Energie und Klimaschutz


Jeder Energieverbrauch stellt eine Belastung für die Umwelt dar. Energiesparen und regenerative Energien werden deshalb in München besonders gefördert.




Das Klimaschutzprogramm 2010 für München


Die aktuellen klimatischen Entwicklungen weltweit belegen, dass an einem schnellen und effizienten Schutz des Klimas kein Weg mehr vorbeiführt: Politik und Klimaforschung stimmen weitgehend darin überein, dass der vom Menschen verursachte Anstieg der Durchschnitts-temperatur auf 2 Grad Celsius begrenzt werden muss, um die Risiken für die Weltgemein-schaft zu verringern und das Ausmaß der Folgeschäden einzugrenzen. In diesem Zusammenhang sind besonders die Städte und Metropolen gefordert, da dort ein Großteil der Treibhausgase ausgestoßen wird. Gleichzeitig bieten sich hier aber auch die größten Chancen, eine effiziente und nachhaltige Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes zu erreichen.

Mit dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats vom 17.12.2008 wurden die Ziele des Klimabündnis e.V. als Klimaschutz-Ziele der Landeshauptstadt München übernommen. Diese Ziele sind die Reduzierung der CO2-Emissionen um 10 % alle 5 Jahre und die Halbierung der CO2-Emissionen pro Kopf auf Basis des Jahres 1990 bis spätestens 2030. Mit dem gleichen Stadtratsbeschluss wurde das „Integrierte Handlungsprogramm Klimaschutz für München“ (IHKM) aufgenommen, das langfristig die Einhaltung dieser Klimaschutzziele gewährleisten soll.

Mit dem Grundsatzbeschluss zum IHKM wird erstmals eine referatsübergreifende Steuerung der Klimaschutzaktivitäten der Landeshauptstadt München festgelegt. Ziel ist es, die Effizienz der Münchner Klimaschutzaktivitäten zu steigern und Synergien besser nutzen zu können. Innerhalb des letzten Jahres wurden in referatsübergreifenden Arbeitsgruppen insgesamt 200 Klimaschutz-Maßnahmen zu den sieben wichtigsten Handlungsfeldern erarbeitet:

  • Wohnungsbau - energieeffizientes Bauen im Bestand und Neubau
  • Stadtentwicklung, Bauleitplanung, Landschaftsplanung
  • Mobilität und Verkehr
  • Energieeffizienz im Gewerbe
  • Energieerzeugung und -verteilung
  • Energiemanagement bei städtischen Liegenschaften bzw. Infrastruktur
  • Beschaffung, Dienstfahrzeuge, Dienstreisen.


Mit dem ersten Maßnahmenpaket des IHKM – das „Klimaschutzprogramm 2010“, das am 23.06.2010 vom Stadtrat beschlossen wurde, wurden 55 Klimaschutz-Maßnahmen ausgewählt, die im Zeitraum 2010 – 2012 umgesetzt werden sollen. Das IHKM wird mit dem "Klimaschutzprogramm 2013" fortgeschrieben werden.

Die einzelnen Referate und das Referat für Gesundheit und Umwelt in seiner Funktion als steuernde Einheit werden durch ein externes Fachinstitut, die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH, unterstützt. Aufgabe des Fachinstituts ist unter anderem, die im Rahmen des IHKM entwickelten Maßnahmen hinsichtlich ihres Beitrags zur CO2-Reduzierung zu bewerten. Der Werkvertrag wird durch ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) (Förderkennzeichen 03KS0639) unterstützt und teilfinanziert.

Ausblick


Mit der Entwicklung des „Klimaschutzprogramms 2010“ im Rahmen des IHKM setzt die Stadt München ein wichtiges Zeichen und übernimmt zugleich eine Vorbildfunktion für andere Kommunen. Auch in Zukunft müssen weitere Klimaschutzpakete „geschnürt“ werden, um das Ziel der Halbierung der CO2-Emissionen in München bis 2030 zu erreichen.









