Finanzierung zum Ausbau des Münchner S-Bahn-Netzes beschlossen

S-Bahn in der Münchner Innenstadt, Foto: Uwe Miethe / Deutsche Bahn AG
Die Finanzierung des Ausbaus des Münchner S-Bahn-Netztes ist nun zugesichert.

Freistaat unterzeichnet Finanzierungserklärung

(22.12.2016) Bei einem Bahngipfel wurde der Plan zum Ausbau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München entscheidend vorangetrieben. Mit der Unterzeichnung einer Finanzierungserklärung durch den Freistaat sei die Finanzierung des auf 3,85 Milliarden Euro geschätzten Projekts rechtswirksam zugesichert, sagte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch.

Stabilisierung des S-Bahn-Systems und Umweltschutz

Bei einem Bahngipfel kamen Ministerpräsident Horst Seehofer, die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär (beide CSU) und Bahnchef Rüdiger Grube zusammen, um den Ausbau des Münchner S-Bahn-Netzes zu planen.

Laut Grube gehe es bei dem Projekt nicht nur darum, die aktuelle Zahl der Züge durch die Innenstadt von 32 auf 54 zu erhöhen. Sondern auch darum, das gegenwärtige S-Bahn-System wesentlich zu stabilisieren. Bisher legt ein Zwischenfall auf der Stammstrecke, die alle Linien passieren müssen, oft den gesamten S-Bahn-Verkehr in der Münchner Innenstadt lahm.

Zudem gehe es um Umwelt- und Klimaschutz, betonten Herrmann und Grube. Mit der neuen Stammstrecke würden im Jahr 300 Million Pkw-Kilometer in der Stadt wegfallen.

Mit der Unterzeichnung einer Finanzierungserklärung durch den Freistaat ist der Bau einer zweiten S-Bahn-Röhre in München einen großen Schritt weitergekommen. Damit sei die Finanzierung des auf 3,85 Milliarden Euro geschätzten Projekts rechtswirksam zugesichert, erklärte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch.

Ausbau der Außenäste der S-Bahn kommt auf Prioritätenliste

S-Bahn im Münchner Umland, Foto: Bene Images / Shutterstock.com
Auch die Außenäste der Münchner S-Bahn sollen künftig unterstützt werden.

Im nächsten halben Jahr wollen Bahn und Freistaat nun eine Prioritätenliste für weitere drängende Bahn-Projekte erstellen. Unter anderem der Ausbau der Außenäste der S-Bahn rund um die stetig wachsende Landeshauptstadt soll vorangetrieben werden.

Sorgen, dass aufgrund des Großprojekts Geld für andere Baustellen fehlen könnte, wies Herrmann zurück: "Wir haben ausdrücklich erklärt, dass andere Projekte nicht unter diesem Großprojekt leiden werden."

Bahn und Freistaat vereinbarten auch einen weiteren barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe in Bayern.

Bereits im Oktober hatten sich die Partner darauf geeinigt, dass beim Bau der zweiten Stammstrecke der Bund gut 1,55 Milliarden Euro und Bayern rund 1,29 Milliarden Euro übernehmen.

Die Stadt München steuert rund 160 Millionen Euro und die Bahn rund 180 Millionen Euro bei. Der erste Spatenstich ist für April nächsten Jahres geplant.

(dpa/muenchen.de)

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