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Pressemitteilung Vorläufiger Oktoberfest-Schlussbericht 2009: Entspannte Wiesn hält an Nach einem prächtigen Auftakt, einer verhaltenen zweiten Wiesn-Woche freuten sich Veranstalter und Beschicker über ein fulminantes Finale des 176. Oktoberfests. 16 Tage ideales Volksfestwetter mit Sonnenschein und milden Temperaturen bescherten nach Schätzung des Tourismusamtes ein Besucheraufkommen von rund 5,7 Millionen Gästen. Gelassen feierten die Oktoberfest-Besucher aus München und aller Welt „ihre“ Wiesn und hielten trotz wahrnehmbar verstärkter Sicherheitsmaßnahmen dem „Fest der Feste“ die Treue. „Unsere Gäste haben sprichwörtlich mit den Füßen abgestimmt“, so Festleiterin Dr. Gabriele Weishäupl, „und fühlten sich dank der großartigen Sicherheitspartnerschaft aller am Fest beteiligten Institutionen auf dem Gelände zu jeder Zeit gut behütet und wohl.“ Die Wiesn-Besucher reagierten mit Besonnenheit auf die verstärkte Präsenz des Sicherheitspersonals. Sie zeigten sich aufmerksam gegenüber anderen Gästen und kooperativ gegenüber Wachpersonal und Ordnern. Auch das Sicherheitskonzept für die Morgenöffnung der Zelte über die Seiteneingänge an Wochenenden erwies sich als erfolgreich. Der Trend zur Konsumzurückhaltung, der sich schon in der ersten Woche abzeichnete, hielt bis zum Ende an. So wurde im Schnitt weniger Geld als im Vorjahr für Speisen, Souvenirs und Fahrgeschäfte ausgegeben. Insgesamt sprechen Festleitung und Beschicker von einer harmonischen und entspannten Wiesn, und zeigen sich mit dem Verlauf des Oktoberfests 2009 zufrieden. Ein Prosit der Gemütlichkeit Der Biergartenbetrieb bei zwei Wochen durchgehend sommerlichen Temperaturen hielt den Bierkonsum zum Vorjahr stabil. Insgesamt wurden 6,5 Millionen Maß Bier getrunken. Einen deutlichen Aufschwung nahmen nichtalkoholische Durstlöscher mit einem Plus von zehn Prozent. Krug-Klau rückläufig Aufmerksame Ordner nahmen den Souvenirjägern rund 145.500 Bierkrüge in den Zelten und an den Hauptausgängen des Festgeländes ab (2008: 200.000 Krüge). Wiesn kulinarisch Der Ochs im Aufwind – 111 Ochsen wurden in diesem Jahr auf der Wiesn verspeist (2008: 104 Ochsen). Im Gegensatz dazu wurden drei Prozent weniger Wiesn-Hendl konsumiert. Insgesamt verzeichnet die Küche ein Minus von zwei Prozent. Der Straßenverkauf meldet den Trend zum Klassiker: Von der Bratwurstsemmel bis zur gebrannten Mandel lassen sich die Wiesn-Besucher Schmankerl wie zu alten Zeiten schmecken. Ein Comeback feiert der Türkische Honig. Souvenirs, Souvenirs Höherwertige Accessoires, die zur feschen Tracht passen, waren stark nachgefragt. Filigrane Schmuckherzerl oder Silberbrezn schmücken heuer viele Dirndl-Dekolletés. Ein kecker rosa Federhut löste den grauen Wurzelsepphut in der Gunst der Käufer ab. Der Kauf eines offiziellen Wiesn-Maßkrugs mit dem aktuellen Plakatmotiv war für Sammler nach wie vor ein Muss. Hasenohren sind auf dem Vormarsch. Insbesondere Damengruppen schmücken sich mit dieser ungewöhnlichen Kopfbedeckung. Schaustellerei In der Schaustellerstraße war die Stimmung etwas gedämpft, allerdings wurden die Attraktionen gezielt aufgesucht. Neuheiten wie zum Beispiel Flip Fly oder Parkour zogen viele Neugierige an. Die Klassiker wie Autoscooter, Riesenrad oder High Energy wurden wie alle Jahre von einer eingeschworenen Gemeinde erobert. Ohne einen Besuch von Krinoline, Teufelsrad oder Toboggan gehen die Münchner nicht nach Hause. Wiesnhit – zwei Sieger Der Song-Contest um den Wiesnhit 2009 blieb zum Ende des Oktoberfests unentschieden. „Das geht ab“ von Frauenarzt und Many Marc und „Zehn Meter geh“ von Chris Böttcher teilen sich den ersten Platz in der Publikumsgunst. Ansonsten wurde die altbewährte Wiesn-Hitparade rauf und runter gespielt. Von Alaska bis Australien Die Wiesnpost hat dieses Jahr ca. 65.000 Sendungen in alle Welt angenommen. Tatsächlich ging eine Sendung nach Alaska, wogegen Australien vor allem für