
Das Projekt „Grammatik des Buches“ widmet sich mit drei Ausstellungsformaten der facettenreichen Auseinandersetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit dem Medium Buch. Nach der Eröffnung der Rauminstallation von Martin Wöhrl „Temporäre Präferenzbibliothek“ im Verein für Original-Radierung (noch bis 12. November) und künstlerischen Interventionen in vier Antiquariaten (noch bis 30. Oktober bzw. 12. November) wird nun am 19. Oktober in der Artothek, Bildersaal der dritte Schwerpunkt des Projekts eröffnet: Unter dem Ausstellungstitel „Schluss.Zeichen – Formen der Dekonstruktion des Buches“ setzen sich die international tätigen Künstlerinnen und Künstler Albert Coers (Berlin), Jean-Pascal Flavien (Berlin)/Julien Bismuth (New York), Loek Grootjans (Breda) und Jovana Popic (Berlin) mit dem Medium Buch als Instrument der Wissensvermittlung und dem Verschwinden des Buches und den damit verbundenen Werte- und Wissenssystemen auseinander.
Albert Coers (geboren 1975) löst dabei in der raumbezogenen Installation im Schaufenster der Artothek Bücher von ihrer ursprünglichen Funktion. Jean-Pascal Flavien (geboren 1971) und Julien Bismuth (geboren 1973) entwickelten gemeinsam eine neue Version des Projekts „no drama book store“ und thematisieren auf poetische Weise die intime Beziehung von Menschen zu Büchern. Die Installation umfasst unter anderem Besuche einer Ziege. Der Künstler und Philosoph Loek Grootjans (geboren 1955) zeigt unter anderem einen Brief aus Riad, in dem der Künstler aufgefordert wird, seine umfangreiche Bibliothek zu verbrennen, zusammen mit deren Asche. Und Jovana Popic (geboren 1977) erzählt in einem Video mit minimalen Mitteln von Krieg, seinen Folgen und von der Abwesenheit der Menschen.
Die Ausstellung „Schluss.Zeichen – Formen der Dekonstruktion des Buches“ wird am Dienstag, 19. Oktober 19 Uhr – mit einer Performance von Jean-Pascal Flavien, Julien Bismuth und einer Ziege – eröffnet. Sie ist vom 20. Oktober bis 6. November, Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr in der Artothek, Bildersaal – Kunstverleih und Galerie, Rosental 16, zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen zur Artothek sind unter www.muenchen.de/artothek und das ausführliche Programm zu „Grammatik des Buches“ unter www.radierverein.de ersichtlich. Informationen für die Presse sind unter E-Mail schneider@radierverein.de oder Telefon 0163-278 8031 erhältlich.