Nachhaltige Ernährung


Nachhaltige Ernährung und „Bio“ boomt. Und München gehört bundesweit zu den Städten mit der größten Nachfrage nach Bioprodukten. Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle der Land-, Forstund Ernährungswirtschaft berichtet in den „Materialien zur Marktberichterstattung 2006“ von bundesweit jährlichen Zuwachsraten von 15–20 Prozent. 2005 hat der Umsatz von Biolebensmitteln in Deutschland 4 Mrd. € erreicht, im Jahr 2008 bereits 5,8 Mrd €. Für Bio und Nachhaltige Ernährung gibt es gute Argumente, die wir an dieser Stelle für Sie aufbereitet haben. Auch in Zukunft werden Sie hier Informationen zu einer nachhaltigen Ernährung finden.





8 Gründe für Bio-Lebensmittel


Bio ist Verbraucherschutz:

Durch sichere, transparente und kontrollierte Herstellung und Verarbeitung.

Bio ist Tierschutz:

Durch artgerechte Tierhaltung ohne Leistungs- und Wachstumsförderer.

Bio ist Umweltschutz:

Durch das Verbot von chemischen Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger.

Bio ist gentechnikfrei:

Durch das gesetzliche Verbot von Gentechnik.

Bio ist gesund:

Durch mehr Vitamin C, Mineralstoffe, Omega-3-Fettsäuren und weniger Nitratrückstände/Rückstände.

Bio ist klimafreundlich:

Durch reduzierten Ammoniak und CO2-Ausstoss.

Bio ist sozial:

Durch Schaffung von regionalen Arbeitsplätzen.

Bio schmeckt einfach:

Probieren Sie’s einfach!




Für alle, die es noch genauer wissen wollen:

Bio. Man hört es überall, jeder weiß im Prinzip, um was geht. Dennoch, es ist nicht immer ganz klar, um was es sich tatsächlich handelt. Was steckt hinter Bio? Warum ist es gleichermaßen für alle, seien es Kinder und Jugendliche, deren Eltern, Betreuer und Lehrer, seien es Gastronomen, oder sei es die Stadt München selbst, sinnvoll, Bionahrung zu verzehren oder abzubieten?
10 Argumente finden Sie hier...

Bio...


  • 1. ...ist wertvoller und gesund
  • 2. ...ist sicher
  • 3. ...arbeitet ohne Gentechnik
  • 4. ...ist konsequent biologisch
  • 5. ...Tiere haben es besser
  • 6. ...schützt Vögel und Pflanzen
  • 7. ...schützt Böden, Wasser und Gewässer
  • 8. ...hilft dem Klima
  • 9. ...spart Energie
  • 10. ...ist sozial




  • Und wie betrifft Sie das persönlich?

    Hier erfahren Sie, warum es sich nicht nur für jeden echten Bayern und für jeden Genussmenschen lohnt, Bio zu kaufen und zu essen. Für Sie ist auf jeden Fall etwas passendes dabei!

    Argumente für Bio nach Lebensstil


  • ..."bekennende Bayern"
  • ...Liebhaber der kleinen Preise
  • ...Menschen mit langjähriger Lebenserfahrung
  • ...Trendkenner
  • ...Gesundheitsbewusste
  • ...Familienmenschen
  • ...Zukunftsbewusste
  • ...Genießer




  • 1. ...ist wertvoller und gesund

    Bioprodukte enthalten erwiesenermaßen mehr wertvolle Inhaltsstoffe als konventionell produzierte Nahrung, der bei der Verarbeitung zahlreiche Zusatzstoffe zugeführt werden. Dies führt häufig zu Allergien bei Kindern. Bioprodukte sind demnach gesünder und intensiver im Geschmack. Gerade im Kindesalter ist es wichtig, ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schaffen. Und wenn diese ausgewogen ist, steigert sich das Konzentrationsvermögen und damit die Leistungsfähigkeit im Unterricht. Gastronomen hingegen können guten Gewissens mit dem Prädikat "allerbeste Qualität" werben (für sie gilt das auch bei den Punkten 2 und 3).

    2. ...ist sicher

    Bioprodukte enthalten keine Zusatzstoffe. Drinnen ist nur, was da auch reingehört. So fehlen die bei herkömmlich produzierter Nahrung üblichen Pestizide, sofern sie nicht durch die allgemeine Umweltverschmutzung zugeführt wurden. Denn der Biolandbau wird streng kontrolliert und ist auch als solcher ausgewiesen. Er erhält nach der Prüfung ein Biozertifikat. Auch hier gilt: empfindliche Organismen von Kindern sollten möglichst wenig mit Chemie in Lebensmitteln in Berührung kommen.


