Masterplan für "BIOTOPIA - Naturkundemuseum Bayern" vorgestellt

Modell des BIOTOPIA - Naturkundemuseum Bayern., Foto: Stand Wettbewerb
Modell des neuen "BIOTOPIA - Naturkundemuseum Bayern". Der unten eingefärbte Bereich wird der Anbau.

Neues Naturkundemuseum in München nimmt Gestalt an

(10.1.2017) Das neue Naturkundemuseum in München nimmt weiter Gestalt an: Am Dienstag wurde der Masterplan für die kommenden Jahre bekannt gegeben. „BIOTOPIA – Naturkunde Museum Bayern“ – so der offizielle Name des neuen Museums – entsteht im Schloss Nymphenburg und soll nach Fertigstellung eine Ausstellungsfläche von 7.000 Quadratmetern haben. Dort haben die Besucher dann die Möglichkeit, das Leben auf der Erde in all seinen Facetten zu entdecken.

Ausstellungsfläche von 7.000 Quadratmetern nach der Fertigstellung

Winterliche Stimmung beim Schloss Nymphenburg, Foto: muenchen.de/Melina Pfeffer
Das neue Museum wird an das bereits bestehende Museum Mensch und Natur angebaut, das sich im Schloss Nymphenburvg befindet.

Wie entsteht und entwickelt sich Leben? Welche ökologischen Herausforderungen sind damit verbunden? Welchen Einfluss hat der Mensch auf bestehende Naturräume? Spannende, wichtige Fragen, mit denen sich das BIOTOPIA in Zukunft intensiv beschäftigen wird.

Das Museum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg wird zu diesem Zweck in den kommenden Jahren stark vergrößert. Die Ausstellungsfläche wird von heute 2.500 auf dann 7.000 Quadratmeter erweitert. Zudem sind Synergien etwa mit dem Botanischen Garten geplant.

Als weltweit erstes Museum wird das BIOTOPIA in seinen Ausstellungen verbindende Elemente des Menschen mit Tieren, Pflanzen und anderen Organismen in den Mittelpunkt stellen. Es geht hier nicht nur darum, das Verständnis und die Wertschätzung für die Natur zu fördern. Geplant ist, dass das Museum auch als offene Dialogplattform etwa zwischen Wissenschaft und Kunst genutzt werden kann.

Labore zum Experimentieren, ein Kindermuseum für die Jüngeren

Ein Zwergtintenfisch., Foto: Todd Bretl
Faszinierende Einblicke in die Flora und Fauna verspricht das neue Museum.

Es werden vier offene Labore zum Experimentieren eingerichtet, für die Jüngeren wird es ein Kindermuseum geben. Schon früh ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Natur schaffen, ist eines der Ziele des Museums, wie Gründungsdirektor Prof. Dr. Michael John Gorman formuliert: „Einen wichtigen Bereich der Dauerausstellung bilden daher die Folgen menschlichen Handelns wie Ressourcenverbrauch, Klimawandel und Artensterben.“

Neben der Dauerausstellung wird es immer wechselnde Sonderausstellungen geben. Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Mit dem Naturkundemuseum Bayern schaffen wir eine dauerhafte, qualitativ hochwertige Ausstellungsmöglichkeit und machen somit die Naturwissenschaften künftig noch stärker erlebbar.“

Für die Planung verantwortlich zeichnet das Architekturbüro Volker Staab. Die nun folgende Planungsphase wird weitere zwei Jahre in Anspruch nehmen. Während der gesamten Bauphase sind dennoch weiterhin Veranstaltungen und Festivals geplant.

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