Frühkindliche Gesundheitsförderung
Unsere Kleinsten - aktuelle Tipps
Entwicklung und Erziehung
Sicher unterwegs mit dem Fahrradanhänger II

Kinder sollten immer einen Fahrradhelm tragen und stets angegurtet sein.

Das Fahrrad sollte über moderne und leistungsfähige Bremsen verfügen.
Die Anhänger sind in der Regel ungebremst, so dass das "Zugfahrzeug"
die gesamte Bremsarbeit leisten muss.

Das Gesamtgewicht des besetzten Anhängers sollte 40 Kilo nicht überschreiten.

Eine Anhängerkupplung muss immer mit einer Zusatzsicherung gesichert werden,
um bei einem Kupplungsdefekt den Anhänger aufzufangen.

Der Anhänger sollte gefedert sein, damit keine harten Stöße auf
das Kind übertragen werden. Holprige Wege sollten grundsätzlich gemieden
werden.
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Die ersten Schuhe
Schuhe haben an Kinderfüßen drei Funktionen: Sie sollen vor Nässe,
Kälte und vor Verletzungen schützen.
Beim ersten Schuhkauf sollte folgendes beachtet werden:

Die Sohle muss leicht biegbar sein.

Das Kind sollte zum Schuhkauf mitgenommen werden - auch die ganz Kleinen müssen
probieren. Beim Abrollen des Fußes darf der große Zeh nicht vorne
anstoßen.

Das Füßchen für die richtige Schuhgröße vermessen (Fachgeschäfte
haben Geräte dafür).

Beim Messen darauf achten, dass der Fuß nicht gekrümmt ist - nur platt
kommt die richtige Größe heraus.

Kleinkinder brauchen alle sechs bis zwöfl Monate neue Schuhe, da die Füße
so schnell wachsen.

Leder ist nicht unbedingt das beste Material. Moderne Kunststoffe lassen die Füße
atmen und sind federleicht.

Ein Fußbett ist nicht erforderlich. Das Fußgewölbe bildet sich
besser heraus, wenn Muskeln und Sehnen der Fußsohle belastet werden.

Die Ferse sollte gut gestützt werden.
Zu Hause sollen Schuhe ausgezogen werden. Gesunde Fußentwicklung klappt
barfuss oder in Noppensocken am besten. Das natürliche Fettpolster an der
Fußsohle (es lässt den Fuß so platt aussehen) ist der beste Stoßdämpfer.
Es verteilt den Druck auf den ganzen Fuß, denn die zarten Knochen können
punktuelle Belastung noch nicht aushalten.
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Die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder
9 Vorsorgeuntersuchungen (U 1 bis U 9) sind vorgesehen bis ein Kind in die Schule
kommt:

U 1: Unmittelbar nach der Geburt
Untersucht werden unter anderem Atmung, Hautfarbe, Herztätigkeit, hat das
die Kind die Geburt gut überstanden?

U 2: 3. bis 10. Lebenstag
unter anderem Knochengerüst, Reflexe, Blut

U 3: 4. bis 6. Woche
unter anderem Fontanelle, Hüfte, Kopfumfang

U 4: 3. bis 4. Monat
unter anderem Kopfhaltung, Gehör, Mimik; Entwicklung

U 5 : 6. bis 7. Monat
unter anderem Gleichgewicht, Blickkontakt, gezieltes Greifen

U 6: 10. bis 12. Monat
motorische Entwicklung wie Aufrichten, Krabbeln, eventuell erste Schritte

U 7: 21. bis 24. Monat
unter anderem Sprechen, geistige und körperliche Entwicklung

U 8: 43. bis 48. Monat
unter anderem Hören Sprechen, Sehen, Verhalten

U 9: Einschulung: 5. bis 5 ½ Lebensjahr
unter anderem Feinmotorik, Sprache, Haltung, Muskeln
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Muskeltraining
Der gesunde Säugling trainiert in den ersten drei Monaten auf dem Rücken
und in Bauchlage seine symmetrische Haltung.

