Klimaschutz mit Messer und Gabel




Wissenswertes über den Klimawandel

Temperaturzunahmen von 6 Grad bis zum Jahr 2100, das Verschwinden der Gletscher, Überschwemmungen, Stürme und vieles mehr wird uns als Folge des Klimawandels prognostiziert. Verantwortlich dafür ist die Zunahme von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas in der Atmosphäre.
Der Großteil dieser Klimagase ist „handmade“ von den reichen Industrieländern.
Um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, fordern die Klimaforscher eine Reduktion der Treibhausgase bis 2050 weltweit um 50 Prozent. Das soll vor allem durch die Einsparung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle passieren. Dazu können nicht nur Industrie- und Wirtschaftsbetriebe ihren Beitrag leisten. Jeder einzelne kann sofort und ohne großen Aufwand zum Klimaschützer werden: durch einen nachhaltig orientierten Konsum - wozu auch unsere tägliche Ernährung zählt.

Wissen Sie wie viel Treibhausgase bei der Herstellung von Burger, Pizza und Co. entstehen?

Schädliche Klimagase wie Kohlendioxid und Methan verursachen nicht nur Autos und die Industrie. Allein mit unserer Ernährung produzieren wir 20 Prozent der gesamten Treibhausgase.
Dabei bringt die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch, Wurst, Käse und andere Milchprodukte am meisten Klimagase auf die Waage. Sehr klimafreundlich ist hingegen die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel.

Tipps für eine Prima-Klima-Ernährung, die Sie sofort und einfach umsetzen können: Sparen Sie los!

  • Ein Teller Gemüse ist ein Teller Klimaschutz

    Mit mehr Gemüse, Getreide und Obst auf dem Teller werden Sie zum Klimahelden. Denn die Herstellung pflanzlicher Lebensmittel verursacht sehr wenige Treibhausgase.
    Fleisch ist - aufgrund der energieaufwändigen Dünger-Herstellung für den Anbau von Viehfutter und des bei der Verdauung entstehenden Methans beim Rind äußerst klimaschädlich. Weltweit gesehen produziert die Viehhaltung sogar mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehr!
  • Bio macht weniger (Klimagase) her

    Pflanzliche Lebensmittel aus Bio-Anbau verursachen bis zu einem Drittel weniger Treibhausgase als solche aus herkömmlicher Landwirtschaft. Grund dafür ist, dass Bio-Bauern nur eigenen Dünger wie Mist und keinen Kunstdünger verwenden.
  • Das Gute liegt so nah – Greifen Sie zu!

    Mit Lebensmitteln aus der Region unterstützen Sie die regionale Wirtschaft und verhindern lange Lebensmittel-Transporte. Bei Produkten, die in der Nähe produziert werden (können), sollten Sie zugreifen. Denn ist es nicht unsinnig, Milchprodukte aus Norddeutschland oder Irland nach Bayern zu transportieren und hier zu verkaufen?
  • Eröffnen Sie die Saison!

    Lebensmittel, die bei uns keine Saison haben, kommen oft aus beheizten Treibhäusern. Um diese zu heizen, wird sehr viel Energie in Form von Erdöl verbraucht und Treibhausgase produziert. Ein Beispiel: Für einen Salat aus Freilandanbau entstehen 75 Gramm Treibhausgase, stammt er aus dem beheizten Treibhaus sind es 4.500 Gramm Treibhausgase – also 60-mal so viel.
  • Lieber frisch und gering verarbeitet statt tief gefroren

    Die lange Kühlkette während Transport und Lagerung von (tief)gekühlten Lebensmitteln braucht viel Energie und erzeugt enorm viel Treibhausgase. Die Herstellung tiefgekühlter Pommes frites beispielsweise verursacht 29-mal mehr Treibhausgase als frische Kartoffeln.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Sie regelmäßig viel Gemüse - möglichst biologisch, regional, saisonal und frisch essen – dann sind Sie ein Prima-Klima-Typ. Zusätzlichen Klimaschutz leisten Sie, indem Sie öfter mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Einkaufen gehen und energiesparende Haushaltsgeräte verwenden.

Kennen Sie den Erdölverbrauch und Menge an Treibhausgasen Ihres Lieblingsgerichts?

Für sechs typische Speisen wurden vom Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, Jürgen Kretschmer und Bio etc. Beratung für nachhaltige Ernährung, Sonja Grundnig die „Klimawirksamkeit“ ermittelt. Dabei wurden Gerichte mit und ohne tierische Produkte sowie die Unterschiede einer biologischen und konventionellen Erzeugung untersucht.
Die Berechnungen zeigen, dass fleischarme Speisen mit biologischen Lebensmitteln das Klima am wenigsten belasten. Ein Burger mit Pommes frites und Ketchup setzt 18 bis 22-mal mehr Treibhausgase frei als die Nudel- oder Gemüsegerichte. Bei der Gemüse-Pizza verursacht die Herstellung des Pizza-Käses sehr viele Treibhausgase. Isst man die Speisen in biologischer statt in konventioneller Qualität, spart man zusätzlich 8 bis 18 Prozent an Treibhausgasen.

Gutes "Bio-Klima" herrscht in der Biostadt München.

In städtischen Kindereinrichtungen und der Verwaltung sowie der Münchner Gastronomie kommen immer mehr Bio-Lebensmittel zum Einsatz.



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Konzeption

Bund Naturschutz in Bayern e. V., Kreisgruppe München,
Pettenkofer Str. 10a, 80336 München
Tel: 089-515676-0
info@bn-muenchen.de
www.bn-muenchen.de

Bio etc. - Beratung für nachhaltige Ernährung, München, Sonja Grundnig; s.grundnig@kabelmail.de
Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, München, Jürgen Kretschmer und Dr. Karl von Koerber; kretschmer@bfeoe.de; www.bfeoe.de

Literatur





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