Frühkindliche Gesundheitsförderung
Unsere Kleinsten - aktuelle Tipps
Pflege
Fieber messen und senken
Ab 38 Grad Celsius spricht man bei Säuglingen von leichtem Fieber. Ab 39
Grad Celsius und höher sollte bei Babys ein Arzt aufgesucht werden.
Wie misst man am besten Fieber?

Bei Säuglingen und Kleinkindern am besten im After.

Alternativ ein Infrarot-Thermometer, das im Ohr misst.

Unter der Achsel ist nicht zu empfehlen (zu ungenau und schwierig).
Wie senkt man Fieber?

Bei Säuglingen ab sechs Monaten senkt man das Fieber mit Fieberzäpfchen
oder Fiebersaft (Zum Beispiel: Paracetamol, Ibuprofen). Die Wirkdauer beträgt
sechs bis acht Stunden.

Bei Fieberzäpfchen wehren sich die Kleinen oft. So geht’s einfacher:
Wärmen Sie das Zäpfchen bevor Sie es einführen in der Hand kurz
an. Mit ein wenig Creme betupft gleitet es leichter durch den After. Halten Sie
kurz die Pobacken des Kindes zu. Drückt Ihr Kind das Zäpfchen dennoch
zurück hilft ein Trick: Führen Sie das Fieberzäpfchen einfach mit
der stumpfen Seite voran ein.

Auch Wadenwickel können helfen. Ein Handtuch mit handwarmen Wasser nass machen,
auswringen und für zirka zehn Minuten um die Unterschenkel wickeln. Ein trockenes
Handtuch darüber geben. Wenn nötig bis zu drei Mal wiederholen.
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Zähne putzen - aber richtig!

Mindestens zweimal am Tag sollten die Zähne geputzt werden, morgens nach
dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.

Sobald die ersten Zähnchen da sind beginnt man mit dem Putzen. Dazu eignet
sich ein Wattestäbchen.

Spätestens wenn alle Zähne da sind, wird mit einer weichen Zahnbürste
mit relativ kurzem Bürstenkopf unter Anleitung geputzt:
- Die Zahnbürste mit sanftem Druck in einem Winkel von 45 Grad ansetzen
und die Beläge mit kleinen rüttelden Bewegungen lösen.
- Vom Zahnfleisch bis zu den Zahnkronen - von Rot nach Weiß - die Beläge
abwischen, zirka 5 Mal pro Zahnabschnitt.
- Erst die Vorder-, dann die Rückseite putzen. Zunächst Oberkiefer,
danach Unterkiefer reinigen.
- Beim Reinigen der Schneidezähne die Zahnbürste immer senkrecht
halten.
- Zum Schluss kommen die Kauflächen der Backenzähne an die Reihe.
- Danach Mund mit Wasser ausspülen.
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Fingernägel erst so früh wie nötig schneiden!
Eigentlich müssen Babys Finger- und Zehenägel in den ersten vier bis
sechs Lebenswochen nicht geschnitten werden, da die Nägel noch sehr weich
und zart sind. Wenn sie zu lang werden, brechen sie in der Regel von selbst ab.
Ausnahme: Kratzt sich das Baby viel, können die Nägel auch jetzt schon
vorsichtig mit einer speziellen, abgerundeten Babynagelschere geschnitten werden.
Am besten geschieht diese "sensible Prozedur" während das Baby
schläft. Eine Alternative zum Nägelschneiden sind weiche Fäustlinge,
die über die Händchen gezogen werden können, damit sich das Baby
nicht verletzen kann.
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Grillen - ein Sommervergnügen
Grillen mit Kleinkindern kann zu einem gefährlichen "Vergnügen"
werden, da Kleinkinder sehr unberechenbar und aktiv sind. Deshalb sollte man Kinder
immer auf Abstand halten und auf einen sachgemäßen Umgang mit dem Grill
achten.

Bei der Auswahl des Grills sollte man auf das GS- Prüfzeichen achten, der
Grill sollte stabil sein, einen sicheren Stand haben und im Windschatten aufgestellt
werden.

