstellung.
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| 1887 | Weihe der Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße von Albert Schmidt im neuromanischen Stil erbaut. Mit 1000 Männer- und 800 Frauenbetstühlen war die Münchner Synagoge die drittgrößte ihrer Zeit in Deutschland.
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| 1896 | Erster Fußballverein "Terra Pila" (= wörtlich Erdkugel oder Erdball = Ball, mit dem man auf dem Boden spielt) gegründet. Er wurde vorwiegend von Gymnasiasten und Studenten getragen, daher der gelehrte lateinische Name. 1900 wurde bereits der FC Bayern-München gegründet und 1902 legte sich der TSV 1860 eine Fußballmannschaft zu.
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| 1899 | Die erste Fahrprüfung der Welt mit Ausgabe von Führerscheinen findet in München statt und die geprüften Automobile erhalten die ersten Zulassungsnummern der Welt.
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