|
||||
Hier schreibt der OB
30.08.2010 Praterkraftwerk: Klima- und Landschaftsschutz im EinklangUm ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen, bis 2025 den gesamten Münchner Strombedarf aus Erneuerbaren Energien zu decken, nutzen die Stadtwerke München (SWM) alle vorhandenen Potentiale – in ganz Europa, aber auch in München. Jetzt konnten sie mit dem Praterkraftwerk ein Projekt in Betrieb nehmen, das richtungweisend dafür ist, wie die Ziele des Klimaschutzes und des Natur- und Landschaftsschutzes in Einklang gebracht werden können. Die unsichtbare , geräusch- und emissionslose Erzeugung von 10 Millionen Kilowattstunden Ökostrom mitten in München ist möglich, weil sich das eigentliche Kraftwerk inklusive der Turbinenanlage unter der Flusssohle befindet. Zur ökologischen Stromerzeugung nutzt es die Kraft des Wassers, die durch das natürliche Gefälle von etwa 9 Metern an dieser Stelle der Isar entsteht. Am linken Ufer oberhalb des Praterwehrs wird das Wasser der Großen Isar in das Einlaufbauwerk abgeleitet, wo es über eine unterirdische Druckleitung unter dem Flussbett zum Krafthaus geführt wird. 34.000 Liter Isarwasser pro Sekunde fließen durch den unterirdischen Stollen, um an seinem Ende eine High-Tech-Turbine anzutreiben. Nach außen ist das Praterkraftwerk lediglich durch einen Zugang und eine kleine Trafostation am linken Ufer und durch die Absperreinrichtungen am Einlaufbauwerk zu erkennen. Der Naturraum mit dem natürlichen Baumbestand sowie das städtebauliche Ensemble im Bereich der Maximiliansbrücke wurden so weit wie möglich im ursprünglichen Zustand belassen. Mit seiner Gesamtleistung von 2,5 MW wird es jährlich rund 10 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugen; genug, um ca. 4.000 Münchner Haushalte versorgen zu können. Rund 9.000 Tonnen Kohlendioxid können die SWM und Green City Energy, die für den Bau und Betrieb die Praterkraftwerk GmbH gegründet haben, so jährlich im Vergleich zur Stromerzeugung in einem herkömmlichen Steinkohlekraftwerk einsparen. Um der Verantwortung für die Umwelt Rechnung zu tragen, sichern festgelegte Mindestwassermengen den Erhalt der Gewässerökologie. So werden alle Anforderungen der Fischerei und Fließgewässerökologie zum Schutz von Fischen erfüllt. Das Praterkraftwerk stellt keine Beeinträchtigung für im und am Wasser lebende Tiere dar. Bei der Nutzung des Isarwassers werden die Mindestwassermenge der Kleinen Isar und die besonders sensible Situation der Isar an der Maximiliansbrücke berücksichtigt. Auch die Speisung der Stadtbäche hat weiterhin absoluten Vorrang und die Abgabe von Wasser über die Kaskaden ist gesichert. Mit dem Praterkraftwerk verfügen die SWM über elf Wasserkraftwerke in und um München. Weitere wichtige Projekte zur Nutzung der Erneuerbaren Energien in München und der Region sind z. B. die Modernisierung der Wasserkraftwerke Isar 1 und 2 sowie der Bau der Geothermieanlage in Sauerlach. Sie ergänzen Projekte der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien weit außerhalb der Region, dort, wo Wind und Sonne eine günstigere Energieausbeute zulassen: Offshore-Windparks in der Irischen See und in der Nordsee, Onshore-Windparks in Deutschland und Solarthermie-Großkraftwerke in Rothenburg/Oberlausitz und Lauingen/Donau sowie in Andalusien.
Übrigens: Für Fragen, Anregungen und Kritik können Sie sich auch direkt an Oberbürgermeister Ude wenden.
|
||||
|
[482]
|
Weitere Metropol-Webseiten: Berlin | Hamburg | Köln
© 2010 Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG
Ein Service der Landeshauptstadt München und der Stadtwerke München GmbH
