Parken - Konzepte

Inhalt

Um die Parkplatzsituation für Anwohnerinnen und Anwohner in den dicht bebauten innerstädtischen Quartieren mit unzureichendem Parkplatzangebot zu verbessern, wurde vom Planungsreferat ein Konzept für den Bau von Anwohnergaragen und zur Schaffung zusätzlicher Anwohnerparkplätze (sog. „2000-Stellplätze-Programm“) entwickelt und erstmals im Juli 2003 vom Stadtrat zur Umsetzung beschlossen.
Das Konzept wurde fortgeschrieben und mit Beschluss vom 16.03.2011 vom Stadtrat beschlossen.

In dem Konzept zum Bau von Anwohnergaragen werden Standorte in der Münchner Innenstadt (vorwiegend innerhalb des Mittleren Rings) einer Prioritätenliste je nach Dringlichkeit und/oder Realisierbarkeit in 3 Prioritäten eingeteilt. Neben der Liste mit zahlreichen möglichen Standorten wurden in dem Konzept Standorte festgelegt, deren Realisierung durch private Investoren mittels Zuschüssen aus Stellplatzablösemitteln (Bezuschussung i.H. von 50% der Baukosten, bzw. bis max. 18.000 Euro je Stellplatz) im Rahmen des „2000-Stellplätze-Programms“ gesichert bzw. geplant sind. Dadurch kann in Gebieten, in denen städtische Anwohnergaragen mangels Flächenverfügbarkeit oder aufgrund baulicher Gegebenheiten nicht oder nur mit hohem Kostenaufwand realisiert werden können, die Stellplatzsituation mittels Schaffung zusätzlicher Anwohnerstellplätze durch private Investoren verbessert werden.

Als Einzugsbereich für eine Anwohnergarage wird ein Umkreis von 400m Luftlinie zugrunde gelegt. Dieser Umgriff wird als akzeptable Entfernung für die potentiellen Nutzer angesehen und entspricht dem, in der Nahverkehrsplanung üblicherweise zugrunde gelegten Haltestelleneinzugsbereich für Busse und Trambahn.

Für den Betrieb und die Vermietung der Stellplätze der Anwohnergaragen ist bei städtischen Anwohnergaragen i.d.R. die P+R Park&Ride GmbH  P&R GmbH zuständig, bei privaten Vorhaben kümmert sich i.d.R. die jeweilige Hausverwaltung um die Vermietung der Stellplätze.

Seit 2001 wird der Bau von Anwohnergaragen bzw. die Errichtung zusätzlicher Anwohnerstellplätze in Gebieten mit hohem Parkdruck gezielt gefördert. Hierbei entstand beispielsweise die automatische Anwohnergarage in der Donnersbergerstraße mit 284 Stellplätzen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Zudem wurden etliche zusätzliche Anwohnerstellplätze im Rahmen privater Initiativen („2000-Stellplätze-Programm“) errichtet. Weitere Informationen dazu finden Sie .

    Derzeit befinden sich folgende städtische Anwohnergaragenstandorte bzw. Standorte mit Förderung von zusätzlichen Anwohnerstellplätzen über das „2000-Stellplätze-Programm“ in Umsetzung:

    • Städtische Anwohnertiefgarage Josephsplatz (Maxvorstadt)
      240 Stellplätze, vorgesehener Baubeginn 2012.
       
    • Städtische Anwohnertiefgarage Meindlstraße 16 (Sendling):
      113 Stellplätze, Fertigstellung 2012 geplant.
       
    • Städtische Anwohnertiefgarage Deisenhofener-/Herzogstandstraße (Obergiesing):
      95 zusätzliche Anwohnerstellplätze im Zuge des geplanten städtischen Bauvorhabens einer Kinderkrippe, einer Mittelpunktsbibliothek und Wohnungen. 
  • Anwohnerstellplätze Hildegardstraße/Thomas-Wimmer-Ring (Altstadt/Lehel):
    Untersuchung zur baulichen Nutzung in der Hildegardstraße und Wiedererrichtung von 67 Stellplätzen in einer Tiefgarage; in die Tiefgarage am Thomas-Wimmer-Ring werden 33 zusätzliche Anwohnerstellplätze integriert.

  • Anwohnerstellplätze Zentrumsgarage Pasing (Pasing):
    In der Zentrumsgarage Pasing werden 45 Anwohnerstellplätze untergebracht.
     
  • Anwohnerstellplätze Thalkirchner Straße/Königsdorfer Platz (Sendling):
    Neubau eines Parkhauses für Dienstkräfte der Markthallen München. Unterbringung von ca. 45 Anwohnerstellplätzen.
  • Anwohnerstellplätze Orleans- /Spicherenstraße (Haidhausen):
    Errichtung von 100 Anwohnerstellplätzen im Rahmen eines privaten Bauvorhabens ("2000-Stellplätze-Programm").
       
Weitere Projekte sind dem Beschluss vom 16.03.2011 "Anwohnergaragen in München - Umsetzungsstand und Fortschreibung" zu entnehmen.

