Frühkindliche Gesundheitsförderung



Unsere Kleinsten - aktuelle Tipps

Ernährung





Hauptbestandteile warmer Mahlzeiten


Kartoffeln

Tipp Kartoffeln sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das neben Stärke auch hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe (zum Beispiel Magnesium, Kalium und Phosphor), Vitamine (zum Beispiel Vitamin C und Vitamin B1) sowie Ballaststoffe enthält.
Tipp Kartoffeln sollten nach dem Schälen nicht gewässert und nach dem Kochen möglichst nicht lange warm gehalten werden, damit Nährstoffverluste vermieden werden.
Tipp Frisch gekochte Kartoffeln sind Fertigprodukten vorzuziehen.
Tipp Püree sollte deshalb aus Kartoffeln mit Milch selbst zubereitet werden.

Getreide (ab dem sechsten Monat)

Tipp Getreidearten, die sich gut als Bestandteil der warmen Mahlzeit eignen, sind zum Beispiel Hirse, Grünkern oder Buchweizen.

Nudeln und Reis (ab dem achten Monat)

Tipp Reis und Nudeln bestehen, wie Kartoffeln, vorwiegend aus Stärke. Als Vollkornprodukte enthalten sie noch weitere wichtige Nährstoffe.


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Ernährung von allergiegefährdeten Säuglingen


Tipp Hat ein Säugling ein erhöhtes Allergierisiko, benötigt es eine allergenarme Ernährung.
Tipp Lebensmittel, die häufig Allergien auslösen, sind vor allem Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Soja und Nüsse.
Tipp Zur Allergievorbeugung mit Hilfe der Ernährung gibt es verschiedene Möglichkeiten:
  • Eine allergenarme Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft
  • Eine allergenarme Ernährung der Mutter während der Stillzeit
  • Eine allergenarme Ernährung des Säuglings
Tipp Eine allergenarme Ernährung des Säuglings im ersten Lebenshalbjahr kann das Auftreten von Allergien während der ersten Lebensjahre vermindern. Allergenarme Ernährung bedeutet in diesem Alter ausschließliches Stillen, möglichst während der ersten sechs Lebensmonate und eine entsprechend späte Einführung von Beikost.
Tipp Kann eine Mutter nicht stillen, muss auf eine kommerzielle allergene Säuglingsmilch zurückgegriffen werden.
Beispiele von Nahrungen bei bestehenden Allergien:
  • Alfare (Nestle)
  • Pepti Junior (SHS)
  • Pregomin (Milupa)
  • Pregestimil (Mead Johnson)
  • Nutramigen (Mead Johnson)

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Brot und Getreide


Tipp Kinder sollten sich daran gewöhnen, Brot als eigenständiges Nahrungsmittel zu schätzen. Deshalb gilt eine einfache Regel: Brot dick schneiden, aber nur dünn belegen.
Tipp Mindestens die Hälfte der täglich gegessenen Getreidemenge sollte aus Vollkornprodukten bestehen zum Beispiel Vollkornbrot, Getreideflocken oder Naturreis.
Tipp In den Randschichten und im Keimling des Getreidekorns befinden sich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und wichtige Fettsäuren. Sie gehen beim Ausmahlen zu weißen Getreidesorten verloren. Produkte aus weißem Mehl (zum Beispiel Weißbrot, Toastbrot, Biskuit) enthalten außer Kohlehydraten in Form von Stärke kaum wichtige Nährstoffe.
Der Ausmahlungsgrad hat aber nichts damit zu tun, wie fein das Mehl gemahlen ist, es gibt auch fein gemahlenes Vollkornmehl.


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Milch und Milchprodukte - unentbehrlich für Kinder und Jugendliche


Tipp Milch und Milchprodukte enthalten Calcium, das für den Knochenaufbau unentbehrlich ist. Weitere Inhaltsstoffe sind Eiweiß, Phosphor, Zink, Jod sowie Vitamin B2 und B12.
Tipp Der Bedarf an Milch und Milchprodukten beträgt ab dem zwölften Monat bis zum dritten Lebensjahr zirka 330 Milliliter pro Tag.

