Mit der Hitze umgehen



Große Hitze belastet den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, Hitzekrämpfe und ein Hitzschlag können die Folge sein.

Anlässlich der aktuellen und voraussichtlich in Zukunft wiederholt auftretenden Hitzeperioden - definiert als meteorologische Situation ab einer gefühlten Temperatur von 32°C - informiert das Referat für Gesundheit und Umwelt über die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Hitzekrankheiten und Hitzetod.

Warnzeichen ernst nehmen


Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- und Schwächegefühl können erste Zeichen für eine Hitzefolgekrankheit sein.

Insbesondere Säuglinge und kleine Kinder sowie ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit sind durch Hitze bedroht. Dabei spielen Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit einer Demenz oder Einschränkung der körperlichen Bewegungsfähigkeit einhergehen, Medikamente, die auf den Wasserhaushalt oder Kreislauf wirken und Drogenkonsum (z.B. Alkohol, Koffein) eine besondere Rolle. Hilfebedürftigkeit und soziale Vereinsamung führen ebenfalls zu einer ungewollten Unterlassung kompensatorisch wirkender Maßnahmen.

Was können sie tun?


Ausführliche Informationen über Hitzefolgeerkrankungen und die zur Verminderung erforderlichen Maßnahmen finden Sie hier:


Informationen für Pflegekräfte und Pflegepersonen


Ausführliche Informationen über Hitzefolgeerkrankungen und die zur Vermeidung erforderlichen Maßnahmen für die Zielgruppe des medizinischen Personals sind im Sommer 2004 im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts erschienen:

Besonders zu empfehlen sind die Informationsmaterialien aus hessischen Gesundheitsämtern (Frankfurt, Wiesbaden), von denen Kassel die Maßnahmenkaskade bereits auf die DWD-Hitzewarnstufen bezieht:

Empfehlungen des Sozialministeriums/Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg:


Hitzewarnung erhalten


Der Zeitverzug bis zum Auftreten von Hitzefolgeerkrankungen beträgt zirka drei Tage ab Einwirkung der Hitze. Um eine Hitzeperiode rechtzeitig zu erkennen, informiert der Deutsche Wetterdienst (DWD) täglich über die aktuellen Hitzewarnstufen für jeden Kreis unter:



Eine konkrete Belastungssituation unter den Bedingungen einer Großstadt wie München, kann kleinräumig sehr unterschiedlich sein. Insbesondere hinsichtlich lokaler Erwärmungsphänomene kann eine Hitzebelastung bereits früher eintreten als durch die aktuelle DWD-Karte ausgewiesen. Daher sollten die aufgeführten Maßnahmen, vor allem was die Ernährungsweise und Trinkmenge bzw. Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr betrifft, jeweils der konkreten Situation entsprechen - auch ohne Hitzewarnung.

Beratung


Bei Fragen zu den Auswirkungen und Maßnahmen bei Hitze können Sie sich telefonisch an die umweltmedizinische Beratungsstelle des Referates für Gesundheit und Umwelt der Stadt München wenden:
Tel. (089) 233 - 4 78 49


Zurück zum Seitenanfang
Zurück zu Vorsorge und Schutz