Boden und Flächennutzung


Versiegelung in München


44,3 Prozent des Münchner Stadtgebietes (Fläche innerhalb der politischen Stadtgrenze) sind nach oben genannten Kriterien versiegelt, wenn man die nachfolgenden erläuterten Kriterien zugrundelegt:

Zur Ermittlung des jeweiligen Versiegelungsgrades wurde auf Basis der Strukturtypendatei (Nutzungstypen) der Anteil der versiegelten Fläche erhoben.
Die Flächen wurden dabei in 10-Prozent-Stufen die Versiegelungsklassen I bis X eingeteilt: die Klasse I bedeutet einen Versiegelungsgrad von 0 bis 10 Prozent der Fläche, die Klasse X einen Versiegelungsgrad von 91 bis 100 Prozent.

Betrachtet man die räumliche Verteilung der Versiegelung in München, lassen sich vier Zonen unterscheiden:
  • Das Stadtzentrum und die angrenzenden Innenstadtbereiche zeichnen sich durch einen überwiegenden Anteil sehr hoch versiegelter Flächen (Versiegelungsgrad 81 bis 100 Prozent) aus. Die unversiegelten Flächen beschränken sich im wesentlichen auf kleinere Grünflächen (zum Beispiel Hofgarten, Alter Botanischer Garten), den Englischen Garten und die Grünanlagen längs der Isar.
  • Der Siedlungsring um das Stadtzentrum und die Innenstadtrandbereiche weisen in den Wohngebieten überwiegend die mittleren Versiegelungsgrade IV bis VI (31 bis 60 Prozent) auf. In einigen Stadtteilzentren steigt der Versiegelungsgrad stark an (zum Beispiel in Pasing und entlang der Fürstenrieder Straße).
  • Dieser Siedlungsring wird unterbrochen durch großflächige Gewerbe- und Industriegebiete mit einem sehr hohen Versiegelungsgrad (zum Beispiel in Milbertshofen beiderseits des Frankfurter Rings und in Obersendling entlang der Boschetsrieder Straße).
  • Die Außenbereiche der Stadt sind zumeist noch landwirtschaftlich genutzt und - von einigen Siedlungskernen (zum Beispiel Langwied) abgesehen - weitgehend noch unversiegelt.


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