Von Allach bis Zamilapark

Bild zeigt verschiedene Wappen (farbig)

Vorwort

Das Interesse an der Beschäftigung mit stadtgeschichtlichen Themen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Vor allem die Geschichte der Stadtteile, der Straßen und einzelner Häuser stößt bei den jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohnern auf immer größeres Interesse. Umso ausgeprägter ist deshalb auch das Bedürfnis nach Informationsquellen, die einerseits grundlegendes Wissen vermitteln, andererseits aber auch auf Wege verweisen, auf denen weiterführende Quellen und Literatur erschlossen werden können.
Erstmals in München versuchen nun zwei wesensverwandte Einrichtungen - die Monacensia-Bibliothek und das Stadtarchiv - mit einem zweibändigen Werk, ihre »Kunden« - Internet - Benutzer wie notorische Bücherwürmer - an die Geschichte der einstigen Münchner Vororte heranzuführen, die mittlerweile längst zu einem untrennbaren Bestandteil der Stadt geworden sind.
Die Interessierten sollen sich die wichtigsten und am häufigsten abgefragten Daten über Stadtteile, Siedlungen und Stadtbezirke im Überblick verschaffen können: Seit wann ist der jeweilige Ort nachweisbar, woher kommt und was bedeutet sein Name, seit wann gehört er zu München, in welchem Stadtbezirk liegt er heute? Über die Nummer und den Namen des Stadtbezirks lässt sich dann schließlich die wichtigste wissenschaftliche wie populäre Literatur zu dem gesuchten Ort erschließen. Voraussetzung ist natürlich, dass dieser schon einmal Gegenstand einer Untersuchung und Veröffentlichung gewesen ist, und dass die Monacensia-Bibliothek, ein Institut der Münchner Stadtbibliothek, darüber verfügt. Grundlage der vorliegenden Bibliographie sind also die Bestände der Monacensia-Bibliothek. Als »literarisches Gedächtnis der Stadt« sammelt sie alles an Gedrucktem zum Thema München. In der Präsenz-Bibliothek stehen Wissenschaftlern, Publizisten und München-Freunden ungefähr 120.000 Bände zur Verfügung. Mit der Dokumentation von Münchner Ereignissen aus Tageszeitungen, Zeitschriften und so weiter wird zudem ein besonderer Service geboten.
Das Stadtarchiv wiederum kann das wissenschaftliche Fachpublikum wie den interessierten Laien mit authentischen Quellen (Urkunden, Akten, Sitzungsprotokollen, Rechnungsbüchern) zur Landes-, Stadt- und Vorort-Geschichte bedienen, die zumeist handschriftlich, seit dem 20. Jahrhundert auch maschinenschriftlich vorliegen.
In beiden Institutionen steht für weitere Fragen Fachpersonal zur Beratung und Hilfestellung zur Verfügung. Die im vorliegenden Werk gebotenen Informationen können und sollen den ersten Einstieg in die Geschichte der Stadtteile oder ehemaligen Vororte erleichtern. Bei weitergehendem Interesse empfiehlt sich ein persönlicher Besuch der beiden städtischen Einrichtungen, aber auch die Einbeziehung weiterer in München ansässiger Bibliotheken und Archive, um deren Bestände auszuschöpfen. Von Fall zu Fall sind auch die Museen und Kunstgalerien heranzuziehen.
Das Kulturreferat hat die umfangreichen bibliographischen Arbeiten initiiert und finanziert. Das Kulturreferat hat zudem dafür gesorgt, dass eine Aufbereitung des vorliegenden Werkes für das Internet erfolgen konnte. Auf diesem Weg wird die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte weiter befördert. Dabei wird vor allem die Eigeninitiative gestärkt, auf historische Spurensuche in der unmittelbaren Umgebung zu gehen und Orte beziehungsweise Ereignisse im Stadtteil und bestimmte Kapitel der Stadtteilgeschichte zu erforschen.
Wir wissen, dass wir mit diesem Werk dem vielfachen Wunsch von historisch Arbeitenden nachgekommen sind und hoffen nun, dass die angebotenen Informationen von einem großen Kreis von Interessierten genutzt werden und unser Angebot nicht nur als Nachschlagewerk wahrgenommen wird, sondern auch als hilfreiche Grundlage für zahlreiche stadtgeschichtliche Arbeiten.
Wolfgang Lippstreu - Stadtdirektor im Kulturreferat
Dr. Richard Bauer - Direktor des Münchner Stadtarchivs
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