Solardachanlage in München
Foto: Neue Messe München

Umwelttechnologien als Wachstumsmotor


 
In den vergangenen Jahren haben sich die Umwelttechnologien als Querschnittsbranche etabliert. Trotz Wirtschaftskrise setzte die Branche ihren Wachstumskurs in den vergangenen Jahren fort. Eine neue Studie des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und des ifo-Instituts München zeigt die wirtschaftlichen Potenziale der Umweltwirtschaft für Bayern. Bereits 2008 waren in der Umweltwirtschaft allein im Freistaat mehr als 55.000 Menschen beschäftigt und der mit Umweltgütern erzielte Umsatz wird auf 11,6 Milliarden Euro geschätzt.
 
In den kommenden Jahren erwarten die Autoren der Studie eine weitere Internationalisierung der Branche und eine steigende Exportquote. Die Umwelttechnologien entwickeln sich weiter zum Wachstums- und Jobmotor. Bemerkenswert ist, dass die Firmen vor allem im Inland neues Personal suchen, um ihre Aktivitäten auszuweiten. Wichtige Themen sind Energie, der schonende Umgang mit Ressourcen und nachwachsende Rohstoffe. Von den in der Umweltwirtschaft in ganz Bayern Beschäftigen arbeitet der größte Teil, nämlich 41,6 Prozent, im Regierungsbezirk Oberbayern; 29,2 Prozent des Umsatzes wird hier erzielt.
 
Oberbayern und besonders der Großraum München sind einer der führenden Forschungs- und Studienregionen. Besonders viele umweltrelevante Bachelor-Studienangebote sind hier angesiedelt. Mehr als 76 Prozent der bayerischen Universitätsstudenten in einem Studiengang mit direktem Umweltbezug kommen aus München. Zahlreiche Forschungsinstitute und die beiden Münchner Universitäten tragen zum hohen Forschungsstandard bei.
 
Die Landeshauptstadt München engagiert sich seit vielen Jahren in den Themenfeldern erneuerbare Energien und Umwelttechnologie. In diesen Sektoren sind viele neue Arbeitsplätze entstanden. Die boomende Umweltbranche in der Metropolregion München profitiert von den guten Rahmenbedingungen vor Ort. Die Stadtwerke München (SWM) investieren in erneuerbare Energien. Bis zum Jahr 2015 wird die SWM mit eigenen Anlagen so viel Ökostrom erzeugen, um damit alle 800.000 privaten Haushalte zu versorgen. Bis 2025 soll der gesamte Münchner Strombedarf von heute 7,5 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Die Solarinitiative München engagiert sich dafür, mehr Münchner Dächer mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten.
 
Ein weiterer Schwerpunkt der Umweltwirtschaft ist das Abfallvermeidungskonzept der Stadt München, die hier Pionierarbeit leistete. Als erste Kommune in Deutschland hat die Landeshauptstadt Ökoprofit eingeführt. Im Rahmen dieses Programmes kooperieren Münchner Betriebe zusammen mit der Stadt und der IHK, um den betrieblichen Umweltschutz dauerhaft zu verbessern.
 

Informationen zur Umwelttechnologie in München

PDF 70kB Das aktuelle Branchenblatt informiert über Forschungseinrichtungen, Netzwerke und bietet weiterführende Informationsquellen (PDF 201 KB)
 

 

 
Zurück zur Übersicht