Sehenswürdigkeiten München

BMW-Welt
Das von dem Wiener
Architektenteam Coop Himmelb(l)au (u. a. Professor Wolf D. Prix)
errichtete „Raumschiff“ ist 180 Meter lang, 130 Meter
breit, hat 14.500 Glasflächen, 73.000 Quadratmeter
Brutto-Geschossfläche und besteht aus gut 4.000 Tonnen Stahl und
55.000 Kubikmetern Beton. Die rund 15.000 Quadratmeter große
Deckenkonstruktion weist 5.000 unterschiedliche Edelstahl-Lochbleche
auf. Das Bauwerk soll täglich bis zu 3.000 Menschen
„einsaugen“ und bis zu 170 Limousinen
„ausspucken“. Das Gesamtpaket umfasst eine
Automobilauslieferung für jährlich 50.000 BMWs,
Ausstellungsflächen zu allen BMW-Modellen, ein Tagescafé
und drei Restaurants, ein Kongresszentrum für 800 Personen
und ein unterirdisches Parkhaus mit 580 Stellplätzen.
Der
zum Petuelring gewandte Doppelkegel hat am Boden einen Durchmesser von
35 Metern, verjüngt sich bis zur Einschnürung in einer
Höhe von zwölf Metern auf etwa 18
Meter und vergrößert sich nach oben hin auf 44 Meter. Seine
Außenhülle besteht zu großen Teilen aus Glas. Allein
die Kegelfassade umfasst eine Fläche von 2.839 Quadratmetern
– ein echtes Unikat.
Wer möchte, kann direkt vom
U-Bahnhof durch den luftigen Bau in den Olympiapark schreiten.
Darüber hinaus können Besucher durch die „Straße
der Mobilität“ flanieren – dort stehen Autos,
Motorräder unter anderem auf einer Bühne. Ergänzt wird
das Angebot durch die „Technik Ateliers“, den „BMW
Welt Junior Campus“ und das „BMW Welt Forum“. Im
markanten Doppelkegel sollen Ausstellungen und kulturelle
Veranstaltungen stattfinden. Einzig das Zentrum der Halle bleibt den
Käufern vorbehalten: Auf einem Plateau wird das Auto feierlich
übergeben – dann geht es nahezu filmreif über eine
geschwungene Rampe direkt auf die Stadtautobahn.
Der Doppelkegel
ist nicht nur ein optischer Genuss. Für diesen einzigartigen
Ausstellungsraum wurden mehrere tausend Stahlträger an Ort und
Stelle verschweißt. In den Vierkantrohren verlaufen unter
anderem alle Stromkabel. Die Stahlfassade der BMW Welt ist nicht nur
Stütze, sondern auch Heizung und Kühlung. Und wer sich
näher mit den Scheiben beschäftigt, stellt fest, dass jede
eine andere Grundform hat.
Über der ellipsenförmigen
Ebene, auf der BMW-Kunden die Schlüssel für ihren Neuwagen
erhalten, wölbt sich das stählerne Dach der BMW Welt wie eine
dunkle Wolke. Es enthält eine Photovoltaik-Anlage mit 6.300
Quadratmetern, die sauberen Strom produziert. Nach einer Ehrenrunde
ganz oben ist der große Moment gekommen: Auf der geschwungenen
Rampe geht es hinab und direkt auf den Mittleren Ring.
In der bis zu 20 Meter hohen Glasfassade der BMW Welt spiegelt sich ein Wahrzeichen des
Münchner Nordens: der Vierzylinderbau, ein BMW-Verwaltungsbau von
Architekt Karl Schwarzer aus dem Jahr 1972. Zum Ensemble gehört
auch noch das im Volksmund „Schüssel“ genannte
BMW-Museum aus dem Jahr 1973.
Weitere Details unter www.bmw-welt.com
Führungen: Mo – Fr 9.00 – 16.00 Uhr, Sa und So 10.00 – 16.00 Uhr


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