Dazu benötigt er den sicheren Halt auf einer flachen Unterlage. Die Decke
auf dem Boden gibt dem Baby die Möglichkeit, sich sowohl in Rückenlage
wie in Bauchlage zu bewegen, zu schauen und zu spielen.
Wenn Kopf, Rumpf und Po auf dem Boden fest aufliegen, kann das Baby die Arme und
Beine vor seinen Körper heben. So kräftigt es seine Nacken-, Rumpf-,
Hüft- und Beinmuskulatur.
In Bauchlage stützt sich das Baby auf die Ellbogen und das Becken, damit
trainiertes die Rückenmuskulatur und das Gleichgewicht.

Die Babywippe kann zu einem Störfaktor der gesunden Bewegungsentwicklung
werden. Meist werden die Babywippen ab dem zweiten Lebensmonat benutzt.
In diesen Wippen liegen die Babys schräg, der schwere Kopf fällt zur
Seite, eine schiefe Wirbelsäule droht. Die Beugung der Hüfte und der
Beine ist schlecht möglich. Das Körpergewicht wird dabei nicht auf den
ganzen Rumpf verteilt, sondern wird auf die Lendenwirbelsäule verlagert.
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Sicherheitsausstattung des Fahrradanhängers

Beleuchtung: Hinten zwei rote Rückstrahler und eine rote Rückleuchte
links; Seitlich je zwei gelbe Rückstrahler in den Rädern und am Anhänger;
Vorne zwei weiße Reflektoren (bei einer Breite über 80 Zentimeter zusätzlich
eine weiße Leuchte links)

Stabile Bodenwanne

Stabile und verdrehsichere Kupplung (Sie verhindert, dass der Anhänger kippt,
wenn das Fahrrad umfällt.)

Stabiler Überrollbügel

Radabdeckungen oder feststehende Außenwände (Sie verhindern, dass Kinder
in das Laufrad greifen können.)

Niedriger Schwerpunkt, große Spurweite und große Räder zur Verbesserung
der Kippsicherheit

Möglichst negativer Radsturz
Zusätzlich empfehlenswert:

retroreflektierende Konturenstreifen rundum

Fahrrad-Wimpel

schützendes Verdeck

5-Punkt-Gurte, die von kleineren Kindern nicht selbst gelöst werden können
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Kinder im Fahrradanhänger
Fahrradanhänger ermöglichen den Eltern auch mit zwei Kindern per Fahrrad
mobil zu sein.

Im Anhänger sind die Kinder sicherer als in den üblichen Fahrradsitzen.

Die Kinder können entspannt sitzen, spielen und auch schlafen.

Grundsätzlich gilt: Wer kleine Kinder befördern will, benötigt
einen speziellen Fahrradanhänger.

Kinder dürfen nur bis zum siebten Geburtstag im Fahrradanhänger mitgenommen
werden.

Bei zwei Kindern muss die vorgegebene Belastungsgrenze eingehalten werden.

Sollte nur ein Kind in einem Anhänger mitgenommen werden, der für zwei
Kinder vorgesehen ist, muss das Kind in der Mitte des Anhängers angegurtet
werden.

Kinder sollten auch im Anhänger immer einen Helm tragen und angegurtet sein.
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Was tun bei Vergiftungen durch Haushaltsreiniger?
Haushaltsreiniger enthalten oft stark ätzende Substanzen. Besonders gefährlich
sind bleichende Putzmittel und Spülmittel für den Geschirrspüler.
Handspülmittel sind weniger giftig, hier ist die Schaumbildung die Gefahr.
Rufen Sie im Zweifelsfall den Giftnotruf an:
Tel. (089) 19 2 40
Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik
Sofortmaßnahmen

Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.

Das Kind darf keinen Brechreiz bekommen, da die ätzende Substanz erneut durch
die Speiseröhre ginge und eine Schädigung verursachen würde.

Öffnen Sie den Mund des Kindes, und versuchen Sie, Reste des Mittels zu entfernen.
Achten Sie darauf, keinen Brechreiz auszulösen.