Die im Handel angebotenen Milchsorten unterscheiden sich in ihrem Erhitzungsgrad (pasteurisiert und ultrahocherhitzt) und ihrem Fettgehalt. Im Nährstoffgehalt unterscheiden sich beide Milcharten nur geringfügig:
Tipp Pasteurisierte Milch wird 15 bis 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad Celsius erhitzt und rasch wieder abgekühlt. Durch dieses schonende Erhitzungsverfahren werden mögliche Krankheitserreger abgetötet, Geschmack und Inhaltstoffe bleiben erhalten. Diese Milch ist ungeöffnet sechs bis acht Tage haltbar.
Tipp Ultrahocherhitzte Milch wird für eine Sekunde auf 135 Grad Celsius erhitzt, ist dadurch ungeöffnet bis zu drei Monaten haltbar. Wenn sie geöffnet wird, sollte sie innerhalb von drei Tagen verbraucht werden.
Tipp Besonders bei kleinen Kindern sollte keine Rohmilch (Ab Hof Milch, Vorzugsmilch) gegeben werden, da auch bei noch so guter Kontrolle eine Gesundheitsgefährdung durch eventuell in der Milch vorhandene Mikroorganismen nicht ausgeschlossen werden kann.
Tipp Die Wahl der Fettgehaltstufe sollte immer in Zusammenhang mit der Gesamternährung gesehen werden.
Tipp Entrahmte Milch (0,3 Prozent Fett) ist für eine gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da ihr Gehalt an fettlöslichen Vitaminen A und D zu gering ist.


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Zwischenmahlzeit: Obstmus (ab fünftem bis sechstem Monat)


Reife Birnen, Bananen, süße Äpfel (anfangs dünsten)
Das Obst ohne weiteren Zusatz (kein Wasser, keine Milch) zu Brei verarbeiten.

Tipp Beim Ausprobieren die Obstsorten nicht mischen.
Tipp Man beginnt löffelweise (drei bis fünf Teelöffel) und steigert alle zwei Tage um drei bis fünf Löffel bis zirka 100 g.
Tipp Obstmus ersetzt keine Milchmahlzeit, kann jedoch als Zwischenmahlzeit oder im Rahmen des Obst-Getreide-Breis (Babys dritter Brei) gegeben werden.


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Morgenmahlzeit (zehnter bis zwölfter Monat)


Im zehnten bis zwölften Monat stellt man die Säuglingsnahrung um. Das Baby kann folgendes Frühstück bekommen:

150 ml Milch (3,5 Prozent Fett)
25 g Brot
5 g Butter

Tipp Milch und Milchprodukte sind unerlässliche Bestandteile der Kinderernährung. Sie enthält genügend Kalzium für den Knochenaufbau und es werden wichtige Beiträge zur Zufuhr von Vitaminen, Phosphor, Protein, Jod und Zink geliefert.
Tipp Als Brot eignet sich zum Beispiel Weizenvollkornbrot wie Grahambrot.


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Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (siebter bis neunter Monat)


Zutaten

30 g Fleisch (Rind, Schwein, Lamm oder Geflügel)
100 g Gemüse (Karotten, Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Spinat oder Pastinaken)
50 g Kartoffeln
30 g Obstsaft (zum Beispiel Orangesaft)
8 g Öl (Raps-, Soja-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöl)

Zubereitung

Tipp Das Fleisch in wenig Wasser weich kochen und pürieren.
Tipp Das Gemüse waschen und klein schneiden. Die Kartoffeln schälen und klein schneiden.
Tipp Kartoffeln zusammen mit dem Gemüse in wenig Wasser oder Brühe (vom gekochten Fleisch) weich dünsten.
Tipp Das Fleisch unter die Gemüse-Kartoffel-Mischung rühren und aufkochen.
Tipp Mit dem Obstsaft oder Wasser pürieren.
Tipp Das Öl unterrühren.

