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Jahresvorschau Ausstellungen 2011 im Jüdischen Museum
Broschüre des Jüdischen Museums (
PDF-Datei)
Information in English
Mehr als 78 Jahre nachdem die Idee für ein Jüdisches Museum in München erstmals geäußert worden war, ist das neue Haus fertiggestellt. Als drittes Gebäude auf dem St.-Jakobs-Platz neben Hauptsynagoge und Gemeindehaus der Israelitischen Kultusgemeinde errichtete die Landeshauptstadt München ein Jüdisches Museum.
Nach dem Entwurf der Architekten Wandel Hoefer Lorch (Saarbrücken) ist das Museumsgebäude als frei stehender Kubus mit einer Blickachse zum gegenüber liegenden Münchner Stadtmuseum konzipiert. Das umlaufend verglaste, transparente Foyer ist das Schaufenster des Museums und präsentiert sich auch nach außen als öffentlicher Raum. Mit der Besucherinformation, der Museumsbuchhandlung - einer Filiale der renommierten „Literaturhandlung“ - und einer Café-Bar ist es zentrale Anlaufstelle für die Besucher.
Die drei Galerieebenen mit insgesamt 900 Quadratmetern werden mit flexiblen und sich häufig wandelnden Ausstellungen bespielt. Somit kann das Museum immer neue Fragen der Gegenwart und Zukunft aus dem Wissen des Vergangenen heraus thematisieren, interpretieren und zur Diskussion stellen und seine Rolle im kulturellen Leben der Stadt aktiv wahrnehmen. Jede Galerieebene beinhaltet einen Vertiefungsraum wie Bibliothek oder Learning Center, der es dem Besucher erleichtert, Antworten auf seine Fragen zu finden.
Bereits 1928 haben sich in München einige an jüdischer Geschichte und Kultur Interessierte mit dem Vorhaben zusammengefunden, ein Jüdisches Museum in München zu errichten. Knapp zwei Jahrzehnte nach der Schoa griff der langjährige Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Hans Lamm, diese Idee wieder auf, ohne sie jedoch zum Ziel führen zu können.
Der entscheidende Anstoß für das nun unmittelbar vor seiner Realisierung stehende Jüdische Museum ging in den 1980er Jahren von einer engagierten Privatperson aus: Der Galerist Richard Grimm eröffnete in der Maximilianstraße ein privates Jüdisches Museum, das sich in den Folgejahren trotz seiner Kleinheit auf 30 Quadratmetern zu einem viel besuchten Ort der Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur entwickelte und zudem das Fehlen einer solchen Einrichtung in öffentlicher Trägerschaft deutlich vor Augen führte. Nach zehn Jahren wurde das Provisorium aus finanziellen Gründen aufgelöst. Die Israelitische Kultusgemeinde nahm die Sammlung Grimm auf und stellte eine Übergangslösung in der Reichenbachstraße 27 zur Verfügung. Bis Frühjahr 2006 organisierte schließlich das Münchner Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Ausstellungen und Veranstaltungen in den Räumen.
Die Pläne der Israelitischen Kultusgemeinde, ihre neue Hauptsynagoge und das Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz zu errichten, eröffneten schließlich die reale Chance auf Verwirklichung des städtischen Projektes. Im März 2003 berief der Münchner Stadtrat den Kulturwissenschaftler Bernhard Purin zum Gründungsdirektor des Jüdischen Museums München und beauftragte ihn mit der inhaltlichen Konzeption, die er seit 2004 mit einem wissenschaftlichen Team realisiert.
Sankt-Jakobs-Pl. 16
80331 München
Zugang ebenerdig, Lifts in alle Stockwerke.
Parkhäuser Schranne und Oberanger, 1 Platz Prälat-Zistl-Straße 20, 1 Platz Rosental 6.
Barrierefreies WC im UG, Schlüssel an der Garderobe im UG.
Roll- und Klappstuhlverleih.
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Montags und an folgenden Tagen ist das Museum geschlossen:
Rosch HaSchana (29. September 2011)
Jom Kippur (8. Oktober 2011)
24. / 25. Dezember / 31. Dezember / 1. Januar
Faschingsdienstag (21. Februar 2012)
Eintrittspreise
Erwachsene: 6 Euro, ermäßigt: 3 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei