Löscharbeiten am Jochberg sind abgeschlossen

, Foto: (c) dpa
Dichter Rauch hüllte am Sonntag den Jochberg ein.

Experten machen sich ein Bild von der Lage

(3.1.2017) Der Waldbrand am Jochberg ist besiegt. Am Dienstagnachmittag wurden die Löscharbeiten beendet. Doch noch ist unklar, wie viele der uralten Kiefern überleben werden. Verantwortliche u.a. von den Bayerischen Staatsforsten haben sich bereits ein Bild von den Schäden gemacht.

Katastrophenfall für beendet erklärt

Rauchschwaden über dem Jochberg., Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle

Drei Tage lang haben Einsatzkräfte gegen Flammen und Glut am Jochberg in Oberbayern gekämpft - nun ist der Waldbrand gelöscht. Nachdem Einsatzkräfte am Dienstag zunächst noch Glutnester aus der Luft bekämpft hatten, wurden die Löscharbeiten eingestellt, wie das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen mitteilte. Zugleich wurde der Katastrophenfall für beendet erklärt. Bis der Wald sich erholt hat, wird es aber dauern - und es wird viel Geld kosten.

Allein die Sanierung des am Jochberg in Oberbayern durch einen Brand beschädigten Staatswaldes wird eine sechsstellige Summe kosten. „Wir brauchen diesen Schutzwald unbedingt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, am Dienstag nach der Besichtigung des Brandorts nahe Kochel am See. „Er ist eine Lebensversicherung für die Bewohner und Besucher der Alpenregion.“

Sogenannter Schutzwald schützt vor Erosion, Lawinen und Muren. Ohne ihn würde Regen, Geröll und Gestein ungebremst ins Tal schwemmen, erklärte Neumayer. Die genauen Kosten der Sanierung für die rund 50 Hektar Staatswald sind nach seinen Angaben noch nicht absehbar.

Drei-Punkte-Plan zur Wiederherstellung des Waldes

Ein Polizeihubschrauber transportiert Löschwasser., Foto: muenchen.de/ Dan Vauelle
Die Einsatzkräfte kämpfen mit Lösch-Helikoptern gegen die Flammen.

Zwei Männer hatten in der Silvesternacht auf dem beliebten Wanderberg nahe Kochel am See ein Feuer gemacht, das nach Einschätzung der Polizei außer Kontrolle geriet. Gegen sie wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Insgesamt sind 100 Hektar des Bergwalds betroffen, etwa die Hälfte davon befindet sich in Privatbesitz.

Die Wiederherstellung des Staatswaldes ist der letzte Teil eines Drei-Punkte-Programms, das die Staatsforsten nun ausriefen. Zunächst sollen im Frühjahr Förster prüfen, wie viele Bäume den Brand überlebt haben. Danach will das landeseigene Unternehmen zunächst sehen, was die Natur selbst an neuen Pflanzen wachsen lässt.

Drei Tage lang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Zeitweise waren an den vergangenen Tagen sieben Helikopter im Einsatz gewesen. Der Schneefall seit Montagabend könnte bei den Löscharbeiten geholfen haben. 

muenchen.de/dpa

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