Tipp Da die Zubereitung des Breis aufwendig ist, empfiehlt es sich mehrere Portionen auf einmal zu kochen und einzufrieren. Tiefgefrorener Brei ist bei - 18 Grad Celsius bis zu zwei Monaten haltbar. Im Kühlschrank gelagert ist vorgekochter Brei nur ein Tag haltbar.
Tipp Dieser Brei sollte nicht öfter als zwei bis drei Mal pro Woche gegeben werden.


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Empfohlene Getränke


Kein Lebensmittel kann der Mensch nur so kurze Zeit entbehren wie Wasser. Je jünger ein Kind ist, um so empfindlicher reagiert es auf eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr. An heißen Tagen, bei Sport und Spiel, kann der Wasserbedarf auf mehr als das Doppelte ansteigen. Am besten ist es, wenn Kinder sich schon früh daran gewöhnen, zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken. Auch zwischen den Mahlzeiten sollten immer Getränke zur Verfügung stehen.

Tipp Der ideale Durstlöscher ist Wasser. Das gilt sowohl für Trinkwasser, dessen Qualität von den Wasserwerken überwacht wird, als auch für Mineralwasser. Kohlensäurefreie oder kohlensäurearme Mineralwässer sind für Kleinkinder besser geeignet.
Tipp Auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees aus Teebeuteln oder losen Kräutern sind zum Durstlöschen geeignet.
Tipp Reine Fruchtsäfte enthalten neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen auch zirka zehn Prozent Zucker, sie sollten deshalb mindestens Eins zu Eins mit Wasser verdünnt werden.
Tipp Nicht zum Durstlöschen geeignet sind Fruchtsaftgetränke, Fruchtnektare, Brausen, Colagetränke, Limonaden und Malzbier, denn sie enthalten alle viel Zucker, aber keine wichtigen Nährstoffe.
Tipp Mit Vitaminen angereicherte Getränke sind überflüssig.


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Empfohlene Lebensmittel vom ersten bis vierten Lebensjahr


Lebensmittel unterscheiden sich in ihrem Gehalt an Energie und verschiedenen Nährstoffen. Da insbesondere der wachsende Organismus viele verschiedene Stoffe benötigt, Übergewicht jedoch vermieden werden sollte, sollten Lebensmittel in ausgewogenen Mengenverhältnissen in der Ernährung enthalten sein. Empfehlenswert sind:

Tipp reichlich pflanzliche Lebensmittel (Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst)
Tipp mäßig tierische Lebensmittel (Milch, Fleisch, Ei)
Tipp sparsam fettreiche Lebensmittel (vorwiegend pflanzlicher Herkunft)
Tipp kalorienfreie Getränke.

Lebensmittel 1 bis 2
Jahre
  3 bis 4
Jahre
Brot, Getreideflocken (g/Tag) 80   120
Kartoffeln, Reis, Nudeln, Getreide (g/Tag) 80   100
Gemüse (g/Tag) 100   120
Obst (g/Tag) 100   120
Getränke (ml/Tag) 600   700
       
Milch, Milchprodukte (ml/Tag) 300   330
Fleisch, Wurst (g/Tag) 40   50
Fisch (g -1x/Woche) 50   70
Eier (Stück/Woche) 1-2   1-2


100 ml Milch entsprechen zirka 15 g Schnittkäse.

Sparsam verwenden: Margarine, Öl, Butter

Mit diesen Empfehlungen wird der Bedarf aller wichtigen Nährstoffe gedeckt, jedoch nicht der gesamte Energiebedarf. Was über diese Lebensmittel hinaus noch gegessen wird, kann frei gewählt werden, es können auch kleinere Mengen Süßigkeiten, Kuchen oder Gebäck sein.


