Artothek

Blick in die Artothek Die Artothek bei der Ausstellung »Neueste Deutsche Abstraktion«

Wir über uns

Die Münchner Artothek wurde 1986 nach dem Vorbild bereits bestehender Artotheken in Köln und Berlin gegründet. Diese hatten sich am Beispiel ähnlicher Institute in Skandinavien und den Niederlanden orientiert, wo seit den zwanziger Jahren Kunst verliehen wurde. Heute gibt es in Deutschland über 150 Artotheken. Die Idee kulturelle Bildung vielen Menschen zu vermitteln, unabhängig von deren finanziellen Möglichkeiten, hat sich erfolgreich bewährt.

Kunstverleih heißt zunächst Künstlerförderung. Der Münchner Artothek steht ein jährlicher Etat zur Verfügung, von dem Werke vorwiegend ortsansässiger Künstler angekauft werden. Welche Werke erworben werden, darüber entscheidet eine Ankaufskommission, der mehrheitlich Persönlichkeiten aus der Kunstszene, aber auch einige Stadträte angehören. Dieser Kommission ist es zu verdanken, dass die Kunstsammlung der Artothek mit etwa 1500 Exponaten nicht nur eine der umfangreichsten Deutschlands, sondern vielleicht auch die anspruchsvollste sowie interessanteste ist.

Die Kunstsammlung der Artothek umfasst Werke unterschiedlicher Strömungen. Das Nebeneinander der Stilrichtungen, wie es sich auf dem Kunstmarkt darstellt, spiegelt sich in der Sammlung wieder. Gefördert werden junge Absolventen der Kunstakademie ebenso wie arrivierte, in der Region, nicht selten auch international bekannte Künstler.

Künstlerförderung ist die eine, die Förderung eines jungen Kunstpublikums die andere Aufgabe, der sich die Artothek stellen will. Was darf die Artothek von ihren Leihkunden erwarten? Zunächst Interesse. Und die Offenheit, sich auf die neue Kunst einzulassen, auszuprobieren, zu experimentieren. Die modernen Bilder zu Hause auf sich wirken zu lassen, auch die Reaktionen der anderen, der Freunde, des Besuchs zur Kenntnis zu nehmen. Wo gibt es die Gelegenheit, sich Gewissheit zu verschaffen, ob ein Bild wirklich, auch dauerhaft gefällt? Eben über die Artothek. Hier ist Spontaneität bei der Auswahl gefragt, direktes Draufzugehen. Sich heranwagen an das Fremde, das man nicht versteht, wie man glaubt. Mit der Dauer der Beschäftigung, mit der Routine wächst die Sicherheit. Vorlieben werden deutlicher oder verändern sich. Häufig wächst nun der Wunsch ein Bild zu erwerben. Das Bild eines bestimmten Künstlers, einer bestimmten Stilrichtung, die man jetzt favorisiert. Die Artothek ermöglicht die Begegnung mit den Künstlern, arrangiert Atelierbesuche, ermutigt zum Kauf.

Die Artothek ist auch eine städtische Galerie. Gezeigt wird, angelehnt an das Gesamtkonzept, hauptsächlich lokale Kunst. Das Prinzip der Offenheit für alle Stilrichtungen, das die Sammlung auszeichnet, wird auch bei den Ausstellungen beibehalten. Die Räume werden genützt für Einzelpräsentationen ebenso wie für Themenausstellungen mit der Beteiligung mehrerer Künstler. Häufig finden sich Bilder der Ausstellung später in der Sammlung wieder.

Die Münchner Artothek versucht ein Klima der Offenheit und der Vielfalt der Meinungen zu fördern. Sie will kein Ort der Beliebigkeit sein, kein Vereinsheim, aber doch ein Ort für jeden, der gute Kunst sucht oder geben kann.

Artothek & Bildersaal

Rosental 16
80331 München


Telefon:
089 23269635
E-Mail:

Erreichbarkeit

Zugang ebenerdig von der Ecke Rosental / Oberanger
Kein barrierefreies WC
2 Behindertenparkplätze am Rindermarkt 17 sowie in der Tiefgarage Oberanger

Öffnungszeiten

Mittwoch: 14:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 bis 19:30 Uhr
Freitag: 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 9:00 bis 13:00 Uhr

Eintritt frei