Polizei warnt vor dünnem Eis

Winterpanorama vom Olympiapark, Foto: Olympiapark München

Tödliche Gefahr auf Flüssen und Seen

(29.1.2017) Die Münchner Polizei warnt aufgrund des Tauwetters vor dünnem Eis. Bereits gestern sind mindestens drei Menschen auf bayerischen Seen eingebrochen. Spaziergänge über die Gewässer bleiben vorerst riskant.

Mehrere Eisunfälle in Bayern

Riskanter Ausflug bei strahlendem Sonnenschein: Leichtsinnige Spaziergänger haben am Wochenende die Wasserretter im Freistaat in Atem gehalten. Trotz Warnungen der Behörden vor dünnem und nicht tragfähigem Eis wagten sich zahlreiche Menschen auf die bayerischen Seen. Mindestens drei Menschen bekamen die Gefahr am eigenen Leib zu spüren. Auf dem Chiemsee retteten die Helfer am Samstag einen eingebrochenen Mann vor dem Tod. Er kam ersten Erkenntnissen zufolge ohne Blessuren davon. Schmerzhaft endete hingegen der Sturz einer 51-Jährigen - sie brach am Samstag im Ammersee ein und schlug mit dem Kopf aufs Eis. Sie wurde leicht verletzt.

Auch auf dem Königssee stürzte am Samstag ein Mann durchs Eis. Der 77-Jährige konnte sich selbstständig wieder auf die Eisfläche retten. Rettungskräfte hätten den unterkühlten und durchnässten Mann in Empfang genommen, teilte die Polizei mit. Er sei ebenso wie 50 bis 100 weitere Menschen, darunter Kleinkinder, trotz Warnungen auf dem noch nicht ganz zugefrorenen See unterwegs gewesen, berichtete die Polizei. Warnhinweise der Wasserretter hatten die Spaziergänger zuvor ignoriert. Die Polizei rückte mit einem Hubschrauber an.

Die Beamten warnten angesichts der vergleichsweise milden Temperaturen auch für die weiteren Gewässer im Freistaat vor zu dünnen und schmelzenden Eisflächen. Entwarnung für Eis-Spaziergänger ist vorerst nicht in Sicht: Für heute prognostizierte der Deutsche Wetterdienst am höheren Alpenrand Temperaturen von bis zu acht Grad.

(dpa/muenchen.de)

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