S-Bahn: Folienballon legt Stammstrecke an Neujahr lahm

Einfahrt einer Doppeleinheit Triebwagen der Baureihe ET 423 der S-Bahn München in den Bahnhof München Ostbahnhof, Foto: Uwe Miethe
S-Bahn-Stammstrecke am Ostbahnhof (Symbolbild)

Mehrstündige Sperrung auf der Stammstrecke

(2.1.2017) Am Neujahrstag kam es auf der Stammstrecke der S-Bahn zu einer mehrstündigen Sperrung. Grund war ein Kurzschluss in der Oberleitung am Bahnhof Stachus, der durch einen metallbeschichteten Folienballon ausgelöst wurde. Die Deutsche Bahn weist daher noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass das Mitführen metallbeschichteter Ballons in den Bahnhöfen verboten ist.

Bahn weist auf Verbot von Mitführen metallbeschichteter Ballons hin

Münchner S-Bahnfahrer brauchten am Sonntag Geduld. Die Stammstrecke war nachmittags fast sechs Stunden lang gesperrt. Der Grund für die Probleme war nicht neu: Ein metallbeschichteter Folienballon war in die Oberleitung am Stachus geraten und hatte einen Kurzschluss ausgelöst. Allein im Jahr 2016 war es in München zu sieben ähnlichen Störungen gekommen.

Die Deutsche Bahn teilt daher noch einmal ausdrücklich darauf mit, dass das Mitführen metallbeschichteter Folienballons laut Hausordnung nicht erlaubt ist. Darauf weist das Unternehmen unter anderem auf Plakaten hin. Auch die Stadt München unterstützt die Bahn in dieser Hinsicht, indem sie beispielsweise das Verkaufen derartiger Ballons auf dem Oktoberfest untersagt.

Die Metallbeschichtung derartiger Ballons leitet Strom, daher kann es an Hochspannungsleitungen wie an Bahnhöfen schnell zu einem Stromüberschlag kommen, selbst ohne dass der Ballon die Leitung berührt. Die dadurch entstehenden Kurzschlüsse beeinträchtigen nicht nur den Zugverkehr massiv, sondern stellen auch eine hohe gesundheitliche Gefahr für die Menschen dar.

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