Geben Sie dem Kind vorsichtig reichlich Wasser oder Tee zu trinken. Achtung: Kein
Wasser mit Kohlensäure. Diese Maßnahme ist nur in den ersten 30 Minuten
nach der Vergiftung sinnvoll. Achten Sie darauf, keinen Brechreiz auszulösen.

Fahren Sie zur nächsten Kinderärztin beziehungsweise zum Kinderarzt
oder ins Krankenhaus oder rufen Sie den Notruf 112.
Wichtig: Nehmen Sie das Mittel unbedingt mit.
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Was NICHT tun bei Verbrühungen und Verbrennungen?

Brandsalben, Brandbinden oder Öl verschlimmern die Verbrennung/Verbrühung.
Sie verhindern den Sauerstoffzutritt zur geschädigten Haut und halten die
Hitze im Gewebe fest. Dadurch entsteht ein "Nachbrennen".

Mehl oder Puder verklebt die Wunden und muss mühsam ausgewaschen werden.
Das ist natürlich sehr schmerzhaft für das Kind.

Zahnpasta, Tigerbalsam oder Heilpflanzenöl verkleben die Wunden und verursachen
zusätzliche Verätzungen.

Salzwasser brennt in den frischen Wunden und fügt dem Kind unnötige
Schmerzen zu.

Eis oder Eiswasser kühlt zwar im ersten Moment gut, der Schmerz scheint zu
verschwinden - aber es kommt als Reaktion zu einer stärkeren Durchblutung
der betroffenen Stelle. Dadurch werden die Schmerzen verstärkt. Bei zu starker
Kühlung kann zusätzlich ein Kälteschaden auftreten. Deshalb immer
nur mit kaltem Wasser kühlen.
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Was tun bei Verbrühungen und Verbrennungen?
Da Kinder ihre Umgebung erforschen wollen, ziehen sie Tassen mit heißen
Getränken vom Tisch, Töpfe mit brodelnder Flüssigkeit vom Herd,
greifen nach Bügeleisen oder Wasserkocher, der heißen Herdplatte oder
glühenden Holzkohlen. Verbrühungen oder Verbrennungen sind die Folge.
Was tun?

Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.

Ziehen Sie das Kind aus und stellen Sie es in die Badewanne.

Kühlen Sie die betroffene Körperregion mit fließendem Wasser (ca.
15° C) 15 bis 20 Minuten.

Wickeln Sie das Kind in saubere Tücher (zum Beispiel frische Handtücher)
oder eine Rettungsfolie aus dem Verbandkasten (die goldene Seite zum Kind).

Fahren Sie zum nächsten Kinderarzt oder ins Krankenhaus, oder rufen Sie den
Notruf 112.
Wichtig: Impfbuch mitnehmen, unter anderem wegen Tetanusschutz!

Beachten Sie die Reihenfolge der Maßnahmen, Sie verhindern ein "Nachbrennen"
(Fortdauer der Hitzewirkung im Gewebe) und begrenzen somit das Verletzungsausmaß.
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Sicherheitscheckliste vom 7. bis zum 12. Lebensmonat
Einfälle gegen Unfälle - was Sie tun können!

Ich sichere Treppenzugänge und Balkone mit Gittern.

Fenster, die ich öffne, haben eine Sperrvorrichtung.

Ich sichere Bücherwände, Regale und den Fernseher gegen das Umstürzen.
Die Arbeits- und Hobbyräume sind verschlossen.

Ich benutze keine Lauflernhilfe für mein Kind.

Ich habe die Herdplatten für den Zugriff meines Kindes abgesichert.

Ich habe Haushaltschemikalien und Medikamente außer Reichweite des Kindes
aufbewahrt.

Die elektrischen Anschlüsse, Leitungen und Steckdosen sind alle kindersicher.
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Sicherheitscheckliste vom 3. bis zum 7. Lebensmonat
Einfälle gegen Unfälle - was Sie tun können!