Zum Anzünden bitte handelsüblichen Grillanzünder verwenden, da
Spiritus eine gefährliche Stichflamme hervorrufen kann.

Streichhölzer und Feuerzeuge müssen für Kinder unerreichbar aufbewahrt
werden.

Bitte neben den Grill einen Eimer Wasser und eine Decke als Löschhilfe bereitstellen.
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Der beste Schutz vor Zeckenbissen
Zecken fallen nicht von den Bäumen, wie oft angenommen, sondern sie leben
unter dem Laub am Boden. Werden sie hungrig, klettern sie auf Büsche und
hohes Gras und warten auf ihre "Opfer". Beim Vorbeigehen werden sie
abgestreift, krallen sich fest und beginnen Blut zu saugen. Dabei können
sie Borreliose und Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) übertragen.
Da es gegen die Borreliose keinen Impfschutz gibt, sollte man die Kleinen und
auch sich selbst vor Zeckenbissen schützen:

Bleiben Sie bei Ausflügen ins Grüne auf den Wegen und meiden Sie hohes
Gras und Unterholz.

Ziehen Sie Ihrem Kind festes Schuhwerk und eine lange Hose an, stecken Sie die
Hosenbeine in die Socken.

Insektenabweisende Mittel, sogenannte Repellents, bieten zirka zwei Stunden einen
gewissen Schutz. Die Mittel sollten aber nicht bei Säuglingen angewendet
werden, auch bei Kleinkindern sollte man vorher in der Apotheke nachfragen.

Nach einem Ausflug ins Grüne suchen Sie die Haut und die Kleidung nach Zecken
(stecknadelgroße schwarze Sterne) ab.

Sollte Ihr Kind von einer Zecke gebissen werden, muss die Zecke so schnell wie
möglich entweder mit einer Zeckenzange oder vom Arzt entfernt werden.

Nach dem Entfernen der Zecke muss die Bissstelle noch etwa sechs Wochen beobachtet
werden. Bei Hautrötungen oder andere Krankheitszeichen sollte man den Arzt
aufsuchen.
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Spielen im Sandkasten
Ein paar Tipps, damit das Spielen Freude macht.

Bevor Ihr Kind im Sandkasten zu spielen beginnt, erst einmal die Sandkiste nach
Zigarettenkippen und Glasscherben absuchen.

Wenn Ihr Kind etwas in den Mund steckt, ruhig bleiben, inspizieren Sie kurz Hände
und Mund. Sollte nur Sand daran kleben, kann Ihr Kind weiterspielen.

Bei "Schmierereien" sollten Sie versuchen, Ihrem Kind mit einem Feuchttuch
die Hände und den Mund zu waschen.

Geben Sie ihrem Kind grundsätzlich nur außerhalb des Sandkastens etwas
zu essen. Reinigen Sie ihm vorher mit einem Feuchttuch die Hände.

Gehen Sie möglichst immer auf eingezäunte Spielplätze.

Nach dem Spielen waschen Sie dem Kind zu Hause gründlich die Hände.
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Nabelhernie (Nabelbruch)
Nabelhernie tritt häufig direkt nach der Geburt auf. Ursache ist die noch
nicht vollends ausgebildete Bauchwand im Bereich des Bauchnabels.
Die Nabelhernie bildet sich meist in den ersten Lebensmonaten durch die Kräftigung
der Bauchmuskulatur zurück. Wenn der Bruch kleiner als drei bis vier Zentimeter
ist und nicht wächst, raten Kinderärztinnen und -ärzte bis zum
Kindergartenalter nichts zu unternehmen.

Häufige Bauchlage im wachen Zustand des Babys fördert die Rückbildung.

