Für den Ursprung des Starkbiers gibt es verschiedene Quellen. Die gängigste Geschichte ist wohl die, dass das kräftige Bier während der Fastenzeit von Salvatormönchen gebraut wurde. Denn wenn schon gefastet werden muss, dann zumindest nicht an der flüssigen Nahrung. Andere Stimmen behaupten auch, dass es kein Fasten- sondern ein Festbier ist, das die Paulanermönche zu Ehren des Festtages des heiligen Franz von Paula (2. April) herstellen.
1751 erhielten die Paulanermönche als erste die Erlaubnis zu Ehren des Festtages ihres Namenspatrons ein malzreiches "Sankt-Vater-Bier" zu brauen, das im Volksmund schnell zum altbekannten "Salvator" umgetauft wurde. Der Salvator gilt somit als ältestes Starkbier in Bayern.
Damals wie heute ist das Starkbier ein wichtiger Bestandteil der bayerischen Trink- und Festkultur. Vor allem auch der Anstich auf dem Nockherberg gehört jedes Jahr zum Muss für den echten Münchner. Schon früh versuchten andere Brauereien den Erfolg zu nutzen und ebenfalls ein Starkbier zu brauen. Erst 1894 gelang es Paulaner den Namen "Salvator" schützen zu lassen. Seitdem heißen die Starkbiere anders, aber immer mit einem "-ator" am Ende.
"Das erste Glas Salvatorbier, welches überhaupt ausgeschenkt wird, trinkt der Bürgermeister von München, der nach alter Sitte zu Pferde sein muß. Bekanntlich wird zu einer gewissen Stunde mit dem Ausschenken aufgehört und Niemand bekömmt dann einen Tropfen. Allein die guten Münchner wissen sich zu helfen. Sie holen sich, ehe die Stunde schlägt, jeder mehrere Gläser in Vorrat und haben dann auch nach der festgesetzten Schlußstunde noch zu trinken."
Aus Dr. Theodor Grässes »Bierstudien«, 1872.








