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Pressemitteilung Wiesn-Wirtschaft Das Oktoberfest als Wirtschaftsfaktor München und Oktoberfest – diese beiden Begriffe sind weltweit miteinander verbunden. Naturgemäß hat die Wiesn - mit durchschnittlich rund sechs Millionen Besuchern das größte Volksfest der Welt - Auswirkungen auf die kommunale Wirtschaft und das Image der Stadt. Marktforschung zum Münchner Oktoberfest Das Tourismusamt der Landeshauptstadt München gab als Veranstalter der Wiesn in den Jahren 1999/2000 und - zur Aktualisierung der Daten 2008 - repräsentative Umfragen in Auftrag, die über Wirtschaftswert des Volksfestes, Besucherstruktur, Image und Bekanntheitsgrad Auskunft gaben. Die wichtigsten Ergebnisse:
Wirtschaftswert der Wiesn Nach Berechnungen des Tourismusamtes beträgt der Wirtschaftswert des Oktoberfests 857 Millionen Euro. Dieser Wert setzt sich wie folgt zusammen:
Woher die Gäste kommen Das Oktoberfest ist nach wie vor ein „bayerisches“ Fest: Die überwiegende Mehrheit der Oktoberfestbesucher kommt mit 72 Prozent aus Bayern, davon 60 Prozentpunkte aus München direkt und 12 Prozentpunkte aus dem übrigen Bayern. Neun Prozent der Wiesn-Gäste reisen aus den übrigen deutschen Bundesländern an. Die restlichen 19 Prozent der Festgäste kommen aus dem Ausland, davon aus
Einmal Wiesn – immer Wiesn Auf die Frage „Sind Sie zum ersten Mal auf dem Oktoberfest?“ antworteten nur 22 Prozent der Befragten mit „ja“; 78 Prozent der Befragten sind Folgebesucher und haben die Wiesn schon früher ein- oder mehrmals besucht. Der Anteil der Stammkundschaft auf dem Oktoberfest ist besonders hoch: 76 Prozent aller Festgäste, die das Fest vorher schon einmal besucht hatten, kommen jedes Jahr auf die Wiesn. Mit rund 89 Prozent Anteil von Stammkunden liegen die Münchner Besucher vorne im Ranking. Bei den ausländischen Gästen kommen 55 Prozent in jedem Jahr auf die Wiesn. Für die Mehrzahl der Wiesn-Besucher ist der Gang auf die Festwiese keine einmalige Sache. Rund drei Viertel aller Wiesngänger besuchen das Oktoberfest mehr als einmal. Bei den Münchnern ist dieser Anteil mit knapp 90 Prozent noch deutlich höher. Die Besuchsfrequenz der jüngeren Besucher liegt tendenziell höher als bei den älteren Gästen. Wer mit wem Der Besuch des Oktoberfestes ist ein Gemeinschaftserlebnis. Die Mehrzahl der Besucher, über 95 Prozent, wollen dieses Ereignis mit dem Freundeskreis, mit Partnern oder mit der Familie teilen. Nur fünf Prozent der Gäste begeben sich alleine in das Vergnügen. Benutzte Verkehrsmittel zur Festwiese Erfahrungsgemäß stellt der öffentliche Nahverkehr mit U- und S-Bahn, Tram und Stadtbus die bevorzugten Verkehrsmittel, um auf den Festplatz zu kommen, 70 Prozent aller Besucher aus München und Umgebung sowie aller Übernachtungsgäste haben sie in Anspruch genommen. Erstaunlicherweise kommen trotz hoher Parkplatznot und erschwerter Verkehrsverhältnisse während der Wiesn-Zeit immer noch 16 Prozent der Gesamtbesucher mit dem privaten PKW zum Oktoberfest; bei den Münchnern liegt der Anteil hierbei allerdings bei nur 8,5 Prozent. Bekanntheitsgrad der Wiesn „Das Oktoberfest kennt man einfach, es ist allgemein bekannt“, antworteten über 57 Prozent aller Erstbesucher der Wiesn auf die in einer früheren Untersuchung gestellten Frage, „Wie sind Sie auf das Oktoberfest aufmerksam geworden?“. Wird der Anstieg der Medienresonanz durch die Einführung von Internet berücksichtigt, könnte erfahrungsgemäß der Bekanntheitsgrad noch gesteigert worden sein. Die Wiesn hat ihren festen Platz im Kopf der potentiellen Besucher. Sie ist ein Selbstläufer und gehört in den Jahresablauf des Festtagskalenders wie Ostern oder Weihnachten. Bedenkt man, dass das Tourismusamt der Landeshauptstadt München keine Werbung für dieses Volksfest macht, ist das Ergebnis der Umfrage erstaunlich. Unternehmen „Oktoberfest“ Arbeitsplatz Wiesn Während der „Wiesn-Saison“ stehen auf dem Oktoberfest über 12.000 Arbeitsplätze bereit. 