
Ziel des Projekts ist es, erkrankte Kinder und Jugendliche, die sich in stationärer Behandlung in einer Münchner Klinik befinden und den regulären Schulunterricht nicht besuchen können, durch den Einsatz von Videokonferenzschaltungen zwischen Schule und Krankenzimmer vom Krankenbett aus direkt und interaktiv am Unterricht in einer Klasse teilnehmen zu lassen.
Die erkrankte Schülerin oder der erkrankte Schüler schaltet sich per Videokonferenz in eine Schulstunde an der vernetzten Schule ein und nimmt über den Computer am Krankenbett aktiv am Unterricht teil. Die moderne Technologie der Konferenzschaltung ermöglicht, dass vom Krankenbett aus das Geschehen im Klassenzimmer live miterlebt werden kann. Der Unterricht kann verfolgt werden, man kann sich vom Krankenbett aus melden, von den Lehrkräften aufgerufen werden und sich mit Klassenkameradinnen und Klassenkameraden austauschen. Aber auch Tafelanschriften, Arbeitsunterlagen oder Versuchsaufbauten werden vom Krankenbett aus wahrgenommen, die Hausaufgaben als E-Mails versandt und korrigiert.
Der von Gymnasium oder Realschule benötigte Unterricht wird von der Staatl. Schule für Kranke angefordert. Sie sorgt auch für die pädagogische Betreuung in der Klinik.
Es sind innerhalb des Projekts "Digitales Klassenzimmer am Krankenbett" drei Schulen vernetzt:
Das Projekt "Digitales Klassenzimmer am Krankenbett" ist seit vier Jahren mit zunehmender Nachfrage aktiv. Eine wünschenswerte Ausweitung scheitert an der derzeitigen finanziellen Situation. Immerhin konnte erkrankten Kindern und Jugendlichen bisher in jedem Jahr mit über 100 Zuschaltungen benötigter Fachunterricht erteilt werden. Der Unterricht fand bisher in den Fächern Chemie, Physik, Biologie, Mathematik, Betriebswirtschaft/Rechnungswesen für die Jahrgangsstufen 7 -13 statt.
Die Einrichtung des Projekts "Digitales Klassenzimmer am Krankenbett" bedeutet eine entscheidende Verbesserung der pädagogischen Betreuung von erkrankten Schülerinnen und Schülern:
Aus diesen virtuellen Begegnungen per Videokonferenz können reale Begegnungen, Krankenbesuche und vielleicht auch Freundschaften entstehen.
Eines der pädagogischen Hauptanliegen des "Digitalen Klassenzimmers am Krankenbett" ist es, die Kinder durch die Teilnahme am realen Unterrichtsgeschehen in eine Klassengemeinschaft einbinden zu können, die krankheitsbedingte Isolation zu durchbrechen und soweit wie möglich ein Stück normales Leben während des Krankenstandes zu schaffen.
Für die am Projekt "Digitales Klassenzimmer am Krankenbett" beteiligten Schulen bedeutet dieses Engagement:
Das Projekt "Digitales Klassenzimmer am Krankenbett" ermöglicht:
Die Schulstadt München zeigt mit dem Projekt "Digitales Klassenzimmer am Krankenbett" ihren Willen zur pädagogischen Förderung von Kindern und Jugendlichen in besonderen Notlagen.
Mit dem Engagement des Referats für Bildung und Sport für schwer erkrankte Kinder wird das Anliegen bekräftigt, den in seinem Leitbild verankerten Grundsatz "wir arbeiten mit an der Stärkung gesellschaftlicher Solidarität, besonders an der Integration Behinderter" in die Praxis umzusetzen.