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Zucchinipuffer mit Radieschenschaum (ab einem Jahr)


Zutaten für 4 Portionen

500 g Zucchini
500 g Kartoffeln
1 Zwiebel
3 Eier
200 g Magerquark
100 g kernige Haferflocken
1 ½ Teelöffel Salz
frischer Pfeffer
2 Bund Radieschen
2 Eßlöffel Creme fraiche
ca. 100 g Butterschmalz zum Backen

Zubereitung

Tipp das gesäuberte Gemüse schälen und mit der Küchenmaschine oder Reibe fein raspeln
Tipp ein Ei in Eiweiß und Eigelb trennen; das Eigelb mit den übrigen Eiern, dem Magerquark und Haferflocken unter das Gemüse ziehen, mit Salz und Pfeffer würzen, quellen lassen
Tipp Radieschen waschen und fein pürieren, in einem Sieb abtropfen lassen. Das Mus mit Creme Fraiche, Salz und Pfeffer verrühren
Tipp die Hälfte Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Den Pufferteig portionsweise braten. Die Puffer nach drei bis vier Minuten wenden und fertigbacken, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen
Tipp das übrige Eiweiß steif schlagen und unter die Radieschensahne ziehen, mit den Puffern servieren

Wir wünschen "Guten Appetit!"


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Brei und Getränke für den zehnten bis zwölften Monat


Vollmilch-Getreide-Brei

200 g Vollmilch (3,5% Fett, Vorsicht bei Allergien)
20 g Getreideflocken
20 g Obst der Jahreszeit oder Obstsaft

Tipp Als Obstsaft kann zum Beispiel Orangensaft verwendet werden. Wird Orangensaft nicht vertragen, kann ein anderer Vitamin-C-reicher Saft - mindestens 40 mg Vitamin-C/100 ml - beigemischt werden.
Tipp Der Brei eignet sich besonders als Abendmahlzeit.

Getränke

Zusätzlich werden zu den Mahlzeiten und zwischendurch nach Bedarf zirka 1000 g/Tag zuckerfreie Getränke (zum Beispiel Wasser, Früchte- oder Kräutertee) gegeben.

Grundsätzlich gilt:
Tipp Trinkwasser, kohlensäurefreies Mineralwasser und ungesüßte Säuglingstees können Sie Ihrem Kind uneingeschränkt geben.
Tipp Zuckerhaltige Getränke sind als Durstlöscher ungeeignet.
Tipp Reine Fruchtsäfte sind keine Durstlöscher.


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Trinkwasser für Ihr Baby - So machen Sie alles richtig


Das Münchner Trinkwasser ist ein Naturprodukt erster Güte. Man kann es direkt aus dem Wasserhahn genießen. Die Stadtwerke München gewinnen es in der noch unberührten Natur des Voralpenlands und liefern Tag für Tag rund 320 Millionen Liter direkt ins Haus.

Mit seinem ausgewogenen Gehalt an Mineralstoffen und seiner Temperatur von rund acht Grad ist es ausdrücklich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet.



Tipp Verwenden Sie nur frisch abgelaufenes Trinkwasser aus dem Kaltwasserhahn.
Tipp Lassen Sie Stillstandwasser immer ablaufen. Nach längerer Abwesenheit (Urlaub oder Wochenende) sollten Sie das Wasser ablaufen lassen, bis es fühlbar kälter wird.
Tipp Vorsichtshalber sollten Sie Wasser für die Milchnahrung von Säuglingen bis sechs Monaten immer abkochen.
Tipp Wasser aus Bleileitungen sollten Sie nie für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden. Neuinstallationen aus Blei sind verboten. Blei ist ein giftiges Element, das sich im Körper anreichert. Wenn Sie nicht sicher sind, lassen Sie das Wasser untersuchen.