    3. ...arbeitet ohne Gentechnik

    Da die Natur einen besonders hohen Stellenwert bei Bioprodukten einnimmt, wird auf jegliche Gentechnik verzichtet. Sie widerspricht einem der wichtigsten Grundsätze des Biolandbaus. Gentechnik ist generell umstritten, fordern nicht zuletzt viele Bürgerinnen und Bürger die ausnahmslose Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten. Durch den Einsatz von Bioprodukten könnte die Stadt auf diese Weise einem Wunsch der Bürgerinnen und Bürgern nachkommen.

    4. ...ist konsequent biologisch

    Im Biolandbau ist alles ökologisch wertvoll, von der Saat bis zum Vieh, vom selbstangebauten Apfel bis zum Kleintierzoo auf dem Erlebnishof. Um sicher zu stellen, dass auch wirklich keine Pflanzenschutzmittelrückstände an Bioprodukten gefunden werden können, gibt es eine Umstellungsfrist für die Biobauern, bis sie bio-zertifiziert werden.
    Wenn ein Betrieb, sei es eine Schulkantine, eine Mensa an der Uni oder ein gutes Restaurant, bio-zertifiziert wird, geschieht das nur unter strengen Auflagen. Der Warenverkehr ist ein-wandfrei nachzuvollziehen und der Biolandbau ist detailliert geregelt. Wo Bio drauf steht, ist auch wirklich Bio drin. Die Stadt kann mit dieser Zertifizierung eindeutig belegen, dass das, was sie anbietet, auch hochwertig ist. Eltern ernähren ihre Kinder in dem Bewusstsein, dass dies auch gesund ist. Gastronomen wissen, was sie anbieten.

    5. ...Tiere haben es besser

    Die artgerechte Tierhaltung ist für die Nutztiere von erheblichem Vorteil. So sind deren Produkte und Erzeugnisse von besserer Qualität. Das Futter ist ohne Zusatz von Leistungsförderern. Untersuchungen ergaben, dass die Milch von Kühen, die auf der Weide grasen und Grünfutter bekommen, einen wesentlich höheren Anteil an Omega3-Fettsäuren haben als solche, die nur im Stahl mit Mastfutter gehalten werden.
    So ist es gleichermaßen für Kinder, die in der Regel einen großen Spaß an Tieren haben, und für Gastronomen, die eine bessere Qualität bei ihren Produkten garantieren können, von Vorteil.

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    6. ...schützt Vögel und Pflanzen


    Untersuchungen ergaben, dass am Rand von Bioäckern rund ein Viertel mehr Vögel gefunden werden. In Bio-Obstanlagen findet man eine größere Artenvielfalt als in konventionellen Plantagen. Ein gesunder Vogelbestand freut die Natur und die Kinder.
    Ebenso findet man auf Bioäckern Wildkrautarten, die teilweise bedroht sind. Dies kann eine Dimension von bis zu 400 % mehr Pflanzenarten annehmen, als man sie auf herkömmlich bewirtschafteten Böden findet. Ein gesundes Umfeld um die Stadt trägt erheblich zum subjektiven Wohlbefinden bei.

    7. ...schützt Böden, Wasser und Gewässer

    Durch eine bessere Bodenstruktur der Bioböden gibt es weniger Bodenerosion und –Auswaschung. Dies trägt in erheblichem Maße zu einer gesunden Flora und damit auch Fauna im Umfeld der Stadt bei.
    Durch das Fehlen von Kunstdünger gerät dieser beim Biolandbau auch nicht ins Grundwasser und in sonstige Gewässer, um es zu belasten. Es wird 40-64 % weniger Nitrat ausgewaschen, als bei konventionellen Bertieben. Das ist gut für die Trinkwasserqualität der Stadt und generell gut für die kostbare Ressource Wasser nachfolgender Generationen.

    8. ...hilft dem Klima

    Der Humus ökologisch bewirtschafteter Flächen hat eine größere Kohlendioxidspeicherkapazität. Somit gelingt weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre. Der Kohlendioxidausstoß ist auf den Hektar bezogen um bis zu 50 % niedriger. Biolandbau trägt also langfristig zu einer Stabilisierung des Klimas bei. In Zeiten des Klimawandels und der Erderwärmung ist dies einer der sinnvollsten Effekte des ökologischen Landbaus, von dem auch nachfolgende Generationen nachhaltig profitieren können.