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Gesamtkonzept für Park+Ride -Anlagen sowie Bike+Ride-Anlagen in München

Täglich kommen ca. 360.000 Menschen aus dem Umland in die Landeshauptstadt, um hier zu arbeiten, zu studieren, einzukaufen oder ihre Freizeit zu verbringen. Neben den Maßnahmen des Parkraummanagements wird mittels der Förderung von Park-und-Ride-Anlagen (P+R-Anlagen) versucht, eine Alternative zur Fahrt mit dem Auto bis zum Ziel durch den Umstieg auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an P+R-Anlagen zu schaffen. Die letzte Fortschreibung des „Gesamtkonzepts für P+R- und B+R-Anlagen in München“ wurde am 24.1.2007 vom Stadtrat beschlossen. In der Stadt München stehen derzeit rund 7.500 Park-and-Ride (P+R)-Stellplätze zur Verfügung. Das Konzept schafft die Grundlage für einen weiteren bedarfsgerechten Ausbau des Angebots auf bis zu 9.500 Stellplätze. 2008 wurden die P+R-Anlage Feldmoching (156 Stellplätze) und Langwied (101 Stellplätze) eröffnet, Ende 2010 ging die P+R-Anlage in Moosach mit 300 Stellplätzen in Betrieb.

Innerhalb des Mittleren Rings ist aufgrund des guten ÖPNV-Angebots kein P+R-Angebot vorhanden. Ziel der städtischen Verkehrsplanung ist es, Autofahrerinnen und Autofahrer von außerhalb bereits frühzeitig zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen, um die Lärm- und Abgasemissionen möglichst gering zu halten und die Belastung des Straßennetzes nicht zusätzlich zu erhöhen. Um einen möglichst wohnortnahen Umstieg vom Pkw auf Öffentliche Verkehrsmittel vor allem für Berufspendler zu erleichtern, beteiligt sich die Stadt München seit Mai 2001 finanziell an der Errichtung von P+R-Stellplätzen im Umland von München (MVV Bereich). Die Konzeption dieser Anlagen obliegt der MVV GmbH. Im Umland stehen insgesamt 18.900 P+R-Stellplätze zur Verfügung. Davon 18.050 Stellplätze an S-Bahnhaltestellen und 850 Stellplätze an U-Bahnstationen (Garching-Hochbrück und Garching-Forschungszentrum). Weiterhin beteiligt sich die Landeshauptstadt München innerhalb der sog. INZELL-Initiative (Initiative der Landeshauptstadt München und BMW) an dem Projekt „Park & Ride regional“. Ziel dieses Projektes ist der Ausbau und die Attraktivitätssteigerung von P+R-Anlagen im Umland von München. Weitere Informationen zum Projekt finden sie hier.

Seit 2003 werden von der P+R Park and Ride GmbH, die die P+R-Anlagen betreibt, stadtweit Parkentgelte auf P+R-Anlagen erhoben. Derzeit gibt es zwei Preisstufen: Die Preisstufe 1 gilt für Anlagen im Bereich der Stadtgrenze, das Parken kostet hier 1,00€/Tag. Die Preisstufe 2 mit 1,50€/Tag gilt für Anlagen, die näher am Stadtzentrum liegen. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.

Die Einnahmen aus den Parkentgelten decken allerdings nur einen Teil der Betriebskosten; die übrigen Mittel müssen aus dem städtischen Haushalt aufgebracht werden.

Derzeit sind ca. 25.000 Fahrradstellplätze an S- und U-Bahnstationen im Stadtgebiet vorhanden. Das Angebot wird entsprechend der steigenden Nachfrage laufend erweitert und qualitativ verbessert. Bis 2015 sollen mindestens 2000 zusätzliche B+R-Stellplätze mit Wetterschutz realisiert sein. Nähere Informationen zum städtischen Bike+Ride-Konzept stehen hier zur Verfügung.

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Parkraummanagement in München

Nach Auffassung nahezu aller Verkehrsexperten wird die Parkraumbewirtschaftung der öffentlichen Straßenrandstellplätze als eine der wichtigsten "Stellschrauben" für die Gestaltung des Verkehrs in der Stadt, insbesondere für eine stadtverträgliche Begrenzung des Wachstums des Kfz-Verkehrs, angesehen.

Parkraummanagement ermöglicht eine nutzergruppenspezifische und den jeweiligen lokalen Gegebenheiten angepasste Steuerung der Verkehrsnachfrage mit folgenden Zielen:

Mittels Erhebung von Parkgebühren sollen insbesondere die regelmäßig in die Innenstadt einfahrenden Beschäftigten dazu bewegt werden, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Durch den infolge der Parkgebühren zurückgehenden Parkdruck wird die Erreichbarkeit der Stadtgebiete für auf das KFZ angewiesene Kunden, Besucher und Wirtschaftsverkehr verbessert und eine allgemeine Reduzierung des Parksuchverkehrs erreicht. Durch Einführung von Bewohnerparklizenzen und Ausweisung von Bewohnerparkbereichen wird die Parkplatzsituation für Anwohner verbessert.