8.000 Beschäftigte werden in festem Arbeitsverhältnis angestellt, weitere 4.000 Personen finden als wechselnde Beschäftigte Arbeit. Die Organisation Seit über 180 Jahren von der Stadt München und seit 1975 vom städtischen Tourismusamt, Abteilung Veranstaltungen ausgerichtet, liegt das Wohl der Wiesn fest in kommunaler Hand. Festleiterin ist die Tourismusdirektorin der Landeshauptstadt München, Dr. Gabriele Weishäupl. Auf Vorschlag des zuständigen Referenten Dieter Reiter, Referat für Arbeit und Wirtschaft, trifft der Wirtschaftsausschuss des Münchner Stadtrates alle wichtigen Entscheidungen. Jährlich gilt es rund 1500 Bewerbungen von Schaustellern und Marktkaufleuten für die Wiesn zu sichten und nach einem festgesetzten Schlüssel zu bewerten, um letztlich rund 700 Bewerber zuzulassen. Merchandising: Das Oktoberfest-Logo, -Plakat und der Wiesn-Wastl Zwei lachende Maßkrüge kreierte der britische Designer Alan Fletcher 1995 als Logo für die kommerzielle Vermarktung des Oktoberfests. Mit Schaffung dieses Gütesiegels soll die Wiesn als ein Stück Münchner Kulturgut weltweit geschützt werden. Die markenrechtlich eingetragene Wort-Bild-Marke „Oktoberfest München“ bürgt für Qualität und Authentizität der überwiegend mit dem Plakatmotiv ausgestatteten Merchandisingartikel. Seit dem Jahr 2000 gibt es ein Oktoberfest-Maskottchen – den „Wiesn-Wastl“. Den rosaroten Dackel mit dem Herz am rechten Fleck hat sich der Münchner Cartoonist Dietmar Grosse ausgedacht. Der Zamperl im bayrischen Outfit ist gleichzeitig eine Hommage an den Rauhhaardackel, des Münchners liebstes Viecherl. Public Relations Für Public Relations steht ein Etat von 30.000 Euro zur Verfügung. Davon wird der jährliche (geschlossene) Plakatwettbewerb finanziert, der Druck von Prospekten, Plakaten und Pressetexten bezahlt. Die Öffentlichkeitsarbeit ist hauptsächlich reaktiv und dient in erster Linie serviceorientiert der Besucherinformation. Als Service für die Besucher des Oktoberfestes werden als gezielte Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit die Themen „Familien/ Erwachsene mit Kindern“, Ökologie und „Menschen mit Handicap“ besonders berücksichtigt. (→ Pressetexte W 08 „Umweltkonzept auf der Wiesn“, W 09 „Wiesn-Hits für Kids“, W 11 „Wiesn-Erlebnis für Gäste mit Handicap“) Imagewert der Wiesn Das Oktoberfest ist durch seinen weltweiten Bekanntheitsgrad ein touristischer Magnet und Exportartikel par excellence. Bereits eine Umfrage über Akzeptanz und Bekanntheit deutscher Begriffe im Ausland, die im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus im Februar 1999 von der Agentur Bates weltweit durchgeführt wurde, ergab, dass 91 Prozent der Befragten den Begriff „Oktoberfest“ kannten. Im Internet ist das Oktoberfest ebenfalls präsent. Der Suchdienst „Google“ findet zum Begriff „Oktoberfest“ Einträge in Millionenhöhe. Nicht zu vergessen die Webcams, die auf der Wiesn installiert sind und täglich live Bilder des Festgeschehens weltweit liefern. Rund 2.000 „Oktoberfeste“ nach Münchner Manier werden über den Erdball verteilt veranstaltet. Die größten dabei finden in Blumenau/Brasilien und in Kitchener/Kanada mit jeweils rund einer Million Besuchern statt, gefolgt von Frankenmuth/Michigan-USA mit etwa 350.000 Besuchern. Das „Fest der Feste“ prägte das Image der weißblauen Metropole unverkennbar. Der Werbewert der Wiesn für München ist zwar nicht messbar, doch der Ruf, den München durch das Oktoberfest national und international genießt, schlägt sich in den Besucherzahlen nieder. Nicht zuletzt dank dieses einmaligen Volksfestes gehört München zu den führenden Tourismus-Metropolen Deutschlands. Rückfragen: Dr. Gabriele Papke Tel.: +49 (0)89 / 233-30 211 E-Mail: presse.tam@muenchen.de Oktoberfest – das Fest der Landeshauptstadt München |
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