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Foto: Tomani


Altbausanierung München-Mittersendling




Hinterbärenbadstr. 15-29, Rattenbergerstr. 15-25
Siedlung der GWG,
11 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 108 Wohneinheiten,
Baujahr 1954-1955
Ökologische Gebäudesanierung



Technische Daten

Sanierung: 2003
Energiebezugsfläche: 5.678 m²
Energieträger: Erdgas
Energiekennzahl Raumwärme: ca. 46 kWh/(m²*a)
Maßnahmen: Wärmeschutzmaßnahmen an Außenwänden, Fenstern, Dach und Kellerdecke; Heizungsmodernisierung mit Blockheizkraftwerk und Brennwertkesseln; Thermische Solaranlage; Solarstromanlage
U-Werte der Gebäudehülle:
Dach: 0,2 W/(m²*K)
Außenwand: 0,2 W/(m²*K)
Fenster: 1,3 W/(m²*K)
Kellerdecke: 0,3 W/(m²*K)


Die Gebäude wiesen vor der Sanierung einen ihrem Baujahr entsprechend veralteten Wärmeschutzstandard auf. Die Beheizung erfolgte mit Einzelöfen oder Gasthermen. Im Zuge der Sanierung wurden neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung eingebaut, Außenwände, Dach und Kellerdecken gedämmt, die bestehenden Balkone durch eine thermisch getrennte Balkonkonstruktion ersetzt und transparente Wärmedämmelemente in die Südfassade eingebaut. Die Beheizung und Warmwasserbereitung erfolgt nun, unterstützt von einer 100 Quadratmeter Solaranlage, über ein Zentralheizungssystem mit einem Blockheizkraftwerk und zwei Brennwertkesseln zur Spitzenlastdeckung. Im Zuge der Sanierung wurden zudem alle Gebäude um ein Vollgeschoss aufgestockt und zirka 1.050 Quadratmeter neue Wohnfläche geschaffen. Weiterhin fand auf dem Dach eine Solarstromanlage mit 11,5 kWpeak Platz, deren Stromerzeugung in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Gegenüber einer Referenzbetrachtung, bei der lediglich die Beheizung auf ein Zentralheizungssystem mit Erdgas-Niedertemperaturkesseln umgestellt wird, der Wärmeschutzstandard und die Wohnfläche jedoch unverändert bleiben, wird durch die beschriebenen Maßnahmen eine jährliche Endenergieeinsparung von zirka 654 Megawattstunden und eine jährliche CO2-Entlastung von zirka 142 Tonnen erzielt. Das Projekt wurde aus dem Förderprogramm Energieeinsparung der LH München mit rund 391.000 € gefördert. Die Solarstromanlage speist jährlich zirka 9.800 Kilowattstunden Strom in das öffentliche Stromnetz ein. Wenn die erzeugte elektrische Energie Strom aus Kohlekraftwerken ersetzt, bewirkt die Solarstromanlage eine jährliche Minderung der CO2-Emissionen der Münchner Stromversorgung um rund 8 Tonnen.


Erreichbarkeit

U-Bahnlinie 6, Haltestelle Partnachplatz, zirka 5 Minuten Fußweg


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