Raum für Natur
Erholungsraum
Wald
"Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden.
Und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen, doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden."
(Erich Kästner)
Alle Wälder laden zur Erholung ein. Besucherinnen und Besucher bitten wir,
den Naturraum Wald zu bewahren und auf einige Dinge zu achten:
Forst
Kasten
Der Stiftungswald Forst Kasten, südwestlich an München angrenzend, verfügt
über 840 Hektar naturgemäß bewirtschaftete Flächen und artenreiche
Waldränder.
Erholungssuchenden stehen 50 Kilometer Wanderwege, 7,5 Kilometer gesandete Radwege
und asphaltierte Wege zur Verfügung. Auch beschilderte Reitwege ziehen sich
durch das Gebiet.
An Infotafeln erhält man einen Überblick über Wander- und Spazierwege,
Wanderparkplätze und Anfahrtmöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
der Wald ist aus West und Ost gut erreichbar (S6 Stockdorf, U3 Fürstenried
West und Bus 266 bis Haltestelle Laubenweg).
Zahlreiche Ruhebänke laden zur Rast ein. Die Preysingsäule ist einen
Besuch wert und das gemütliche Wirtshaus Forst Kasten mit Biergarten bietet
neben Speis und Trank ein Maislabyrinth und einen Duft- und Krautgarten für
die Kleinen an. Die Pachterträge kommen der Heiliggeistspital-Stiftung zugute.
Und wenn Revierförster Josef Wöhrle Zeit findet, kann auch eine kleine
Führung durch die gut erhaltene Forstwerkstatt mit zahlreichen alten Förster-Werkzeug
gebucht werden (ab einer organisierten Gruppe von 10 Personen).
Kontakt
Revierförster Josef Wöhrle
Tel. (089) 85 73 337
Fax (089) 85 62 343
forstverwaltung.kom@muenchen.de
Pupplinger
Au
In diesem intensiv genutzten Erholungsbereich der Münchner werden die städtischen
Waldflächen intensiv gepflegt. Ergebnis ist das Vorliegen eines stabilen,
gemischten und in seiner ökologischen Vielfalt beeindruckenden Waldaufbaus.
Die Palette reicht von Schneeheide-Kiefernwäldern im Isarau-Bereich über
edellaubholzreiche Schluchtwaldgesellschaften bis zu ausgedehnten buchenreichen
Mischwaldbeständen entlang der Kuppen und Hänge der Moränenzüge.
Hier kann der natursuchende Großstädter seltene Tier- und Pflanzenarten
in reichhaltiger Auswahl erleben.
Kontakt
Revierförster Ernst Barthels
Tel. (08020) 90 57 13 - 30
Fax (08020) 90 57 13 - 21
forstverwaltung.kom@muenchen.de
Riemer
Wald
Der Riemer Wald - ein echter Wald kein Park - bietet ein gutes Beispiel für
die Wertleistung des Waldes als Erlebniswelt und Erholungsraum für Bürger
des Ballungsraumes München.
In seiner naturnahen Ausprägung steht er als herkömmliches Landschaftselement
neben dem neu gestalteten Landschaftspark.
Als ökologische Ausgleichsfläche wurde er, beginnend 1995 in zwei
Pflanzabschnitten auf dem ehemaligen Flugplatzgelände verwirklicht. Nach
eingehender Bodenuntersuchung pflanzte die Forstverwaltung auf den insgesamt
15 Hektar Erstaufforstungsfläche standortheimischen Wald, davon
8,5 Hektar Eichen-Hainbuchen-Linden-Wald,
4,4 Hektar Eichen-Kiefern-Wald und
2,1 Hektar Waldränder mit 20 verschiedenen Baum- und Straucharten.
Um die zwei- bis dreijährigen und 50 bis 80 Zentimeter großen Setzlinge
gegen Hitze, Frost und austrocknenden Wind zu schützen, wurden schnellhochwachsende
Birken als robuste Pioniere und als Schutzschirm dazwischen bepflanzt.
Die knapp 100.000 Jungpflanzen haben seither vielen Gefahren getrotzt, sich
gegen Graskonkurrenz, Mäuse, Insekten und sogar eingebrochene Schafe behauptet.
Das Blütenmeer entlang der Waldränder ist im Frühjahr eine üppige
Bienenweide, die beerentragenden Sträucher gegenwärtig eine reichhaltige
Nahrung für zahlreiche Vogelarten. Hase, Rebhuhn, Fasan und Fuchs finden
Unterschlupf in den vielgestaltigen Waldstrukturen.
Wanderwege schlängeln sich jetzt schon, gesäumt von bunten Magerrasenstreifen
durch die abwechslungsreiche Waldparzellen und sollen später Erholungssuchenden
aus den umliegenden Wohnbereichen Naturerlebnis und Entspannung ermöglichen.
Die Neuanlage von Waldflächen dient unmittelbar der Kohlendioxid-Bindung.
Beim Wachstum von einem Kubikmeter Holz wird eine Tonne Kohlendioxid entzogen,
davon werden 250 Kilo als Kohlenstoff im Holz festgelegt und 750 Kilo als Sauerstoff
freigesetzt - ein weiterer Beweis für die Vielseitigkeit des grünen
Schatzes der Stadt.
Markanter Bestandteil des Riemer Waldes ist der Frauenwald 2000. Er wurde im
Jahr 2000 in Form eines indianischen Medizinrades vom Verein Waldforum e.V.
gepflanzt und ist 2000 Frauen gewidmet. Er wurde gepflanzt aus Kiefern (Rad
und Speichen), sowie Eichen, Linden, Hainbuchen und Birken (Zwischenfelder)
- als lebendes Denkmal für die heilenden und kreativen Leistungen von Frauen.
Kontakt
Revierförster Thomas Mayr
Tel. (089) 85 60 98 34
Fax (089) 85 62 34 3
forstverwaltung.kom@muenchen.de