

Auf
Einladung des Bezirksausschusses 9 Neuhausen-Nymphenburg fand vom 17.
bis 24. Juli nach vier Jahren wieder eine gemeinsam mit dem
Kulturreferat ausgerichtete Stadtteilwoche in Neuhausen-Nymphenburg
statt.
Es beteiligten sich 414 Vereine, Institutionen,
soziale und kirchliche Einrichtungen,
Einzelkünstlerinnen/-künstler und
Künstlergruppen mit 238 Einzelveranstaltungen an 91
verschiedenen Spielorten.
Ca. 37.000 Besucherinnen und
Besucher nahmen die bei freiem Eintritt angebotenen Veranstaltungen
wahr.
Der als zentraler Veranstaltungsort, mit Zelten und Gastronomie, ausgestattete Festplatz im Hirschgarten sowie die weiteren im Stadtviertel als Spielort genutzten Einrichtungen wurden zu von den Besuchern gut angenommenen Orten für Kunst und Kultur.
Im Abendprogramm waren neben dem hochkarätigen Kabarettprogramm (die „Couplet-AG“, Katharina Herb, Josef Brustmann und Andreas Giebel) auch mehrere musikalische Highlights im Hauptzelt zu sehen: Bei der „Antoine Noah Band“, einer in Europa einzigartigen Afro-Latin-Formation, die bereits bei Carlos Santana im Vorprogramm gespielt und einige Hitparadenplatzierungen erreicht hat, konnten die Besucherinnen und Besucher auf dem eigens dafür verlegten Tanzboden selbst das Tanzbein zu schwingen. Erstmalig auf einer Stadtteilwoche waren die zur oberösterreichischen Musikerelite gehörenden „Global Kryner“ aus Wien mit ihrer alpinen Weltmusik zu Gast. Mit viel Witz und Ironie mischten die Künstler den Volldampf-Sound der „Orginal Oberkrainer“ von Slavko Avsenik mit Jazz-, Pop- und Rockelementen. Ein Abend war dem A-Cappella-Gesang gewidmet, bei dem die „Harmunichs“ und „in-voice“ auftraten. Im Zirkuszelt fand eine Lesung mit Berit Menze, Marion Boesker und Johannes Steck (Schauspieler und Synchronsprecher) aus Groschenromanen mit dem Titel „Als eine schöne Schwester falschen Liebesschwüren glaubte“ statt, die musikalisch von „Unseren Lieblinge“ begleitet wurde.
Auch für Kinder war während der Stadtteilwoche einiges geboten. Bei einem speziellen Kinder- und Familiennachmittag konnten die Kleinen an verschiedenen Mitmach-Aktionen wie z.B. einem Riesenkicker, einer Hüpfburg, Spiel und Bastelaktionen, Kinderschminken, Puppentheater und einem Kreativ-Kurs teilnehmen. Während der gesamten Stadtteilwoche wurden am Zeltplatz von der „Spiellandschaft Stadt“ Spiel- und Mitmachaktionen angeboten, an denen über 1000 Kinder teilnahmen. Am letzten Nachmittag gab es einen professionellen Liederzirkus zum Mitmachen und Mitsingen im Zirkuszelt und an drei Vormittagen wurden alle umliegenden Schulen und Kindergärten eingeladen den Mitmachzirkus „Circus Bambino“ kostenfrei zu besuchen.
Beim „Trachtentag“ am Sonntag präsentierten sich die verschiedenen Brauchtums- und Trachtenvereine aus dem Viertel. Im Anschluss an einen bunten Trachtenumzug, der durch die De-La-Paz-Straße zum Biergarten im Hirschgarten zog, wurden dort eine Bauernmesse und ein Trachtenmarkt abgehalten. Böllerschützen schossen zur Begrüßung der Gäste salut, und bis in den Nachmittag hinein präsentierten sich die Trachtenvereine, Schuhplattler, Goißlschnalzer und Trachtenkapellen auf der Bühne im Biergarten. Insgesamt genossen ca. 3500 Besucherinnen und Besucher den „Trachtentag“ mit seinen verschiedenen Angeboten.
Neben den bereits
eingeführten kulturellen Veranstaltungsorten im Viertel, wie
zum Beispiel dem „Backstage“, der
„Freiheizhalle“, dem „Cafe
Ruffini“, dem „Künstlerhof“ und
dem „Werkhaus“ konnten auch neue Räume
für die Kultur erschlossen werden:
In der
Gaststätte „Zum goldenen Hirschen“ gab es
Musikkabarett, das Blindeninstitut München bot eine
Führung, Lesungen und einen Open-Air-Kino-Abend an und die AWO
Seniorenbegegnungstätte beteiligte sich mit einer Ausstellung
und einer Lesung mit musikalischer Begleitung. In den kirchliche
Einrichtungen aus dem Stadtviertel, wie der Christuskirche und der
Stadtpfarrkirche St. Theresia und dem
„Löhe-Haus“ fanden verschiedene Konzerte
statt. Im „Cafe Freiheit“ wurden ein Filmabend und
ein Jazz-Konzert angeboten und das „Maxim Kino“
wurde neben Filmvorführungen auch für Lesungen
genutzt. „Machwerk e.V.“ veranstaltete
ein Kunstprojekt-Wochenende in seinen Räumlichkeiten
und im Gästehaus „St. Theresia“ wurden
eine Lesung und ein Konzert angeboten.
Der Rotkreuzplatz wurde
an zwei Tagen für kulturelle und informative Veranstaltungen
genutzt. Die Polizeiinspektion 42 hielt einen Präventionstag
mit verschiedenen Aktionen ab und das „Hide Out“
feierte dort sein traditionelles Bluesfest.
Zahlreiche
Künstlerinnen und Künstler öffneten
während der Stadtteilwochen ihre Ateliers und
präsentierten ihre aktuellen Arbeiten in verschiedenen
Ausstellungen.
Äußerst beliebt bei den Bürgerinnen und Bürgern waren auch die 36 angebotenen Führungen zu unterschiedlichen Stadtteilthemen und -orten, bei denen man z.B. bei diversen Geschichtsrundgängen etwas über die Historie oder Besonderheiten der Viertel Neuhausen, Gern oder Nymphenburg erfahren konnte.
Nähere Informationen zur Stadtteilwoche erteilt das „Kulturreferat, Abt. 2, Stadtteilkultur, Regionale Festivals, Veranstaltungstechnik“ unter der Rufnummer 233-28125.