Nach der Faschingsgaudi herrscht naturgemäß Ebbe im Portemonnaie. Um zu zeigen, dass eine Gehaltserhöhung von Nöten ist, versammeln sich traditionell am Aschermittwoch die Münchner am Fischbrunnen, um dort ihr Geldsäckel demonstrativ zu waschen. Am feucht-fröhlichen Spektakel um den Fischbrunnen nehmen diesmal Bürgermeisterin Christine Strobl, Bürgermeister Hep Monatzeder und Stadtkämmerer Dr. Ernst Wolowicz teil. Vor zahlreichen Zuschauern waschen sie das Stadtsäckel symbolisch aus, auf dass es wieder positiv um die finanziellen Mittel der Stadt stehen möge.
Wie lange die Tradition des Geldbeutelwaschens bereits existiert ist nicht eindeutig zu beantworten. Doch bereits Anfang des 15. Jahrhunderts sollen Münchens Bürger am Aschermittwoch Münzen in den Fischbrunnen geworfen haben – nachdem ihnen zuvor Asche auf ihre Häupter gestreut worden war und sie im „Ewigen Licht“ ihre einzige Mahlzeit des Tages eingenommen hatten. Ob der alte Brauch tatsächlich einen reichen Geldsegen zur Folge hat? Auch auf diese Frage gibt es noch keine profunde Antwort. Aber Probieren geht ja bekanntermaßen über Studieren!
Bild oben: Geldbeutelwaschen 2010, Michael Nagy, Presseamt München
Veranstaltungsdaten:
Geldbeutelwaschen
Aschermittwoch, 11:00 Uhr
Fischbrunnen am Marienplatz







