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Denkmal zur Erinnerung an die Sendlinger Mordweihnacht 1705Grablage: 6-16-24/27 Im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) wurde Bayern von Habsburger Truppen besetzt. Die Bevölkerung litt unter Zwangsrekrutierungen und der brutalen Eintreibung von Versorgungsleistungen. Die ersten Aufstände blieben nicht lange aus. Es keimte die Losung: "Lieber bairisch sterben als kaiserlich verderben". Als Höhepunkt ihrer Revolution hatten Bauern und Handwerker an Weihnachten 1705 einen Sternmarsch zur Befreiung von München geplant, an dem rund 3.000 Männer aus dem "Oberland" (Voralpenland) und zirka 16.000 aus dem "Unterland" (Niederbayern / Oberpfalz) teilnehmen sollten. Die Unterländer wurden jedoch durch Verrat bereits bei Ebersberg am Weitermarsch gehindert, und auch die erhoffte Hilfe der Münchner Bürgerwehr blieb aus. Der Angriff auf die Stadttore blieb erfolglos, die Aufständischen wurden wieder bis nach Sendling zurückgedrängt, wo sie sich schließlich ergaben und die Waffen niederlegten. Nach der Kapitulation wurden die Oberländer durch Habsburger Truppen mit großer Brutalität niedergemetzelt. Die wenigen Überlebenden wurden zum Teil schwer verwundet drei Tage lang liegen gelassen. In der Nacht zum 25. Dezember 1705 starben auf der Anhöhe der heutigen Lindwurmstraße bei der alten Sendlinger Kirche etwa 2.500 bayerische Rebellen. Zwei Wochen später wurden die Unterländer in Aidenbach ebenso verheerend niedergemetzelt. Der bayerische Aufstand war damit beendet. In drei Wochen hatten über 10.000 Bayern den Tod gefunden. Am 2. Juli 1818 regte der Mundartforscher Johann Schmeller erstmals an, auf dem Südfriedhof ein Denkmal zur Erinnerung an dieses Ereignis zu errichten. In der Nähe der südlichen Friedhofsmauer befand sich ein großer, ungepflegter Grabhügel ohne Stein oder Kreuz. Hier sollten - der Überlieferung nach - mehr als 500 Opfer der Bauernschlacht begraben sein. Der erste Entwurf von Franz Schwanthaler dem Älteren wurde vom königlichen Hofarchitekten Friedrich von Gärtner überarbeitet. Vom königlichen Hof wurde der Stadt durch König Ludwig I. eine 234 kg schwere Kanone gespendet, die geschmolzen und zu einer 16-eckigen Brunnenwanne auf schlankem Fuß umgearbeitet wurde. Am 1. November 1831 wurde das Denkmal unter großem Andrang der Bevölkerung feierlich enthüllt. |
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