Ein Verkleben mit Pflaster nützt nichts und sollte nicht erfolgen, da die
Gefahr von Allergien gegen den Klebestoff oder das Pflastermaterial besteht.
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Hausmittel bei Husten
Haben Säuglinge anhaltenden Husten sollte auf jeden Fall die Kinderärztin
oder der Arzt aufgesucht werden.
Folgende Hausmittel können ab dem zweiten Lebensjahr angewendet werden:

Einreibungen mit 10%igem Lavendel- oder Eukalyptusöl (möglichst naturbelassen
aus dem Bioladen) und Wolltuch um die eingeriebene Bereiche legen.

Zur Schleimlösung und leichterem Abhusten Hustentee geben:
Fenchelsamen, Thymiankraut, Melissenblätter und Huflattichblätter (erhältlich
in der Apotheke) zu gleichen Teilen mischen. Zwei Teelöffel der Mischung
mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen
lassen. Bei Bedarf mit etwas Honig süßen. Drei bis fünf Mal eine
halbe bis eine Tasse möglichst warm trinken lassen.

Außerdem heißer Tee mit Zitrone.

Keine Milch, sie fördert die Schleimbildung.

Insgesamt viel Flüssigkeit trinken lassen.
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Was tun bei verstopfter Nase?
Niesen in den ersten Lebenswochen dient der natürlichen Reinigung der Nase.
Läuft jedoch gelbes oder grünes Sekret aus der Nase, handelt es sich
um eine bakterielle Infektion. Gehen Sie dann bitte zur Ärztin oder zum Arzt.
Hat das Kind Probleme beim Atmen, Trinkschwierigkeiten oder Schlafprobleme, können
folgende Maßnahmen helfen:

Viel frische Luft, wenn die Körpertemperatur unter 38° C liegt. Tagsüber
alle ein bis zwei Stunden zehn Minuten lüften (Stoßlüften).

Raumtemperatur nicht zu hoch halten.

Trockene Luft vermeiden (feuchte Tücher aufhängen oder Schüsseln
mit Wasser gefüllt auf die Heizung stellen.

Kind erhöht lagern.

Zum Befeuchten der Nasenschleimhaut physiologische Kochsalzlösung bis fünf
Mal pro Tag ein Tropfen in jedes Nasenloch geben.

Muttermilch hat entzündungshemmende Stoffe, die für eine freie Nase
sorgen. Einen Tropfen in jedes Nasenloch mehrmals täglich geben.

Zum Abschwillen der Nasenschleimhaut: Kamillentee kochen, viel Zucker (wie Sirup)
hinzufügen. Abgekühlt fünf Tropfen in jedes Nasenloch geben. Nur
frisch zubereitet verwenden.

Falls nötig zu Nasentropfen wie zum Beispiel Otriven, Olynth, Nasivin greifen.
Sie sollten maximal eine Woche gegeben werden, da sie die Nasenschleimhäute
austrocknen und durch Reizung der Schleimhäute dann wieder zur verstärkten
Schleimbildung führen können.

Babix-Inhalat sparsam auf ein Tuch geben und zum Beispiel über der Wiege
aufhängen. Nicht auf die Haut des Babys auftragen.

Nasensauger nur bei stark verschleimter Nase verwenden, da er die Nasenschleimhaut
des Säuglings stark reizt. Für Neugeborene Mucex-Schleimabsauger verwenden.
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Wann muss die Windel weg?
Während noch in früheren Jahren die Sauberkeitserziehung sehr streng
gehandhabt wurde, geht man heute mit dem Thema sehr viel liberaler um. Neuere
Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie belegen, dass die Motivation zum
Sauberwerden vom Kind selbst ausgehen muss, das heißt, es muss bestimmte
körperliche und geistige Entwicklungsprozesse durchlaufen haben:
- Es muss Stuhl - und Harndrang bewusst wahrnehmen.
- Es muss seine Bedürfnisse artikulieren können.
- Es braucht eine Vorstellung von Zeit.
Wann ein Kind so weit ist, hängt sehr von seiner individuellen Entwicklung
ab. Die meisten Kinder werden zwischen dem 18. und 30. Lebensmonat sauber.
Unterstützen Sie Ihr Kind in dieser Entwicklungsphase.

Bieten Sie ihm Töpfchen oder Toilette mit Kinderaufsatz an.

