
Eine Vortragsreihe des NS-Dokumentationszentrums München und
der Münchner Volkshochschule (MVHS) ab 5. Oktober 2011
beschäftigt sich mit den 1920er Jahren in München. In diese
Zeitspanne fällt die Gründung und die Etablierung der NSDAP.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums
beleuchten in den insgesamt vier Vorträgen die Hintergründe
dieser Entwicklung. Sie untersuchen, wie die NSDAP ausgerechnet in
München entstehen sowie Zulauf und Unterstützung finden
konnte. So entwirft die Historikerin Dr. Susanne Meinl in ihrem Vortrag
am Mittwoch, 5. Oktober, anhand ausgewählter Biographien ein Bild
der „Sternecker Gruppe“, der Münchner Keimzelle der
NSDAP. Die Rolle der Münchner Polizei beim Hitler Putsch 1923
analysiert Dr. Joachim Schröder am Mittwoch, 2. November. Dr.
Edith Koller zeigt am Donnerstag, 26. Januar 2012, die Formen des
Antisemitismus im München der Zwanziger Jahre auf. Dr. Ulla-Britta
Vollhardt greift am Donnerstag, 16.Februar, die zum Teil von
München aus orchestrierte Medienkampagne von der „Schwarzen
Schmach“ auf. Mit dieser Hetzparole wurden im Zusammenhang mit
der Besetzung des Rheinlandes durch die Alliierten rassistische
Vorurteile geschürt.
Die Vorträge knüpfen an die MVHS-Vortragsreihe
„München und der Nationalsozialismus“ an. Sie bieten
die Möglichkeit, sich über ein dunkles Kapitel der
Münchner Stadtgeschichte zu informieren und Aspekte
kennenzulernen, die bisher weniger bekannt sind. Zugleich können
interessierte Münchnerinnen und Münchner einen Einblick in
die Forschungsergebnisse der verschiedenen Arbeitskreise des
NS-Dokumentationszentrums gewinnen. Es ist geplant, die Kooperation
zwischen NS-Dokumentationszentrum und MVHS fortzusetzen und im
nächsten Semester die 1930er Jahre zum Schwerpunkt einer
Vortragsreihe zu machen. Alle Vorträge finden im Raum 0.131 der
MVHS im Gasteig, Rosenheimer Straße 5, statt. Beginn ist jeweils
um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen unter: www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de/veranstaltungen.
Pressekontakt: Peter Oberstein, NS-Dokumentationszentrum, Telefon: 233
– 28084; Susanne Lößl, MVHS, Telefon: 48006 –
6188.