Hyperloop-Projekt von TU-Studenten gewinnt Preis in den USA

Die Studierendengruppe WARR von der TU München vor ihrem Hyperloop Pod, Foto: Uli Benz / TUM
Schneller Flitzer: Das WARR-Team mit Studierenden der TU München vor ihrem Hyperloop-Pod

Team der TU München kann Tesla-Gründer Elon Musk überzeugen

(30.1.2017) Ein Team von Studierenden der TU München hat in Kalifornien einen Preis für ihren Hyperloop-Prototypen erhalten. Das WARR-Team hatte an einem Wettbewerb des Tesla-Gründers Elon Musk teilgenommen. Ziel war, eine Kapsel für die Vision eines Röhrenpost-artigen Personentransports zu entwerfen. Die Kapsel der TU-Studenten war die Schnellste im gesamten Wettbewerb.

Hyperloop Pod der TU-Studenten ist am Schnellsten

Der Hyperloop Pod der Studierendengruppe WARR, Foto: WARR Hyperloop Team
So sieht der von den TU-Studenten entworfene Prototyp für ein Hyperloop Pod aus.

In 30 Minuten von San Francisco nach Los Angeles - Münchner Studenten haben für diese Vision des Tesla-Gründers Elon Musk die schnellste Transportkapsel entworfen. «Gratulation für das WARR Hyperloop Team für die schnellste Kapsel», heißt es auf dem Twitter-Account des Raumfahrtprojekts SpaceX. Mit einer «Hyperloop» genannten Röhre will Musk Passagiere per Unterdruck mit nahezu Schallgeschwindigkeit künftig wie eine Art Rohrpost transportieren. Insgesamt nahmen 29 Teams aus aller Welt an dem Wettbewerb teil.

Den ersten Preis erhielt ein Team Studenten aus der Technischen Universität Delft. Das Design und die Gesamtleistung ihrer Kapsel wurde von der Jury hervorgehoben. Das Fahrzeug aus den Niederlanden war allerdings einen Kilometer pro Stunde langsamer als die Kapsel der Münchner, die eine Spitzengeschwindigkeit von 94 km/h erreichte. Musk sagte zu Beginn des Wettbewerbs, er könne sich gut vorstellen, dass diese Geschwindigkeiten in absehbarer Zeit fünf bis zehn Mal so hoch seien können.

Es war der erste Wettbewerb für das ambitionierte Projekt des Raumfahrtsunternehmens SpaceX, mit dem Musk den Personenverkehr revolutionieren will. Er selbst habe keine Zeit, sein Konzept umzusetzen, das wolle er schlauen Köpfen auf der ganzen Welt überlassen, sagte er vergangene Woche.

Insgesamt waren 27 Teams nach Kalifornien gereist, um am Wochenende ihre Version vor Ort in der Transportröhre zwischen Los Angeles und San Francisco zu präsentieren. Drei Teams hatten in der Endausscheidung die Gelegenheit ihr Können vor Ort unter Beweis zu stellen - neben den Münchnern und den Studenten aus Delft ein Team vom renommierten Massachusetts Institute of Technology MIT.

(dpa / muenchen.de)

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