Machen Sie aus dem Toilettengang kein Geheimnis und zeigen Sie keinen Ekel.
Kinder sind neugierig und möchten genau wissen, was es mit ihren Ausscheidungen
auf sich hat.

Natürlich spielen auch ganz praktische Dinge eine Rolle. Will Ihr Kind
allein aufs Klo, dann sollte es keine Latzhose tragen, die nur schwer aufzuknöpfen
ist.

Prima klappt es mit dem Sauberwerden im Sommer. Die Kleinen haben nur wenig
an und es besteht kaum die Gefahr, das was "in die Hose geht".
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Babys baden

Babys nicht zu oft baden.
Früher wurde Babys täglich gebadet, heute rät man eher davon ab,
da die Haut sonst zu sehr austrocknet und der Säureschutzfilm der Haut zerstört
wird. Babys sollten höchstens dreimal in der Woche gebadet werden. Kinder,
die zu sehr trockener Haut neigen, sollten sogar nur einmal pro Woche in die Wanne.

Babys sollten nur in die Wanne, wenn sie Spaß am Planschen haben.

Badezusätze sind im ersten Lebensjahr überflüssig, manchmal sogar
schädlich, die Konservierungsstoffe oder Parfümzusätze können
die Austrocknung der Haut begünstigen und Allergien auslösen.

Das Baby braucht auch keine Haarwaschmittel.
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Probleme beim Zahnen

Die ersten Milchzähne brechen meist zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat durch
- in der Regel ohne größere Schwierigkeiten.

Eckzähne und Backenzähne bereiten oft größere Probleme. Das
Kind ist unruhig, schläft schlecht, hat wenig Appetit.

Es können zugleich auch starke körperliche Beschwerden auftreten wie
Fieber, Durchfall, Erbrechen.

Während des Zahndurchbruchs schwillt das Zahnfleisch an, das Kind hat vermehrten
Speichelfluss, blasse oder rote Wangen sowie Ruhelosigkeit und Appetitlosigkeit.
Hilfen

Zahnfleisch massieren

gekühlter Beißring

eventuell Dentinox-Gel

Osamit Globuli verabreichen. Dosierung: alle halbe Stunde bis zu zehn mal täglich,
über vier bis fünf Tage möglich
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Erste Hilfe-Maßnahmen bei Nasenbluten

Beruhigen Sie das Kind

Setzen Sie es hin und neigen Sie den Kopf leicht nach vorn, nicht nach hinten.

Legen Sie einen kalten Waschlappen oder eine mit einem Tuch umwickelte Kältepackung
in den Nacken, damit sich die Blutgefäße zusammenziehen.

Dauert die Blutung länger als eine Viertelstunde oder ist sie besonders stark,
droht starker Blutverlust. Rufen Sie in diesem Fall den Rettungsdienst.
Blutungen im Mund sind ähnlich zu behandeln wie Nasenbluten:

Das Kind sollte sich hinsetzen und den Kopf nach vorn beugen.

Blutungen der Lippe, der Zunge, des Zahnfleisches und des Gaumens können
gestillt werden, indem man eine sterile Kompresse aufdrückt.

Ausgeschlagene Zähne entfernen Sie aus dem Mund und bewahren Sie feucht auf,
damit der Zahnarzt sie evtl. wieder einsetzen kann.
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Mit dem Baby im Auto unterwegs
Autofahrten können für Babys vor allem im Sommer ziemlich belastend
sein, deshalb sollte man folgende Tipps beachten:

Alle Kinder dürfen nur im für das Alter passenden und korrekt montierten
Kindersitz befördert werden.

Im Auto sollte nicht geraucht werden.

Direkte Sonneneinstrahlung sollte durch Blenden an Fenstern vermieden werden.

Klimaanlage und Lüftung sollte nur auf schwacher Stufe eingestellt werden,
Zugluft sollte vermieden werden.

Wechselwäsche für kleine Kinder mitnehmen.

Kinder niemals allein im Auto lassen.

Mittagshitze meiden.