    9. ...spart Energie

    Beim Biolandbau ist insgesamt ein geringerer Energieaufwand (GJ) von Nöten. So braucht der konventionelle Ackerbau auf einem Hektar 15,5 GJ, während dieser Wert beim Ökoland-bau nur 5,2 GJ beträgt. Dies resultiert aus dem Fehlen von Kunstdünger, dessen Herstellung sehr energieaufwendig ist. Zudem werden für den Biolandbau vorzugsweise Produkte aus der Region verwendet. Ein eventueller Transport mit Flugzeugen bleibt in der Regel aus. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch enorm wichtig für die Umwelt. Ein Kilogramm Luftfracht, z.B. Melonen, kosten 5 Liter Kerosin. Nachfolgende Generationen sind auf umweltverträgliches Wirtschaften angewiesen und die Stadt profitiert von einer prosperierenden regionalen Wirtschaft.

    10. ...ist sozial

    Durch die Belastung mit Pestiziden kommt es zu einer Belastung der Gesundheit. Die sollte nicht belastet werden, denn: Gesundheit führt zu Wohlbefinden. Wohlbefinden hilft, sich in der Gesellschaft ebenfalls wohl zu fühlen. Zudem sichert der Biolandbau Arbeitsplätze in der Region, weil er arbeitsintensiver ist und die regionale Wirtschaft mit einbezieht. Dies kann zu mehr Wohlstand in der Region führen und Ausbildungsplätze für die Jugend sichern.

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    ..."bekennende Bayern"

    Für den ökologischen Landbau werden vor allem Rohstoffe aus der eigenen Region verwendet. Während beim konventionellen Anbau das Futter für die Tiere von externen Zulieferern kommen darf, muss es beim Biolandbau zu mindestens 50 % aus eigener Produktion stammen.
    Die Heimatpflege wird gerade in Bayern groß geschrieben. Daher wird es den "bekennenden Bayern" freuen, dass der Biolandbau die regionale Wirtschaft unterstützt – ganz abgesehen davon, dass die Umwelt in der Heimat geschützt wird und die Artenvielfalt in Flora und Fauna erhalten bleibt. Und so eine glückliche Biosau frei von Antibiotika schmeckt sowieso besser.

    ...Liebhaber der kleinen Preise

    Auf den ersten Blick mag Bio teurer erscheinen. Dies liegt an dem höheren Arbeitsaufwand, den niedrigeren Erträgen und der artgerechten Tierhaltung. Betrachtet man aber die Folgekosten des konventionellen Landbaus, die beispielsweise bei der Sanierung geschädigter Böden entstehen, kann man darüber nachdenken, ob sich Bio langfristig nicht doch lohnt. Und auch anders betrachtet ist Bio nicht wirklich teuer: saisonale Lebensmittel, die aus der Region kommen sind auch in Bioqualität oft günstiger als konventionelle Produkte, die weit reisen mussten. Und frischer sind sie auch. In Bio-Obst und Bio-Gemüse ist einfach mehr drin: es enthält weniger Wasser und dafür mehr Inhaltsstoffe als die gleiche Menge konventionelle Ware. Durch den intensiveren Geschmack der Bioprodukte kann man oft weniger Zutaten nehmen, um ein besonderes Geschmackserlebnis zu erzielen. Zuviel Fleisch ist ungesund! Warum nicht seltener Fleisch essen und dann dafür ein besonders leckeres saftiges Stück Biofleisch. Außerdem: Bio fördert die Gesundheit. Zum Beispiel durch weniger Pestizidrückstände und mehr Vitamin C. Und wer weniger krank ist, braucht auch weniger teure Medikamente.

    ...Menschen mit langjähriger Lebenserfahrung

    Bio ist gesund – für Kinder gleichermaßen wie für die Rüstigen. Warum sich nicht einfach die Zeit nehmen, köstliche, ausgewogene Mahlzeiten zubereiten und seinem Körper damit was Gutes tun? Die ausgewogene Bioernährung fördert die Vitalität und hält fit. Vorbeugen ist einfacher als Heilen. Mit einer gesunden Ernährung ist man einem erheblich geringeren Krankheitsrisiko ausgesetzt. Entdecken Sie die Freuden des gesunden Bio-Essens!

