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![]() Riemer Park
Anfang März hat die Stadt München offiziell den Riemer
Park von der BUGA 2005 GmbH übernommen. Er steht damit allen Besucherinnen und
Besuchern zur Erholung zur Verfügung.
Keine locker geschwungenen Linien, sondern lange, geradlinige Achsen und streng
geometrische Flächen prägen das Bild des Riemer Parks. Schnurgerade
Böschungen und rasterartige, auf bis zu 3 Meter hohen Ergschollen angelegte
Gehölzpflanzungen lassen keine Zweifel bei den Besuchern aufkommen: hier
wurde eine höchst artifizielle Landschaft geschaffen. Proportionen und
Perspektiven der Landschaftselemente inszenieren wirkungsvoll die Weite des
Raumes.
Geplant hat diesen ungewöhnlichen Park das Pariser Landschaftsarchitekturbüro
Latitude Nord von Gilles Vexlard. 1995 gewann er den Ideen- und Realisierungswettbewerb
für den Riemer Park. Der wesentliche Entwurfsgedanke ist von der Lage des
Landschaftsparks zwischen den Waldflächen im Südosten und der strukturarmen
Kulturlandschaft im Nordosten Münchens abgeleitet. Diagonal angeordnete
Gehölzflächen stehen in einer weiten Fläche aus Grasheiden und
spiegeln die Verzahnung eines bewaldeten mit einem offenen Landschaftsraum wider.
Der Park erfüllt eine wichtige Funktion als Frischluftschneise für
die in der Messestadt lebenden und arbeitenden Menschen. Sowohl die Gehölzstreifen
als auch die offenen Flächen verlaufen von Südwest nach Nordost -
im Strom der Hauptwindrichtung, dies begünstigt den Luftmassenaustausch.
Eine besondere Attraktion im Riemer Park bildet der 10 ha große Badesee,
der für den gesamten Münchner Osten als neues Naherholungsgebiet dient.
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