Kinder benötigen alle 90 bis 120 Minuten (alle eineinhalb bis zwei Stunden)
eine Pause.

Das "Lieblingskuscheltier" sollte griffbereit sein.
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Der erste Sommer mit Ihrem Baby
Die Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders empfindlich und sollte vor
der Sonne geschützt werden.

Im ersten Lebensjahr sollten die Kinder nicht in die Sonne, deshalb ist der
beste Sonnenschutz der Schatten. Aber Vorsicht, auch im Schatten gelangen bis
zu 40% der Sonnenstrahlen auf die Haut.

Leichte, helle, luftige Baumwollkleidung, ein Sonnenhut mit breiter Krempe und
Nackenschutz schützt vor direkter Sonnenbestrahlung.

Unbedeckte Körperpartien sollten auch im Schatten mit einer gut verträglichen
Sonnenschutzcreme (ohne Parfüm, ohne Farbstoffe und ohne Konservierungsstoffe,
Lichtschutzfaktor zwischen 20 und 25)
30 Minuten vor dem Start ins Freie eingecremt werden. Ihr Kinderarzt berät
Sie über die Hautverträglichkeit der Sonnenschutzcremes.

Zwischen 11 und 15 Uhr scheint die Sonne am stärksten - Zeit für die
Mittagspause zu Hause.
An warmen Tagen macht es den Kleinen riesigen Spaß nackt zu strampeln oder
ohne Windeln herumzulaufen - das ist wunderbar für Babys Po.

Natürlich nur im Schatten und nur für kurze Zeit!
Viel Spaß im Sommer!
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Windelsoor
Häufige Pilzinfektion im Windelbereich, erkennbar an scharf begrenzten blassgelben
Flecken und Blasen auf rotem Grund.
Bitte zum Kinderarzt gehen.
Pflegehinweise

häufiger Windelwechsel

Nacktstrampeln

Po nicht mit Öl reinigen, besser warmes Wasser zum Reinigen nehmen

Po gut trocknen: Luftbad, eventuell föhnen (dabei Penis mit Kleenex abdecken)

kein Puder verwenden

besonders sauberer Umgang mit Salbengefäßen und Tubensalben

Einmalunterlagen verwenden
Bei ausgeprägtem Befall:

spezielle Salben auf Nystatin-Basis verwenden (Rezept vom Kinderarzt)

gesamten entzündeten Hautbereich bis in die gesunden Hautbereiche eincremen

Salben noch drei Tage nach der Abheilung verwenden
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Neugeborenenakne
Nach der Geburt kann die Hormonumstellung zur Überproduktion der Talgdrüsen
und zur Babyakne führen. Dann zeigen sich, besonders an den Wangen, leichte
Pusteln und Mitesser. Normalerweise verschwindet diese Akne nach wenigen Wochen
wieder. Es ist keine Therapie notwendig.

sehr trockene, gerötete Hautbezirke können mit Muttermilch oder Penaten-Vaseline
1:1 über Nacht eingecremt werden.

das Baby soll reizfreie Wäsche tragen, gekochte Baumwollunterwäsche
oder Hemdchen aus Seide.
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Mundsoor: häufige
Pilzinfektion
Krankheitserreger, die an Gegenständen haften, lösen die Pilzinfektion
aus. Mundsoor ist erkennbar an
- weißen Stippchen an den Wangenschleimhäuten, die man nicht wegwischen
kann
- einem weißen Belag auf der Zunge
Wir empfehlen Ihnen, den Kinderarzt aufzusuchen.
Pflegehinweise

Sauger, Schnuller und Löffel nicht selbst in den Mund nehmen.

Flasche mit Restmilch sofort ausspülen.

Sauger mit Kochsalz abreiben.

Flasche und Sauger ausspülen und laut Anweisung auskochen. Entweder im
Vaporisator oder in einem nur dafür vorgesehenen Topf. Fünf Minuten
kochen lassen.

Schnuller und Sauger nach Abklingen von Soor austauschen.

