Psychiatrische Hilfen
Vorsorge und Aufklärung
Malerei eines Patienten
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Information und Aufklärung
Hier geht es um die Bereiche Information und Aufklärung über psychische
Erkrankungen, aber auch das Bestreben, die Tabuisierung von seelischen Erkrankungen
und die Zurückweisung psychisch Kranker in der öffentlichen Meinung
zu überwinden. Diese Zielrichtungen sind eng miteinander verbunden: es geht
darum, Verständnis zu wecken - für das Eigene wie für das Fremde
- Begegnung und Aussprache zu fördern, Integration zu ermöglichen.
Einige Initiativen engagieren sich für diese Ziele, zum Beispiel durch öffentliche
Veranstaltungen, Aktionen, Zeitungsberichte und Medienservice, Fortbildungen,
Internet-Seiten und anderes.
- "BASTA - das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen"
ist Teil der weltweiten AntiStigma-Kampagne "open the doors" und
eine Arbeitsgemeinschaft, die aus Betroffenen, Angehörigen und Psychiatri-Profis
besteht. Ziel der Organisation ist es, durch Aufklärung der Stigmatisierung
psychich erkrankter Menschen entgegenzuwirken. In München ist sie am
Klinikum rechts der Isar/Psychiatrie angesiedelt.
Angeboten werden: öffentliche Veranstaltungen, Kunst- und Kulturereignisse,
Aktionen gegen Diskriminierung von psychisch Kranken in der Öffentlichkeit,
Unterrichtseinheiten in Schule und Polizeiausbildung, Medien-Informationen
und -service.
- "Irre menschlich e.V. Hamburg"
Verein für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich psychische Erkrankung.
Er ist hervorgegangen aus dem ersten bundesdeutschen "Psychoseseminar" in
Hamburg, und wird gemeinsam getragen von Fachleuten, Betroffenen, Angehörigen
und Bürgerhelferinnen und -helfer aus dem Bereich der Psychiatrie. Ausgearbeitet
wurden Unterrichtseinheiten für verschiedene Jahrgangsstufen an Schulen,
sowie Fortbildungsreihen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Polizistinnen
und Polizisten. Das Material kann angefordert werden:
- "Irrsinnig menschlich Leipzig e.V."
Eng mit dem Hamburger Projekt verbunden und angesiedelt an der psychiatrischen
Uni-Klinik Leipzig, wird diese Initiative mittlerweile durch die "Aktion Mensch"
gefördert und kann seine Materialen und Fortbildungen nun auch bundesweit
anbieten:
Das Psychose-Seminar München besteht seit 1993 als Forum für Psychose-Betroffene,
Angehörige, Fachleute und Bürgerhelferinnen und -helfer. Im wechselseitigen
Gespräch (Dialog, "Trialog") kann mit- und voneinander gelernt
werden, um das eigene Verständnis von Psychosen zu vertiefen.
Das Seminar findet 14-tägig während der Hochschulsemester statt (mittwochs
von ca. 17 bis 20 Uhr), derzeit am Klinikum "Rechts der Isar". Jeweils
für ein Semester formiert sich eine Gruppe von ca. 30 bis 40 Personen, teils
aus langjährigen und teils aus neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In
Kleingruppen und im Plenum wird jeweils für ein Semester ein Thema im Zusammenhang
mit Psychosen besprochen und vertieft.
Auskünfte und Voranmeldungen bei:
- Psychose-Seminar München
c/o Dr. Heinrich Berger
Sozialpsychiatrischer Dienst München-Giesing
Tel. 65 20 21 (am besten mittwochs 9 bis 10 Uhr)
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