Die Wasserwerke und öffentliche Labors bieten eine Untersuchung des Leitungswassers an:



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Babys dritter Brei


Im siebten Monat wird eine weitere Milchmahlzeit durch einen milchfreien Getreide Obst Brei ersetzt. Sie können den Brei selbst zubereiten oder auch einen industriell hergestellten Brei verwenden.

Selbstherstellung

20 g Getreideflocken
90 g Wasser
100 g Obst
5 g Butter oder Öl

Tipp Als Getreide sollten Getreideflocken am besten aus Vollkorn und ohne Zuckerzusatz verwendet werden.

Tipp Für den Obstanteil eignet sich am besten frisches Obst wie zum Beispiel Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen. Bananen enthalten viel Zucker, man kann sie deshalb mit weniger süßem Obst mischen. Geeignet sind auch fertige Obstgläschen, möglichst ohne Zuckerzusätze.

Getreideflocken in heißes Wasser einrühren und aufkochen. Danach werden Obstbrei und Fett unter den warmen Wasser-Getreide-Brei gemischt.

Fertigbrei

Verwenden Sie industriell hergestellte Breie, können Sie sich zur Erleichterung der Auswahl an folgenden Kriterien orientieren:
Tipp Je einfacher die Zusammensetzung, um so besser.
Tipp Alle angebotenen Obst-Getreide-Breie ab dem siebten Monat können verwendet werden.
Tipp Der Brei sollte frei von Milch und Milchbestandteilen sein.
Tipp Wählen Sie Gläschen ohne Zusätze von Zucker oder anderen Süßungsmitteln.


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Babys zweiter Brei


Im sechsten bis siebten Monat wird die Milchmahlzeit am Abend durch einen Vollmilch-Getreide-Brei ersetzt. Sie können den Brei selbst zubereiten oder auch einen industriell hergestellten Milch-Getreide-Brei verwenden.

Selbstherstellung

Sie benötigen drei verschiedene Zutaten:
1. 200 g Vollmilch 3,5% Fett, pasteurisierte Vollmilch oder H-Milch (keine Vorzugsmilch oder Rohmilch, da sie krankheitsauslösende Keime enthalten können)
2. 20 g Vollkorngetreide, Flocken oder Gries, möglichst aus Vollkorn, ohne Zucker
3. 20 ml Vitamin C-reicher Obstsaft

Getreide in heiße Milch einrühren (Instant-Getreideflocken nur in warme Milch einrühren), aufkochen lassen, vor dem Füttern Vitamin C-haltigen Saft zugeben.

Fertigbrei

Industriell hergestellte Fertigbreie werden in der Regel in Pulverform angeboten. Sie enthalten den Milchanteil in Form von getrockneter Milch und müssen nur noch mit Wasser verrührt werden.

Zur Erleichterung der Auswahl können Sie sich an folgenden Hinweisen orientieren:
Tipp Je einfacher die Zusammensetzung, um so besser.
Tipp Verwenden Sie Produkte mit dem Altershinweis "6. Monat". Diese Breie eignen sich bis der Milchbrei gegen Ende des ersten Lebensjahres durch eine Brotmahlzeit ersetzt wird.
Tipp Fertigmilchbreie sollten keine Zusätze von Zucker oder ähnlichen Kohlehydraten enthalten.
Tipp Auf Geschmackszutaten wie Nüsse, Kakao, Schokolade, Gewürze oder Aromen sollte man aus Gründen der Allergievorbeugung verzichten.


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Babys erster Brei - Beikost


Ab dem fünften bis sechsten Monat beginnt in der Regel die Zufütterung mit fester Nahrung, der so genannten "Beikost". Da sich die Funktionen des Magen-Darm-Traktes erst langsam entwickeln, sollte das Kind nicht zu früh mit anderer Nahrung gefüttert werden.

Tipp Als erstes Gemüse eignen sich Karotten, Kartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini und Spinat.
Zu beachten ist, dass immer nur eine Gemüsesorte gefüttert wird, da bei einer Allergie der Auslöser sonst schwer zu ermitteln ist.

