Begründung der Jury

Wissenschaftspreis 2006


Rudolf Heinz und Heike Schmidt

Der Wissenschaftspreis 2006 der Landeshauptstadt München wird Rudolf Heinz und Heike Schmidt der TU München für ihre Sonderdiplomarbeit "München und der Nationalsozialismus: Architektur gegen das Vergessen - 10 Projekte im Umgang mit dem Nationalsozialismus" zuerkannt. Diese Diplomarbeit wurde am Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung an der Fakultät für Architektur der TUM von Prof. Hannelore Deubzer betreut.  Die Jury hat sich nach ausführlicher Diskussion für diese Arbeit entschieden, die in überzeugender Weise die Zielsetzung des Wissenschaftspreises, nämlich den besonderen Bezug zur Münchner Stadtkultur, erfüllt. Die Jury hat nicht nur die ausgezeichnete Qualität und die anschauliche Darstellung der Arbeit hervorgehoben, sondern auch die umfassende Bearbeitung des Themas gewürdigt. Die Arbeit befasst sich zunächst im Rückblick anschaulich mit der besonderen Stellung des Nationalsozialismus in München. Ausgehend von einer übersichtlichen und ansprechenden Präsentation und Analyse von 10 deutschen, aber auch internationalen Projekten im Umgang mit dem Nationalsozialismus entwickeln die beiden Diplomanden zum Abschluss einen beeindruckenden Vorschlag für einen 'Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit Bibliothek der verbrannten Bücher und Dokumentation der Täter' im Rahmen eines für München geplanten Dokumentationszentrums. Nach Meinung der Jury ist es Heike Schmidt und Rudolf Heinz in ihrer Arbeit im Fachbereich Architektur besonders anschaulich gelungen, einen Beitrag zur Münchner Stadtkultur zu leisten.

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