München schafft Unterkunft für homosexuelle Flüchtlinge

Flüchtlinge am Hauptbahnhof, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann
Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof (Archivbild)

Fünf Wohngemeinschaften in einem ersten Modellprojekt geplant

(20.1.2017) Die Stadt München will homosexuelle Flüchtlinge in besonderen Schutzräumen betreuen. Das hat der Sozialausschuss am Donnerstag beschlossen. In einem ersten Modellprojekt will das Amt für Wohnen und Migration schwule, lesbische, trans- und bisexuelle Flüchtlinge in bis zu fünf Wohngemeinschaften unterbringen.

Sozialausschuss beschließt Schutzräume und Betreuungsmaßnahmen

Wie der Sozialausschuss gestern beschlossen hat, soll es für LGBT*-Flüchtlinge (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen) künftig besondere Schutzräume geben. Zudem sollen auch die räumlichen Kapazitäten zur Unterbringung von geflüchteten Frauen ausgebaut werden. Ein erstes Modellprojekt des Amts für Wohnen und Migration sieht vor, die LGBT-Flüchtlinge in bis zu fünf Wohngemeinschaften unterzubringen und zu betreuen.

Rückmeldungen aus Beratungsstellen, Unterkünften sowie der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen zeigen, dass es akuten Bedarf für eine gesonderte Unterbringung dieser Gruppe gibt. Die Betroffenen seien zumeist wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt worden und geflohen.

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