    ...Trendkenner

    Viel Bewegung, gesunde Ernährung, wenig Alkohol, nicht Rauchen: all das ist gesund und liegt im Trend. Immer mehr Menschen wollen umwelt- und sozialverträgliche Produkte und richten ihren Lebensstil auf Gesundheit aus. Eine neue Lebensart, die in den USA schon einen Namen hat: LOHAS – "Lifestyle of Health and Sustainability".
    Hier gehört auch die Bioernährung dazu. Das ist garantiert gesundes Essen und Genuss. Und man liegt damit voll im Trend.


    ...Gesundheitsbewusste

    Bio-Lebensmitteln haben einen höheren Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen und deutlich weniger die Gesundheit belastende Substanzen!
    Verglichen mit konventionellen beinhalten Bio-Produkte mehr Mineralstoffe und Spurenelemente, welche den Stoffwechsel günstig beeinflussen. Außerdem enthalten sie bis zu 50% mehr sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Carotin oder Flavonoide. Die sekundären Pflanzenstoffe beugen Herz- und Kreislaufproblemen sowie Krebserkrankungen vor. Auch enthalten Bio-Lebensmittel mehr Vitamin C, bessere Fettsäuremuster und essentielle Aminosäuren - allesamt wichtig für Ihre Gesundheit!
    89% des konventionellen Obstes ist pestizidbelastet! Pestizide sind im Verdacht negativ auf das Hormonsystem zu wirken und Krebs mit zu verursachen. In der biologischen Landwirtschaft ist der Einsatz von Pestiziden verboten! Bio-Gemüse ist viel nitratärmer als konventionelles Gemüse. Das ist von großem Vorteil, da Nitrat im menschlichen Körper in Nitrosamine umgewandelt wird, die krebserregend sind.
    Mit Bio-Produkte fördern Sie also Ihre Gesundheit und ein Genuss ist es noch dazu!

    ...Familienmenschen

    Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung, das A und O für ausgeglichene Kinder – und damit auch für die Eltern. Zahlreiche Studien belegen, dass gemeinsame Mahlzeiten in der Familie immer seltener werden. An ihre Stelle tritt oft die Außer-Haus-Verpflegung, häufig verbunden mit Fastfood. Richtiges Kochen wird den Kindern oftmals gar nicht vermittelt. Verbringen Sie doch mal einen Erlebnistag auf dem Biohof, Ponyreiten inklusive. Hier sehen die Kinder, woher das Essen kommt und wie es gemacht wird. Anschließend zu Hause etwas leckeres Kochen führt zu garantiert glücklichen Kindern.

    ...Zukunftsbewusste

    Wem es am Herzen liegt, dass die Erde noch vielen Generationen Nahrung und Platz zum Leben bieten soll, entscheidet sich leicht dafür, Bio zu kaufen. Denn: der Ökolandbau ist gut für Mensch und Natur. Wer den Ökolandbau unterstützt, handelt nachhaltig. Er schützt die Böden vor Erosion, Versalzung und Verseuchung von Pestiziden und durch Kunstdünger. Er schützt die Gewässer vor Chemikalien. Er schützt das Klima vor überhöhtem Kohlendioxidausstoß. Er schützt die Tiere vor einer artfremden Haltung. Und nicht zuletzt: er schützt sich selbst vor Zusätzen in den Speisen, die da nicht reingehören. Damit hilft er auch noch seiner Gesundheit. Die Folgekosten der Behandlung von Pestizidvergiftungen beispielsweise betragen in Deutschland jährlich 12 Millionen Euro.
    Wer Bio unterstützt, denkt mit!


    ...Genießer

    Für Genießer ist es wichtig, wertvolle Zutaten zu bekommen. Für sie ist nicht wichtig, dass sie essen, sondern was sie essen. Mit Bioprodukten kann man genießen, und das ohne störende Zusatzstoffe. Die mineralischen Düngemittel der konventionellen Landwirtschaft machen den Geschmack von herkömmlichem Obst und Gemüse schlechter. Auf solche Dünger und auch auf Pestizide wird im Ökolandbau verzichtet. Durch die Sorgfalt und Pflege beim Anbau sind die Produkte also besonders wertvoll und schmecken besser. Das Backen von Biobrot, natürlich ohne Backtriebmittel, kann schon mal einen Tag dauern. Und das schmeckt man auch. Bio ist Genuss pur.




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