
Wie soll München in den nächsten Jahrzehnten
aussehen und wie werden wir in Zukunft hier leben, wohnen und arbeiten?
Welchen Einfluss haben wirtschaftliche, politische und
gesellschaftliche Entwicklungen auf das Leben in München? Die
Stadtentwicklungskonzeption Perspektive München
beschäftigt sich mit diesen Fragen und zeigt Leitlinien, auch
für die kulturellen Entwicklungsmöglichkeiten, auf.
Als Strategie für Stadtentwicklung hat sie langfristig
Gültigkeit, gleichzeitig ist sie als Prozess zu begreifen und
daher immer wieder zu verändern.
Perspektive München - Kultur stärken (Kurzfassung – PDF)
Das Kulturreferat hat bereits einige Leitprojekte, die in der Perspektive München im Jahr 2005 formuliert wurden, abschließen können:
Das Jüdische Museum München, ein kulturelles und stadtgestalterisches Leitprojekt am St.-Jakobs-Platz im Zentrum Münchens, ist im März 2007 eröffnet worden. Gemeinsam mit der israelitischen Kultusgemeinde, dem Münchner Stadtmuseum und weiteren Nachbarn wurde zum 850. Stadtgeburtstag im Jahr 2008 ein großes Festwochenende organisiert. Die offenen Türen aller Anrainer zeigten beispielgebend urbane Lebens- und Arbeitswelten in München.
In den Stadtvierteln sind kulturelle Zentren ebenfalls Impulsgeber und zugleich Spiegel für gesellschaftliche Entwicklungen. Im Leitprojekt "Kultur im Stadtquartier" wurde gemeinsam mit den Akteuren vor Ort untersucht, welche Perspektiven für Stadtteilkulturarbeit gesehen werden. Erste Handlungsfelder werden bereits bearbeitet, der Stadtrat hat hierfür die finanziellen Möglichkeiten des Kulturreferats erweitert.
Ein drittes Leitprojekt befindet sich in der Realisierungsphase: München erhält ein NS-Dokumentationszentrum, konzipiert als zeitgemäßes Lern- und Bildungsangebot. Der Bau wird von Stadt, Freistaat und Bund gemeinsam finanziert und soll 2012 fertiggestellt werden, der Betrieb obliegt anschließend der Stadt München.
Die Beispiele zeigen, dass bereits einige kulturpolitischen Ziele der Perspektive München erreicht werden konnten. Andere werden noch bearbeitet, modifiziert, fortgeschrieben - auch in Wechselwirkung mit zwischenzeitlichen Entwicklungen.
Die Perspektive München ist daher nicht als unveränderliches Konzept zu betrachten, sondern als Prozess.