Mein Kind ist vor dem Sturz aus dem Gitterbett gesichert. Das Gitter ist immer
hochgeschlossen und sobald das Kind sitzen kann, senke ich die Matratze ab und
kontrolliere die Schutzvorrichtung der Gitterstäbe.

Vor dem Baden und Waschen meines Kindes kontrolliere ich immer die Badewassertemperatur.

Ich lasse mein Kind nie allein im Bad - auch nicht für Sekunden.

Kabel von elektrischen Geräten, beispielsweise eines Bügeleisens, lasse
ich nie herunterhängen. Die Steckdosen im Bereich des Kindes sind gesichert.
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Notruf
112 Feuerwehr und Rettungsdienst,
110 Polizei

Die Notrufnummern gelten auch für das Telefonieren mit dem Handy (keine Vorwahl!).

In Telefonzellen, auch an Kartentelefonen, sind die Notrufnummern kostenfrei.

Informationen, die Sie beim Notruf auf jeden Fall mitteilen sollten:
-
Wo der Unfall geschehen ist (Adresse, Name auf dem Klingelschild,
Etage)
-
Was passiert ist
-
Welche Erkrankung/Verletzung vorliegt
-
Wie viele Personen betroffen sind

Legen Sie danach nicht einfach auf, sondern warten Sie auf Rückfragen!
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Erste Hilfe am Kind

Kinder sind
keine kleinen Erwachsenen - das ist eine Grundregel
in der Medizin.
Bei ihnen gibt es medizinische Besonderheiten: Akute Krankheiten, die nur in
diesem Alter auftreten, oder bestimmte Verletzungen, die gerade Kindern häufig
passieren.

Aus diesen Gründen gibt es Kurse in Erster Hilfe für Kindernotfälle.
Kontaktadressen
Arbeiter-Samariter-Bund
Adi-Maislinger-Straße 6 - 8, 81373 München, Tel. (089) 77 43 63 - 104
Allgemeinen Sanitätshilfe e.V. und Lehrinstitut für präklinische
Rettungsmedizin GmbH
Hotline 0900 - 112 88 88 (58 Cent/Minute)
Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Schäftlarnstraße 9, 81371 München, Tel. (089) 720 11 - 33
Malteser Hilfsdienst e.V.
Streitfeldstrasse 1, 81673 München, Tel. (089) 436 08 - 510
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Sicherheitsckeckliste für die ersten Lebenswochen
Einfälle gegen Unfälle - was sie tun können!

Der Wickeltisch ist ausreichend stabil und breit.

Entfernen Sie sich vom Wickeltisch, nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm.

Die Babywippe steht immer auf dem Boden.

Wenn Sie mit heißen Flüssigkeiten (Getränken, Suppen) hantieren,
befindet sich das Baby nicht in Ihrer unmittelbaren Reichweite.

Das Kinderbett ist stabil.

Der Schnuller ist in Ordnung. Das Baby kann sich nicht an defekten Teilen verschlucken.

Kindersitz und Sicherheitsgurt im Auto sind richtig eingestellt und befestigt.
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So schläft Ihr Baby gut

Ihr Baby sollte vom ersten Tag an immer, auch tagsüber, auf dem Rücken
schlafen.

Optimale Raumtemperatur zwischen 16 und 18 °C, Luftfeuchtigkeit von 50 bis
70 Prozent.

Rauchen Sie nicht in der Umgebung des Kindes.

Vorsicht vor Überwärmung, Kontrolle der Körpertemperatur im Nackenbereich,
ist die Haut trocken und warm, ist das Baby richtig bekleidet. Hände und
Füße können kühl sein.

Lassen Sie Ihr Baby im Schlafsack schlafen.

Kopfkissen und Schaffelle gehören nicht ins Babybett.

In den ersten Wochen kann Ihr Baby im Stubenwagen oder in einer Wiege schlafen,
nach drei bis vier Monaten schläft es dann im eigenen Bett, am besten im
Elternschlafzimmer.

Kinderwagen, Babyschalen und Tragetaschen sind kein dauerhafter Bettersatz.