den Bierkrugversand die Hauptadresse war: Von ca. 50 versandten Bierkrügen gingen rund 40 nach "Down Under". Trend zum Geldautomat Die einzige Wechselstelle für "echtes" Geld, Securicoin am Haupteingang, vermeldet die Annahme von ca. 30.000 US-Dollar, 30.000 Schweizer Franken und 10.000 Britische Pfund. Exot waren 2.000 israelische Schekel. Als Renner entpuppte sich die Annahmestelle für die D-Mark - es wurden ca. 100.000 DM in Scheinen und gut 1.500 Münzen, von 10-DM-Sondermünzen bis hin zu den Pfennigen, angenommen. Im Übrigen geht der Trend zum Geldautomat. Auch die Zelte haben dieses Jahr erstmals eigene Apparate aufgestellt. Aus dem Servicezentrum Polizei Die Polizei spricht trotz der besonderen Situation von einer „normalen Wiesn“ und lobte ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften. (Mündlicher Bericht und eigene Pressekonferenz um 11.30 Uhr im Polizeipräsidium) BRK Die warme Witterung ließ laut BRK Herzkreislauferkrankungen ansteigen, was erhöhte Einsatzzahlen bedingte. (Mündlicher Bericht) Kinderfundstelle In der Wickelstation wurden 245 Wiesn-Zwergerl gestillt und gewickelt (2008: 325). Die BRK-Damen und die MitarbeiterInnen des Jugendamtes betreuten 18 „verlorene“ Kinder (2008: 24 Kinder). Security Point Der Security Point als Anlaufstelle für Mädchen und Frauen in unterschiedlichen Notlagen. Er ist ein flankierendes Angebot zur persönlichen Betreuung und ergänzt die Arbeit der Sicherheitsbehörden vor Ort. Diese für Volksfeste weltweit einmalige Einrichtung wurde 2003 von den Organisationen IMMA, AMYNA und Frauennotruf München initiiert und mit Unterstützung der Festleitung eingerichtet. Fundstücke Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 4.100 Fundstücke (2008: 4.400) , darunter 1.250 Kleidungsstücke, 770 Ausweise, 420 Geldbörsen, 330 Schlüssel, 275 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 330 Brillen, 320 Mobiltelefone, 30 Regenschirme, 100 Schmuckstücke und Uhren sowie 75 Fotoapparate. Eine Angel, eine Schachuhr, ein Toaster, Feuerwerkskörper, ein Brotmesser, ein Ballettröckchen, zwei Absperrpfosten, drei Krücken (einzelne Anlieferung), ein Digitalverstärker Hohner 500, ein Zwergpintscher, ein Beutel mit Kamillentee und ein Milchzahn. Die Aushändigungsquote ist mit 19 Prozent zum Vorjahreswert leicht ansteigend (+ 2 %). Die Branddirektion spricht von einer ruhigen Wiesn ohne besondere Vorkommnisse (Eigener Bericht am Montag). Das Gesundheitsamt meldete keine besonderen Vorkommnisse. Strom, Gas, Wasser Der Stromverbrauch von ca. 2.600.000 kWh lag durch die hohen Durchschnittstemperaturen mit ca. 3,5 Prozent unter dem Verbrauch der großen Wiesn 2007. Der Wasserverbrauch liegt leicht unter dem Verbrauch der letzten großen Wiesn mit ca. 95.000 Kubikmetern. Beim Gasverbrauch haben sich die warmen Temperaturen am stärksten bemerkbar gemacht, diese lagen mit 160.000 Kubikmetern weit unter dem vergleichbaren Verbrauch vom Vorjahr und den Vorjahren. Wiesn-Pressestelle Die Pressestelle zählte rund Journalistenkontakte 3657 (2008: 2537) aus dem In- und Ausland wie Australien, Brasilien, China, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, den Niederlanden, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz, Ukraine, den USA und Weißrussland. Es wurden 333 Dreh- und Fotogenehmigungen an verschiedene Film- und TV-Teams sowie Onlinedienste erteilt (2008: 265). 62 Pressemitteilungen (2008: 71) mit einer Auflage von rund 9.000 Stück wurden im Vorfeld und während der Wiesn ausgegeben. Engagierter Einsatz aller Beteiligten Alle Dienststellen im Servicezentrum leisteten auch in diesem Jahr einen großartigen Einsatz. Die Festleitung dankt allen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Wiesn-Beschickern für die gute Zusammenarbeit! Rückfragen: Dr. Gabriele Papke Tel.: +49 (0)89 / 233-30 211 E-Mail: presse.tam@muenchen.de Oktoberfest – das Fest der Landeshauptstadt München |
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