Anwendung von Salben (nach Rücksprache mit dem Arzt)
Salbenbeispiele: Nytatin-Suspension, Candio-Hermal-Suspension, Daktar-Mundgel

Drei bis vier Wattestäbchen zusammenbinden, damit eine größere
Fläche entsteht. Die Salbe damit im Mund verteilen.

Tritt bei der stillenden Mutter Juckreiz an der Brustwarze auf, ebenfalls entsprechende
Salbe verwenden.
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Milchschorf
Milchschorf ist eine verstärkte Schuppenbildung. Sie kann in den ersten Lebenswochen
im Bereich der Kopfhaut und Augenbrauen auftreten.
Tägliches Bürsten mit einer Babybürste kann der Schuppenbildung
in begrenztem Maße vorbeugen.
Bei vorhandenem Milchschorf:
Am Abend oder zwei bis drei Stunden vor dem Baden mit ölhaltigem Wattebausch
sanft einreiben (Babyöl, Mandelöl oder andere pflanzliche Öle).
Das einwirkende Öl macht die Schuppen weich.
Am nächsten Morgen mit nassem Waschlappen wieder abwaschen beziehungsweise
abbürsten. Bei Bedarf mehrmals wiederholen.
Noch festsitzende Schuppen nicht abkratzen oder entfernen. Dies kann zu Verletzungen
der empfindlichen Kopfhaut führen.
Bei den Augenbrauen bitte Vorsicht - nur ganz wenig Öl zum Einmassieren
verwenden.
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Wattestäbchen
- Vorsicht
Viele Eltern benützen zur Ohrreinigung noch immer Wattestäbchen, um
die Ohren gründlich zu reinigen.

Die Wattestäbchen zerstören den zarten Schmelzfilm, der das Ohr reinigt
und pflegt.

Außerdem wird somit der Ohrschmelz tief in das Ohrinnere geschoben, wo er
mit der Zeit das Hörvermögen beeinträchtigt.

Manchmal wird mit "Ohrstäbchen" sogar das Trommelfell durchstoßen.

Deshalb mit Wattestäbchen nur die Ohrmuschel reinigen.
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Sommer, Sonne, Sonnenschein
- Babys im Sommer
Brauchen Babys Sonne?
Zur Bildung von Vitamin D in der Haut reicht der Aufenthalt im Freien auch bei
bedecktem Himmel.

Babys sollten soweit wie möglich im Schatten bleiben.

Die Haut durch leichte Bekleidung bedecken.

Einen Sonnenhut mit breiter Krempe aufsetzen.

Eine Sonnenbrille ist im allgemeinen erst ab dem 2. Lebensjahr sinnvoll (Unfallgefahr!).

Unbedeckte Körperstellen mit geeigneter Sonnenschutzcreme (UVA und UVB -
Schutz Faktor 20 und mehr) mindestens 30 Minuten vor dem Spazierengehen einreiben.

Ein Aufenthalt im Freien zwischen 11 und 15 Uhr sollte, wenn möglich, vermieden
werden.
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Fingernägel schneiden
In den ersten 4 bis 6 Wochen sollten die Fingernägel des Babys noch nicht
geschnitten werden, da man sonst das Nagelbett verletzten kann. Wenn die Nägel
über die Fingerkuppen gewachsen sind, können sie geschnitten werden.

Verwenden Sie eine abgestumpfte Rundschere.

Schneiden Sie die Nägel, wenn Ihr Kind schläft - dann hält es still.
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Baden - Lust oder Frust?
Die meisten Babys genießen ihr Bad, doch manche schreien bei jeder Berührung
mit dem Wasser.

Baby mit Hemdchen baden. Den Boden der Badewanne mit einem kleinen Frotteehandtuch
auslegen.
Das Baby nie ganz hungrig baden.

Wassertemperatur 36,5 bis 37,5 °C - Badethermometer benützen.

Zimmertemperatur 24 °C.
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an die
Frühkindliche Gesundheitsförderung
Tel. (089) 233 - 4 79 11
Montag - Freitag 8.00 - 11.00 Uhr
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