Für das Kinderbett benötigen Sie eine mittelfeste Matratze. Im Liegen
soll der Körper Ihres Babys nicht mehr als zwei Zentimeter einsinken.
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Die ersten Schritte - wenn das Baby laufen lernt

Die meisten Kinder machen die ersten Schritte mit 12 bis 14 Monaten, einige bereits
mit 8 bis 10, andere mit 18 bis 20 Monaten.

Zu Beginn der freien Gehens laufen Kinder meist breitbeinig, nach einigen Wochen
gehen sie dann ziemlich sicher.

Ausgeprägte O-Beine haben fast die Hälfte aller Laufanfänger.

Während des zweiten Lebensjahres werden O-Beine "laufend" gerade.

Im Alter von zwei bis drei Jahren pendelt die Form dann oft in Richtung X-Beine.

Bis zum Alter von sieben Jahren werden die Beine meist gerade.
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Abschied vom Schnuller
Mit Beginn des zweiten Lebensjahres sollte der Schnuller allmählich "verschwinden".
Dies hat folgende Gründe:

Ab dem achten Lebensmonat lässt der Saugreflex nach, es ist Zeit das Zerbeißen
und Kauen zu üben.

Dauernuckeln ist Raubbau an den Zähnen. Auch Sprachprobleme können die
Folge sein. Die Zunge findet keinen Halt, somit können die Kinder die S-
oder Z- Laute nicht richtig aussprechen.
Der Abschied fällt oft schwer!

Ist Ihr Kind müde oder quengelig, versuchen Sie es mit der Schmusedecke,
dem Lieblingskuscheltier oder kuscheln Sie mit dem Baby, bevor Sie zum Schnuller
greifen.

Bei größeren Kindern kann eine Schnuller-Abschiedsgeschichte helfen.
Zum Beispiel holt die Schnuller-Fee den Schnuller, den man abends unter das Kopfkissen
gelegt hat. Morgens liegt dann anstatt Schnuller eine kleine Überraschung
da. Oder man gibt dem Nikolaus den Schnuller mit.
Allerdings braucht man Geduld, denn der Abschied klappt oft nicht sofort.
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Die Nuckelflasche
- der schlimmste "Zahnkiller"

Verwenden Sie bitte die Flasche nicht als Dauertröster.
Die Nachteile für die Kinder sind von einer Tragweite, die Eltern oft erst
zu spät ermessen können: Karies, Zahnzerstörung, Abbau des Kieferknochens,
Schädigung des bleibenden Gebisses, Sprachstörungen.
Durch das "Nuckeln" werden die Zähne mit Wasser Tee oder süßen
Getränken ständig umspült. Dabei wird der Speichel so verdünnt,
dass er seine reinigende und schützende Wirkung nicht entfalten kann. Das
schwächt den Zahnschmelz, vor allem an den Frontzähnen. Nach jahrelangem,
exzessivem Nuckeln werden aus den weißen Milchzähnen schwärzliche
Stummel. Betroffen von den Zahnschäden sind in Deutschland etwa 200.000 Kinder.
Tipps zum Vorbeugen

Halten Sie die Flasche selbst, wenn Ihr Kind daraus trinkt.

Die Flasche ist nicht zum Ruhigstellen des Kindes gedacht.

Benutzen Sie so bald wie möglich Tasse, Becher oder Glas. Mit etwas Hilfe
können viele Kinder mit sieben, acht Monaten, spätestens aber mit einem
Jahr, daraus trinken.
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Das Baby schreit -
was tun?
Wenn Ihr Baby zirka zwei Stunden täglich schreit, verstärkt zwischen
16:00 und 22:00 Uhr, ist das normal - besonders in den ersten drei Lebensmonaten.
Um die sechste Lebenswoche erreicht das tägliche Schreien mit knapp zweieinhalb
Stunden seinen Höhepunkt.
Wir geben Ihnen ein paar Tipps, die Ihnen und dem Baby helfen:

Nicht jedes Schreien bedeutet Hunger oder Schmerzen.

Manchmal möchte das Baby nur seine "Ruhe" haben.