Tipp Man beginnt löffelweise (drei bis fünf Teelöffel), danach stillen und steigert alle zwei Tage um drei bis fünf Löffel. Ab einem halben Gläschen wird nach der Löffelmahlzeit nicht mehr gestillt, sondern nur Tee gegeben.

Tipp Bei selbst hergestellten Gemüsebreien, etwas Pflanzenöl (Distel-, Sonnenblumen-, Maiskeimöl) zugeben.

Tipp Erst wenn eine komplette Mahlzeit durch Gemüse mit Kartoffeln oder Reis ersetzt wurde, gibt man zweimal wöchentlich 25 g Fleisch (Geflügel, Rind, Kalb) dazu.

Rezept

100 g Gemüse
50 g Kartoffeln
30 g Wasser
10 g Fett


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Lust statt Last - Stillen


Muttermilch ist die beste, die praktischste und die preiswerteste Nahrung für das Neugeborene.

Es wird empfohlen, Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Ab dem fünften - siebten Monat beginnt in der Regel die Zufütterung mit fester Nahrung.

Warum stillen?

Tipp Die Muttermilch enthält alles, was das Baby zum Gedeihen braucht: Wasser (Hauptbestandteil), Eiweiss, Fett, Kohlehydrate, Mineralien, Vitamine und Eisen.

Tipp Muttermilch versorgt das Kind mit den Immun- und Abwehrstoffen der Mutter. Dieser Schutz ist wichtig, da sich die Immunabwehr des Babys im Laufe der Jahre noch entwickeln muss. Stillen ist kein Allheilmittel und bietet keinen absoluten Schutz, aber gestillte Kinder erkranken seltener an Infektionen der oberen Luftwege und des Magendarmtraktes. Langjährige Beobachtungen deuten darauf hin, dass Muttermilch durchaus in gewissem Umfang vor Allergien schützen kann und dass Stillen das Risiko für Fettleibigkeit vermindert. Gestillte Kinder haben außerdem ein geringeres Risiko an Diabetis mellitus Typ 1 zu erkranken.

Tipp Stillen ist nicht nur für das Baby gut. Auch die Mutter hat Vorteile. Durch das Saugen an der Brust, wird bei der Mutter das wehenfördernde Hormon Oxytocin ausgeschüttet und so die Rückbildung der Gebärmutter unterstützt, sowie die Gefahr von Nachblutungen reduziert.

Tipps zum Stillen, Stillpositionen, Stillprobleme etc. geben wir demnächst.


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Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern


Bitte gehen Sie auf jeden Fall zum Arzt, wenn das Kind:
  • Fieber hat
  • Blut im Stuhl hat
  • schläfrig ist
  • nur noch wenig trinken will


Bei Säuglingen empfehlen wir grundsätzlich, einen Arzt aufzusuchen.

Tipps für Säuglinge

Tipp wenn Sie Ihr Kind stillen, weiterhin stillen
Tipp bei der Gabe von Säuglingsmilch: Setzen Sie für maximal sechs Stunden die Milch aus. Dann können Sie wieder die Säuglingsmilch geben. Wenn der Säugling unter sechs Monaten ist: 1:1 verdünnt mit einer Glucose-Elektrolytlösung aus der Apotheke
Tipp eventuell Heilnahrung

Tipps für Kleinkinder

Tipp Meiden Sie Milch (außer Muttermilch und Säuglingsmilch) und Fett!
Tipp geriebener Apfel gemischt mit zerdrückter Banane als Obstbrei
Tipp Karottengemüse, Kartoffelbrei mit wenig Salz, ohne Fett
Tipp Reisschleim mit Wasser und wenig Salz
Tipp Zwieback, Toast, Salzstangen, trockenes Brötchen mit Marmelade
Tipp Langsame Umstellung auf die gewohnte Nahrung erst wenn der Stuhl wieder normal ist.


