
Münchner Mischung prägt die
Wirtschaftsstruktur
Die bayerische Landeshauptstadt zählt zu den erfolgreichsten
Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Münchens Stärke beruht dabei auf
der Vielseitigkeit der Wirtschaftsstruktur mit einem ausgewogenen
Spektrum traditioneller Branchen und innovativer Wachstumsbranchen.
Der breit gestreute Branchenmix reicht vom Handwerk, verarbeitenden
Gewerbe und Handel bis zu vielseitigen High-tech-Branchen sowie zu
hochwertigen Unternehmens- und Forschungsdienstleistungen. Im
wachstumsstarken Dienstleistungssektor arbeiteten im Jahr 2009 bereits
550.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Zu den weiteren
Wachstumsbranchen am Standort zählen die Informations- und
Kommunikationstechnologien, Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrt und
Medien. Weitere Schlüsseltechnologien mit hervorragenden
Entwicklungsperspektiven sind die Bereiche Medizin- und Umwelttechnik
sowie Life Sciences. Querschnittsbranchen wie die Nano- und optischen
Technologien strahlen mit ihren Innovationen in zahlreiche
High-tech-Anwendungsbereiche.
Die ausgewogene Wirtschaftsstruktur spiegelt sich in der Vielfalt der
Unternehmen am Standort. Sowohl global aufgestellte Konzerne als auch
innovative Mittelständler und Start-Ups aus unterschiedlichen Branchen
haben ihren Firmensitz in der Landeshauptstadt. Allein sieben der am
DAX 30 notierten Unternehmen haben ihre Zentrale in der Stadt und der
Region. Knapp 23.400 Gewerbebetriebe wurden im Jahr 2010 in München neu
angemeldet.
Die Münchner Mischung trägt wesentlich zum Erfolg Münchens bei und
sorgt auch in rezessiven Phasen für eine vergleichsweise hohe
ökonomische Stabilität. Die Kraft der Münchner Wirtschaft, neue
Wirtschaftscluster und Netzwerke dem ökonomischen Fundament der Stadt
hinzuzufügen, ist ein wesentliches Element für die weitere Entwicklung
des Wirtschaftsraums.
Um auch in Zukunft ein attraktiver und dynamischer Wirtschaftsstandort
zu bleiben, muss München seine aktive Standortpolitik fortführen. Dazu
gehört, dass „Wissen“ weiterhin als langfristig entscheidende Ressource
voran gebracht wird und dass das Produzierende Gewerbe seinen Platz in
der Münchner Wirtschaft behaupten kann. Daneben muss die Politik
weiterhin die Wirtschaftspotenziale der kleinen und mittelständischen
Betriebe fördern sowie Nachwuchskräfte am Standort halten und binden,
um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zusätzlich sind Maßnahmen
erforderlich, die eine stärkere internationale Ausrichtung
unterstützen.
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Referat für Arbeit und Wirtschaft
Wirtschafts- und beschäftigungspolitische Grundsatzfragen
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