Mit dem ruhigen, wachen Baby spielen - nicht mit dem schreienden Baby.

Feste Fütterungszeiten einhalten. Mindestens 2 Stunden Pause nach einer Mahlzeit.

Das Baby nicht bei jedem Laut hochnehmen.

Das Baby - wenn möglich - wach ins Bett legen.

Die Nacht nicht zum Tag machen.
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Wie das Baby greifen
lernt

Die geschlossene Faust ist ein besonderes Merkmal des Neugeborenen.

Mit zwei bis drei Monaten öffnen sich die Hände immer öfter. Das
Baby benutzt die ganze Hand ab dem vierten oder fünften Monat zum Greifen.

Die einzelnen Finger lernt ein Kind erst allmählich zu gebrauchen.

Ab dem sechsten Monat bemerkt das Baby, wie vielseitig der Daumen ist.

Mit acht oder neun Monaten entdeckt es den "Scherengriff": es ergreift
Gegenstände, die es zwischen Daumen und alle Finger nimmt.

Gegen Ende des ersten Lebensjahres gelingt es einem Kind mit den Spitzen von Daumen
und Zeigefinger Krümel aufzuheben. Damit beherrscht das Kind den sogenannten
"Pinzettengriff".
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Lauflernhilfen
sind gefährlich

Babys im Alter zwischen acht und zehn Monaten bekommen das "Plastikgestell
mit Rollen" zur Beschäftigung und um eine gewisse Mobilität zu
haben.
Kinder, die die sogenannte "Lauflernhilfe" benutzen, werden
nicht in der Entwicklung gefördert und sie lernen auch nicht schneller und
besser laufen.
Kurzzeitig können Geschwindigkeiten bis zu zehn Stundenkilometern
erreicht werden.

Der häufigste Unfall mit dem "Gehfrei" ist der Treppensturz, wobei
das Kind meistens auf dem Kopf landet. Aber es kommt nicht nur zu Stürzen,
sondern auch zu Schleudertraumata, Verbrühungen und Vergiftungen, da der
Bewegungsradius gesteigert ist.

Zirka 6.000 Unfälle pro Jahr gibt es mit Lauflernhilfen. Betroffen sind vorwiegend
Kinder zwischen sechs und zwölf Monaten.
Vorbeugen bei Lauflernhilfen:
nicht kaufen
nicht benutzen
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Brauchen Babys und Kleinkinder Schuhe?

Solange Kinder nicht laufen können, brauchen sie keine Schuhe.
Auch Kinder die schon laufen können, sollten möglichst oft
barfuß oder mit rutschfesten Socken gehen. Die Füße und Zehen
können sich ohne Schuhe frei bewegen und das Fußgewölbe kann sich
besser ausbilden.
Für draußen sind Schuhe ohne Fußbett, mit einer weichen
biegsamen Sohle und einer hinten abgerundeten Ferse, ideal.

Die Füße müssen Spielraum in den Schuhen haben, sie dürfen
aber auch nicht zu groß sein.

Nach zirka drei bis sechs Monaten nachmessen, ob die Schuhe noch passen. Kinderfüße
wachsen in diesem Alter sehr schnell.
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Einkaufen mit Kleinkindern - ein
Problem?
Regale voller Süßigkeiten sind in Augenhöhe der Kleinen. Die Kinder
beginnen zu quengeln, sobald sie die vielen schönen Gummibärchen, Überraschungseier,
... sehen.

Die Kleinen ablenken und beschäftigen.
Zu Hause können aus dem Werbeprospekt einige Bilder von benötigten
Produkten gemeinsam ausgeschnitten werden.
Im Laden kann das
Kind anhand der Bilder die Lebensmittel suchen. Die Kleinen sind beschäftigt
und schieben dann stolz den eigenen Einkaufswagen zur Kasse.

Die größeren Kinder dürfen auch selbst bezahlen.
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an die
Frühkindliche Gesundheitsförderung
Tel. (089) 233 - 4 79 11
Montag - Freitag 8.00 - 11.00 Uhr
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