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Abpumpen und Lagerung von Muttermilch


Tipp Abgepumpte Muttermilch kann im Kühlschrank bei + 4 Grad Celsius
24 bis 48 Stunden aufgehoben werden.
Tipp Verwendet man die Milch nicht sofort, am besten sofort nach dem Abpumpen einfrieren. Die Muttermilch sollte in kleinen Portionen in Plastikbehältern tiefgefroren werden. Bei - 20 Grad Celsius hält sie sich bis zu drei Monaten.
Tipp Aufgetaute Milch sollte innerhalb von 4 bis 8 Stunden verbraucht werden. Die ältere Milch bitte zuerst auftauen und verbrauchen.
Tipp Die Muttermilch sollte nicht bei Raumtemperatur oder unter heißem, fließenden Wasser aufgetaut werden. Sie sollte langsam im Kühlschrank bei + 4 Grad Celsius auftauen, da sich sonst zu viele Bakterien bilden können.
Tipp Über das Auftauen in der Mikrowelle liegen noch keine gesicherten Erfahrungen vor.


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Wer tobt muss viel trinken


Tipp An heißen Tagen kann der Wasserbedarf auf mehr als das doppelte ansteigen.
Tipp Je jünger ein Kind ist, desto empfindlicher reagiert es auf Flüssigkeitsmangel.
Tipp Säuglinge, die ausschließlich Mutter- oder Säuglingsmilch erhalten, sind normalerweise auch ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.
Tipp Ab dem zweiten Lebensjahr wird jedoch die Milchmenge zunehmend durch festere Nahrung ersetzt, dann müssen andere Getränke den Flüssigkeitsbedarf decken.
Tipp Ideale Durstlöscher sind Wasser und milde Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker.
Tipp Süße Getränke, wie zum Beispiel Fruchtsaftgetränke, Cola, Limonaden oder Eistee, sind zu süß, zu kalorienreich und bewirken das Gegenteil - das Kind bekommt noch mehr Durst.
Tipp Eisgekühlte Getränke sind ebenfalls ungeeignet - sie reizen die Magenschleimhaut.
Tipp Meist trinken Kinder von selbst die Flüssigkeitsmenge, die sie brauchen, aber beim Spielen und Toben vergessen es die Kinder oft.

Soviel Flüssigkeit braucht ihr Kind

  • bei 1 bis 2 Jahren: 400 bis 600 ml Wasser aus Getränken
  • bei 2 bis 4 Jahren: 500 bis 750 ml Wasser aus Getränken


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Babys Löffelstreik?


Sechs Monate Stillen und dann?
Es ist Zeit für die Umstellung vom Stillen auf die Beikost, aber das Baby möchte nicht. Es schiebt den Löffel mit Gemüse immer wieder aus dem Mund. Die Eltern sind verzweifelt, die Mahlzeiten werden zum "Kampf".


Tipp Weitere drei Wochen voll stillen, keine Löffelmahlzeiten anbieten.
Die Situation entspannt sich.
Tipp Nach drei Wochen nochmals langsam mit dem Zufüttern beginnen. Diesmal drei bis vier Tage lang dem Baby einmal am Tag nach der Stillmahlzeit einen Löffel Gemüse anbieten.
Tipp Anschließend dem Kind den Löffel zum Spielen geben.
Tipp Nach diesen Tagen wieder zwei Löffel Gemüse vor dem Stillen füttern.

Wichtig

  • Kleiner Plastiklöffel
  • Gemüse erwärmen
  • Zunächst ein bis zwei Löffel ein Mal pro Tag, Menge täglich steigern
  • Nur eine Sorte Gemüse (Karotten oder Zucchini oder Kürbis)
  • Immer vor der Stillmahlzeit füttern



Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an die
Frühkindliche Gesundheitsförderung
Tel. (089) 233 - 4 79 11
Montag - Freitag 8.00 - 11.00 Uhr


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