Rathausgalerie

60 Jahre Seerosenkreis, Literatur, Kabarett und Bildende Kunst

Ein Jubiläum im Jubiläumsjahr der Stadt München

Die Künstlervereinigung 'Seerose' wurde als Stammtisch im Schwabinger Lokal 'Seerose' gegründet, 'Gründungsväter' waren u. a. der Schauspieler Gustl Weigert, der Dichter Peter Paul Althaus und der Maler Hermann Geiseler. Die Seerose ist bis heute kein Verein, sondern nach ihrem Selbstverständnis eine offene Gruppierung, so etwas wie eine Künstlerheimat von durchaus 'familiärem' Charakter, mit 'Vätern' - wie seit 20 Jahren der Bildhauer Baldur Geipel. Die bildenden Künstler vergeben seit nun über 40 Jahren alljährlich den von der Stadt München finanzierten Seerosenpreis und seit einigen Jahren den Wanderpreis Seerosenring, vergeben bisher an Erhard Paskuda, Hans-Jörg Dürrmeier, Manfred Mayerle, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Franz Forchheimer, Konrad Hetz.

Seit längerer Zeit haben die literarischen Seerosianer eine eigene Entwicklung genommen. Seit einigen Jahren allerdings bahnen sich wieder Begegnungen an, u.a. anlässlich der alljährlichen Verleihung des Seerosen Wanderrings sowie - mit begleitenden literarischen Veranstaltungen - bei Ausstellungen der Seerosen-Künstler im Oberdiessener Museum des 2003 verstorbenen Seerosianers, Malers und Galeristen Oswald Malura. In der Galerie Malura in der Schwabinger Leopoldstrasse hatten in der Nachkriegszeit die ersten Kunstausstellungen der Seerose stattgefunden, in seiner Wohnung in der Kaulbachstrasse viele Veranstaltungen der „Traumstadt“ (Peter Paul Althaus) der Seerosianer. Erstmals finden sich nun die beiden Seerosenkreise Literatur und Bildende Kunst wieder zusammen zu einer gemeinsam geplanten Ausstellung mit Programm aus Anlass der Gründung der Seerose vor 60 Jahren.

Ausstellung und Programm sind auch eine Reverenz einer der ältesten Münchner Künstlervereinigungen an die Stadt München zu ihrem 850. Geburtstag. Das 55-jährige Bestehen hatte der Seerosenkreis Bildende Kunst mit einer Ausstellung in der Rathausgalerie München gefeiert, die einen Überblick über die Maler der ersten „Seerosen-Generation“ von 1948 bis 1968 gab. Das 60. Seerosenjubiläum feiern Bildende Kunst und Literatur gemeinsam mit einem literarisch-kabarettistisch-musikalischen Programm und einer Werkschau der derzeit „aktiven“ Maler und Bildhauer. Bilder und Skulpturen von 38 Münchner Künstlerinnen und Künstlern werden gezeigt – von Ingo Glass, Hans Marek, Hans Friedrich, Sabine Henning, Konrad Hetz, Walter Grill, Klaus Dieckhoff, Manfred Mayerle, Angelika Harzer, Reinhard Fritz, Irene Hallmann-Strauss, Erich Auer, Waltraud Bücking, Ortfried Engler, Gabriele Huber-Thoma, Charlotte Dietrich, Jo Anne Marschall, Guido Zingerl, Elke Lausberg, Sylvie de Muralt, Erhard Paskuda, Hubert Maier, Gabriele Stolz, Ninon Voglsamer, Baldur Geipel, Jürgen Reipka, Tobias Krug, Ernst Krebs, Ernst Strom, Christoph Haußner, Winfried Zehetmeier, Carl Meurer, Helmut Kästl, Brigitta Rambeck, Peter Tomschiczek, Franz Weber-Berg, Wolfgang Dietrich.

Andrew Malura hat ein Filmprogramm aus alten Filmen in Schwabinger Künstlerateliers aus dem Archiv seines Vaters Oswald Malura zusammengestellt.

Der große Münchner Fotograf Stefan Moses hat bisher unveröffentlichte Fotos aus den 1950er Jahren zur Verfügung gestellt als eine kleine Reverenz an den Traumstadtgründer Peter Paul Althaus (1892-1965) an seinem alten Seerosenstammtisch und in seiner „Kissengruft“ zum 'Sechzigsten' der Seerose.

Zur Ausstellung erscheint ein 60seitiger Katalog, hrsg. vom Seerosenkreis und gefördert vom Kulturreferat, mit der Geschichte des Seerosenkreises von 1948 bis heute von Brigitta Rambeck und Beiträgen der elf literarischen Seerosianer sowie mit Bildern und Porträtfotos aller ausgestellten Künstler und Literaten.

Veranstaltungen

Freitag, 14. März, 18:00 Uhr
Vernissage und literarisch-musikalische Veranstaltung:
Susanne Brantl mit den 'Isarperlen', Barbara Bronnen, Gert Heidenreich, Dagmar Nick, Maria Peschek, Brigitta Rambeck, Anatol Regnier, Asta Scheib, Albert von Schirnding, Walter Zauner.

Montag, 31. März, 19:00 Uhr
Satire, Ironie, Humor – mit Uli Bauer, Maria Peschek, Max Uthoff, Walter Zauner und den Wellküren.

Mittwoch, 02. April, 19:00 Uhr
Anatol Regnier liest aus seiner Frank Wedekind-Biographie (angekündigt für September 2008), Gunna Wendt aus 'Franziska zu Reventlow' (erscheint am     22.April 2008), Ruprecht Wimmer erzählt u.a. vom 'Schwabinger' Thomas Mann, der  eine Weile im Haus der Gaststätte 'Seerose' wohnte. Musik von Susanne Weinhöppl.

Donnerstag, 03. April, 19:00 Uhr
Über Fragen und Thesen zum Theater heute und gestern sprechen Joachim Kaiser, Michael Skasa und Christine Dössel.

Samstag, 05. April, 19:00 Uhr
Seerose – gestern, heute – morgen? - mit der Schwabinger Gisela, Gisela     Schneeberger, Toni Waas, Michael Schwarzmaier,  Irene Hallmann-Strauss, Albert Sigl, Sarah Hakenberg, Andrew Malura und den Seerosianern Maria Peschek, Brigitta Rambeck, Anatol Regnier, Asta Scheib, Dagmar Nick, Michael Skasa, Walter Zauner und Winfried Zehetmeier.

Sonntag, 06. April, 17:00 Uhr
Finissage – mit 'Canto dei Sass' und den 'Blue Dawgs'.

Ausstellungsdauer

15. März bis 6. April 2008

Eintritt frei

Begleitveranstaltungen (außer Vernissage und Finissage) 8 Euro

Rathausgalerie | Kunsthalle

Marienpl. 8
80331 München


Telefon:
089 233-28408
E-Mail:

Erreichbarkeit

Zugang von Marienhof 1 Stufe, Klingel 85 cm hoch, Peronal hilft. Vom Prunkhof 4 Stufen.
7 Behindertenparkplätze an der Schrammerstraße 3, 3 Plätze an der Burgstraße 7, 1 Platz an Sparkassenstraße 17, 3 Plätze Tal 1, 2 Plätze Tal 2. Barrierefreies WC im Prunkhof.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 11:00 - 19:00 Uhr während den Ausstellungen

Eintritt frei

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