Entscheidung zum Konzertsaal gefallen

Konzertsaal im Werksviertel, Foto: steidle architekten

Neuer Konzertsaal soll im Werksviertel gebaut werden

(8.12.2015) Das bayerische Kabinett hat sich auf einen Standort für den neuen Konzertsaal in München festgelegt. Er soll im neu entstehenden Werksviertel auf dem früheren Gelände der Firma Pfanni gebaut werden. In der engeren Standortwahl war bis zuletzt auch die Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke gewesen. Angedacht ist ein Baubeginn im Herbst 2019. Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich ob der Entscheidung erfreut.

Oberbürgermeister Reiter erklärte hierzu: "Ich bin überzeugt, dass der jetzt eingeschlagene Weg eine große Bereicherung für das neue Quartier am Ostbahnhof wie auch für die Musikstadt München insgesamt bedeuten wird. Die Stadt München steht selbstverständlich zu ihrer Zusage, die Bemühungen des Freistaats nach Kräften planungsrechtlich zu unterstützen. Ein guter Tag für die Musikstadt München und ihre hochklassigen Orchester."

Kabinett folgt Vorschlag von Kultusminister Dr. Spaenle

Das Kabinett folgte mit seiner Entscheidung für das Werksviertel am Ostbahnhof einem Vorschlag von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. "Wir werden bis 2018 im Werksviertel unumkehrbar die Weichen für den neuen Konzertsaal stellen", betonte der Minister. Als nächsten Schritt nimmt die bayerische Staatsregierung Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer Werner Eckart auf. Geplant ist, dass im kommenden Sommer ein Architektenwettbewerb für den neuen Konzertsaal ausgelobt wird. Die zeitliche Verfügbarkeit wurde als einer der Vorzüge des Standortes Werksviertel gegenüber der Paketposthalle aufgeführt. Ein Baubeginn im Herbst 2019 wird als realistisch betrachtet, dann wäre eine Inbetriebnahme des Saals im Jahr 2021 möglich. Auf etwa 8.500 Quadratmetern Grundfläche sollen ein Konzertsaal mit rund 1.800 Plätzen, ein kleiner Saal mit etwa 300 Plätzen sowie Foyer, Backstage, Gastronomie und weitere Nebenräume entstehen. "In dem neuen Konzertsaal soll das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein seinem Weltruf adäquates Residenz- und Erstbelegungsrecht erhalten", so Minister Spaenle.

Funktionsprogramm für den Konzertsaal

Konzertsaal im Werksviertel - Funktionsprogramm, Foto: steidle architekten

Musikbühnen im Werksviertel

Konzertsaal im Werksviertel - Musik, Foto: steidle architekten

Mehrere Vorschläge waren im Gespräch

Für die Errichtung des neuen Konzertsaals waren im Laufe der vergangenen Monate mehrere Vorschläge gemacht worden. Unter anderem waren der Finanzgarten und der Olympiapark als mögliche Standorte im Gespräch. Zuletzt waren jedoch nur noch das neue Werksviertel am Ostbahnhof und die Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke in der engeren Auswahl. Der Gasteig, der bislang die Münchner Philharmoniker beheimatet, wird nach einem Grundsatzbeschluss des Stadtrates ab dem Jahr 2020 umfassend saniert.

Werksviertel: Ein neues urbanes Stadtquartier

Das neue Werksviertel wird ein urbanes Stadtquartier für München. In Berg am Laim hinter dem Ostbahnhof gelegen, entstehen hier in den nächsten Jahren auf rund 38 Hektar Wohnungen für rund 3.000 Personen sowie circa 7.000 neue Arbeitsplätze. Auf den neuen Gewerbeflächen, die rund ein Viertel des Areals einnehmen, sollen sich große Dienstleister ebenso ansiedeln wie junge Start-Ups. Auch für die Münchner Kulturszene sollen hier neben dem Konzertsaal weitere Räumlichkeiten wie Ateliers und Übungsräume geschaffen werden. Im Zentrum befindet sich ein Park, zudem werden eine Grundschule und drei Kindertagesstätten gebaut. Im neuen Werksviertel werden ebenfalls Restaurants, Bars und Hotels eingerichtet. Früher befanden sich auf dem Gelände die Produktionsstätten von Traditionsunternehmen wie Pfanni und Zündapp. Derzeit ist auf dem Areal noch die Discomeile Kultfabrik beheimatet, die zum Jahreswechsel ihre Pforten schließt.

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