Deshalb hat der Stadtrat im Oktober 1999 (Beschluss "Parkraummanagement in München" der Vollversammlung des Stadtrates vom 06.10.1999) die Einführung eines flächendeckenden Parkraummanagements innerhalb des Mittleren Rings sowie die Einführung von Parkraummanagement-Maßnahmen für Gebiete mit vergleichbaren Parkproblemen auch außerhalb des Mittleren Rings beschlossen.

Daraufhin wurden zunächst im Rahmen des Forschungsprojektes „Mobilität im Ballungsraum München“ (MOBINET) für 3 ausgewählte Pilotgebiete („Südliches Lehel“, „Altschwabing“ und „Schwabing Mitte“) Parkraummanagementmaßnahmen entwickelt und erprobt. Nach positiver Beurteilung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen wurden die Gebiete per Stadtratsbeschluss (Beschluss „Parkraummanagement in München – Projektabschluss im Lehel und in Schwabing im Rahmen von Mobinet, Arbeitspaket A6“ der Vollversammlung des Stadtrates vom 10.12.2003) in den Regelbetrieb übernommen.

Am 26.10.2005 wurde von der Vollversammlung die weitere Umsetzung eines bedarfsgerechten Parkraummanagements innerhalb des Mittleren Rings in einem beschleunigten Verfahren beschlossen. Ziel der Beschleunigung ist es, bis Ende 2011 im gesamten Gebiet innerhalb des Mittleren Rings ein bedarfsgerechtes Parkraummanagement eingeführt zu haben sowie im Anschluss auch in Gebieten außerhalb des Mittleren Ringes, mit vergleichbarer Parkraumsituation, das bedarfsgerechte Parkraummanagement fortzusetzen. Dazu wurde eigens eine referatsübergreifende Projektgruppe unter der Federführung des Referates für Stadtplanung und Bauordnung, mit Mitgliedern aus dem Kreisverwaltungsreferat und dem Baureferat gebildet.

Ein entsprechender Grundsatzbeschluss, der die Planung von Gebieten außerhalb des Mittleren Ringes ermöglicht, befindet sich derzeit in Arbeit und soll im Laufe des Jahres 2011 dem Stadtrat vorgelegt werden.

Bis heute wurden insgesamt 51 Lizenzgebiete eingeführt. Weitere Informationen zu den Lizenzgebieten erhalten Sie hier.

Informationen zu den Parkregelungen in den eingeführten Lizenzgebieten sowie zur Parklizenz finden Sie unter diesem Link.

Ergänzende Informationen zum derzeitige Sachstand können hier abgerufen werden.

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    Konzept Busparken in München

    Die Vollversammlung des Stadtrates hat am 27.07.2005 die "Fortschreibung - Konzept für das Busparken" beschlossen. Das Buskonzept der Landeshauptstadt München basiert auf drei aufeinander abgestimmten Säulen:

  • 1. Säule: Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB)
    Der ZOB an der Arnulfstraße (östlich der Hackerbrücke) wurde am 11.03.2009 offiziell eröffnet. Er dient vorrangig dem innerdeutschen und grenzüberschreitenden Linienverkehr als zentrumsnahe Schnittstelle zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der Deutschen Bahn sowie dem von München ausgehenden Tagestourismus der Münchner Bevölkerung - Skibusse etc.. 
      
  • 2. Säule: An- und Abfahrtszonen in der Innenstadt in Verknüpfung mit dem Busparkplatz in der Hansastraße
    Um weiterhin den Touristenbussen, die die Münchner Altstadt als Ziel haben, die Erreichbarkeit zu ermöglichen, sind eine begrenzte Anzahl von Ein- / Ausstiegsstellen in Zentrumsnähe entlang des Altstadtringes in Verbindung mit der Busabstellanlage "Parkplatz Hansastraße" vorgesehen. So wird eine fußläufige Erschließung der Altstadt für Touristen gewährleistet. Der Parkplatz Hansastraße dient der Unterbringung der Reisebusse während des Aufenthaltes der Reisenden in der Stadt. 
      
  • 3. Säule: Bus-P+R-Anlagen in Fröttmaning und in der Messestadt Ost
    Um die Münchner Innenstadt von Touristenbussen bzw. Bussen im Gelegenheitsverkehr zu entlasten, wird den Bussen schon an der Stadtgrenze, an den überörtlich bedeutsamen Schnittstellen des Schnellbahn- (U-/S-Bahn) und Hauptverkehrsstraßennetzes, ein Angebot an Bus-P+R-Stellplätzen zur Verfügung gestellt. 
    Die Bus-P+R-Anlagen am Stadtrand ergänzen den ZOB: Während vom ZOB hauptsächlich Linienverkehre starten, die München als Start- oder Endhaltestelle haben, werden die Bus-P+R-Anlagen am Stadtrand hingegen hauptsächlich von Touristenbussen bzw. Bussen im Gelegenheitsverkehr genutzt.

In Ergänzung zu den drei Säulen gibt es im Stadtgebiet noch einzelne Bushaltemöglichkeiten an Sehenswürdigkeiten, die den Busunternehmen und Tagestouristen den Zugang zu bestimmten Sehenswürdigkeiten erleichtern sollen.

Hier finden Sie sowohl weitere Informationen als auch den entsprechenden Flyer zum Busparken.