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Das Bündnis "München für Klimaschutz"


Die Landeshauptstadt München hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die CO2-Emissionen um 50% zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten im Bündnis „München für Klimaschutz“ seit 2007 Akteure aus Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien gemeinsam an neuen Ideen und Umsetzungsstrategien für den Klimaschutz. Das Bündnis zählt mittlerweile über 100 Partner.



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Energie unter Umweltgesichtspunkten






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Energiesparförderung





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Heizen mit Holz





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Solarenergie in München





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Landeshauptstadt München ist die "Bundeshauptstadt im Energiesparen"



Die Landeshauptstadt München ist aus dem Wettbewerb "Energiesparkommune" im Jahr 2005 als Gesamtsiegerin hervorgegangen. Den ersten Platz belegte die Landeshauptstadt München darüber hinaus auch in der Kategorie für "Städte über 100.000 Einwohner" sowie im direkten Vergleich der bayerischen Kommunen.




Solarpotenzial der Münchner Dachflächen



Viele Dachflächen im Stadtgebiet München sind potenzielle Solarkraftwerke. Die Stadtverwaltung München sucht nach Wegen, um diese Flächen für die Installation von Solaranlagen zu rekrutieren. Mit der Solarpotenzialkarte weiterder Landeshauptstadt München erfahren Mieterinnen und Mieter und Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, ob eine Dachfläche ihres Hauses für die Erzeugung von Strom und Wärme durch eine Solaranlage (Photovoltaik oder Sonnenkollektor) geeignet ist.

Über die Adress-Suche mit der Eingabe von Straße und Hausnummer erhält man auf der Karte einen Ausschnitt mit dem gesuchten Gebäude im Mittelpunkt des Kartenfensters. Dargestellt sind die Bewertungen der einzelnen Dachflächen. Eine prinzipielle Eignung der Dachfläche ist durch die Farbe des Symbols gekennzeichnet.

Die Bewertung beruht auf Daten des städtischen Vermessungsamts und auf einer Luftbildbefliegung aus dem Jahre 2004. Berücksichtigt wurden die Orientierung der Dachfläche, die Flächengröße und größere Dachaufbauten. Nicht eingeflossen sind eventuelle Verschattungen und kleinere Dachaufbauten.

Projektbeschreibung

Die hier dargestellten Daten beruhen auf Daten, die im Jahre 2004 zusammengestellt wurden.
Grundlage der Auswertung ist die Stadtgrundkarte des städtischen Vermessungsamtes. In dieser Karte sind alle Gebäude innerhalb des Stadtgebietes kartiert. Mit den dazugehörigen 3D-Informationen stehen auch Gebäudehöhen (sowohl First- als auch Traufhöhe) zur Verfügung. Das Vermessungsamt hat im Auftrag des Referates für Gesundheit und Umwelt weitere für die Solarnutzung relevante Informationen ausgewertet, wie

  • die Orientierung der Dächer
  • eine Klassifizierung nach Dachformen
  • den Neigungswinkel der Dächer
  • die Größe der Dachfläche

Diese Detail-Informationen liegen nun für alle Gebäude (ca. 150.000) vor, sodass eine Analyse der Eignung der Dächer für die Nutzung der Solarenergie möglich ist. Insgesamt gibt es ca. 450.000 Dachflächen.

Folgende Dächer wurden näher betrachtet:

  • Flachdächer ab einer Größe von 25m2 (Brutto-Gebäudefläche) für thermische Solarnutzung
  • Flachdächer ab einer Größe von 200m2 (Brutto-Gebäudefläche) für Photovoltaikanlagen
  • Steildächer ab einer Größe von 25m2 (Brutto-Gebäudefläche) sowie einer Orientierung zwischen Osten, Süden und Westen für thermische Solaranlagen
  • Steildächer ab einer Größe von 125m2 (Brutto-Gebäudefläche) sowie einer Orientierung zwischen Süd-Ost-Ost und Süd-West-West für Photovoltaikanlagen



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